• 06.10.2008, 14:58:37
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"Wetten, dass": Für P. Wallner war es ein "persönliches Opfer"

Die beiden Heiligenkreuzer Mönche haben sich in der Glitzerwelt unwohl gefühlt, aber sie wollten Kirche positiv sichtbar machen

Wiener Neustadt, 6.10.08 (KAP) Eine gemischte Bilanz zu ihrem
Auftritt bei der ZDF-Sendung "Wetten, dass" am Samstag, 4. Oktober,
ziehen die beiden Heiligenkreuzer Mönche P. Karl Wallner und P.
Philipp N. Gschanes. "Es war für uns ein persönliches Opfer, weil wir
uns in dieser Glitzer- und Pointenwelt sehr unwohl gefühlt haben",
sagte P. Wallner am Montag im Gespräch mit "Kathpress". Dennoch seien
die durchwegs positiven Reaktionen per E-Mail ein Hinweis darauf,
dass das eigentliche Ziel des Auftritts nicht verfehlt wurde: "Wir
haben dem Auftritt zugestimmt, weil wir dies als Chance sahen, Kirche
auch in den Medien einmal positiv darzustellen. Dies scheint gelungen
zu sein". Hätte er jedoch vorher gewusst, "wie tief das Niveau
angesichts mancher Blödelei sinken würde, hätte ich es mir wohl doch
noch einmal überlegt", so P. Wallner.

Moderator Thomas Gottschalk habe sich während des Vorgesprächs mit
den beiden Mönchen höchst interessiert und wohl informiert über
kirchliche Themen gezeigt, so P. Wallner. So habe er etwa davon
berichtet, dass er selbst in seiner Jugend Priester werden wollte.
Außerdem habe er im Gespräch vor der Sendung seine Enttäuschung
darüber zum Ausdruck gebracht, dass Kirche in den Medien wie auch in
der Lebenswelt der Menschen selbst oft nur mehr am Rande oder negativ
vorkomme. "Damit hat Thomas Gottschalk genau unsere Intention
getroffen", so P. Wallner. Es sei darüber hinaus Gottschalks Anliegen
gewesen, weniger über den aktuellen Chart-Erfolg der Heiligenkreuzer
CD "Chant", sondern vielmehr über das Thema Berufung zu sprechen und
die Frage, was junge Menschen heute an einem Leben im Kloster reizen
könnte.

Während des Gesprächs in der Sendung sei er "völlig blockiert"
gewesen, gestand P. Wallner ein, weil er "ständig daran denken
musste, was wohl meine Mitbrüder und die anderen Ordensleute zu
unserem Auftritt sagen würden". Um so erfreulicher sei es, dass herbe
Kritik aus diesem Bereich bislang ausgeblieben sei und großer
Zuspruch laut wurde.

Eine interessante Erfahrung sei u.a. der Umgang mit den anderen
Gästen vor der Sendung gewesen, so P. Wallner: "Es hatte ein wenig
den Charakter von Star- oder Künstlerseelsorge". Die Menschen stünden
alle unter einem permanenten Druck, wie sie wohl beim Publikum
ankommen: "Und da wir als Ordensleute für sie aus einer ganz anderen,
fremden Welt kommen, sind sie gleich auf uns zugekommen und haben
ganz offen mit uns geplaudert".

Dass die gesteigerte mediale Aufmerksamkeit für das Leben und die
Leistung der Klöster auch anderen Klöster in Österreich zu Gute
kommt, wird laut P. Wallner etwa daran deutlich, dass sämtliche im
Verbund "Klösterreich" zusammengeschlossenen Klöster derzeit erhöhte
Anfragen bezüglich Einkehr- und Besinnungstagen verzeichnen.

O-Töne des Gesprächs mit P. Karl Wallner können unter
www.katholisch.at/o-toene abgerufen werden. (ende)
K200808919
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