- 06.10.2008, 10:08:16
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"Ö1 Dossier: Sprache": elf Sendungen und Symposion "Die Sprache in der globalisierten Welt"
Wien (OTS) - Das zweite "Ö1 Dossier" ist dem Thema Sprache
gewidmet und umfasst elf Sendungen (10. bis 19. Oktober) und das
Symposion "Die Sprache in der globalisierten Welt" am 16. Oktober im
ORF-RadioKulturhaus.
Sprachliche Vielfalt und Mehrsprachigkeit werden im
"Internationalen Jahr der Sprachen" besonders hoch bewertet. Die
Diskussion über den intellektuellen und kulturellen Reichtum
europäischer Sprachenvielfalt wird aber überschattet vom
unaufhaltsamen Aufstieg des Englischen als internationale Leitsprache
für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Im "Ö1 Dossier Sprache" und
einem damit verbundenen Symposium wird versucht, aktuelle
Entwicklungen und Zusammenhänge von Sprache, Politik, Wissenschaft
und Medien zu analysieren und insbesondere die Probleme der
Wissenschaftssprache in der Öffentlichkeit zu beleuchten. Das
Bewusstsein für gesellschaftliche Mehrsprachigkeit zu schärfen und
damit auch Möglichkeiten auszuloten, wie der Dialog zwischen
verschiedenen (Wissenschafts-) Sprachen und Sprachkulturen gelingen
könnte, ist ein Anliegen des "Ö1 Dossiers Sprache". Dessen Sendungen
werden auf oe1.ORF.at als Schwerpunkt zusammengefasst. Ergänzt wird
das Dossier durch eine Sammlung von Gastkommentaren und Interviews
auf science.ORF.at.
Zum Auftakt des "Ö1 Dossiers: Sprache" ist in "Kontext" am 10.
Oktober um 9.05 Uhr eine Buchrezension von Jürgen Trabants Werk "Was
ist Sprache?" zu hören. Von 13. bis 16.10. widmet sich ein
vierteiliges "Radiokolleg" (9.05 Uhr) dem Thema "Sprache schafft
Wirklichkeit" und im "Journal Panorama" geht es um "Gendergerechte
Sprache - hier und anderswo" (14.10., 18.20 Uhr). Die "Dimensionen"
(19.05 Uhr) befassen sich mit den Themen "Die Politik der Sprachen"
(13.10.), "Ein Land mit 100 Sprachen. Kultur und Politik in Nepal"
(14.10.), "Das mehrsprachige Klassenzimmer. Über den Umgang mit
kultureller Diversität in Bildungsinstitutionen" (15.10.) und
"Quantensprung or Quantum Jump? Über die Folgen der Einsprachigkeit
in der Wissenschaft" (16.10.). "Archive des Wissens. Die Grenzen
meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt" ist Thema des
"Salzburger Nachtstudio" (15.10., 21.00 Uhr) und in "Ambiente"
(19.10., 10.05 Uhr) werden unter dem Titel "Jardin des Cultures
d’Europe" Sprachkurse der besonderen Art im kulturellen Zentrum von
Avignon vorgestellt. Den Abschluss des "Ö1 Dossiers" macht "Die Ö1
Kinderuni" (19.10., 17.10 Uhr) mit der Frage "Wie wurde unser
Wortschatz bunt?".
Symposion "Die Sprache in der globalisierten Welt"
Die Initiative "Sprechen Sie Wissenschaft?" - getragen vom
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und von der Ö1
Wissenschaftsredaktion - fördert den öffentlichen Dialog über die
Sprache der Wissenschaft. Im Rahmen des Symposions wird darüber
diskutiert, ob Deutsch als grenzüberschreitende Sprache von
Wissenschaft und Kultur immer mehr an Bedeutung verliert und wie weit
Politik und Medien Verantwortung dafür haben, dass Wissenschaft
öffentlich wird.
In der westlichen Welt ist Englisch zur Lingua franca geworden.
Trotz der Globalisierung der Informations- und Kommunikationssysteme
bleibt die Beherrschung der eigenen Sprache nach wie vor die
wichtigste Voraussetzung für die Vermittlung politischer,
gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Themen in der (medialen)
Öffentlichkeit. Welche Kompetenzen sind dafür erforderlich? Und wie
kann die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
gelingen?
Die Themen des Symposions "Die Sprache in der globalisierten Welt.
Zur Verantwortung von Politik, Medien und Wissenschaft": "Hat die
deutsche Sprache noch Zukunft?" (Jutta Limbach, Goethe-Institut,
München), "Publish in English, perish in German? Zur Sprachsoziologie
des modernen Wissenschaftsbetriebs" (Gerlinde Mautner,
Wirtschaftsuniversität Wien), "Politische Sprache und Politjargon in
Österreich" (Oswald Panagl, Universität Salzburg), "Die Sprache der
Medien und das Verständnis der Wissenschaft" (Markus J. Lehmkuhl,
Freie Universität Berlin), "Sprache und Wissenschaft - ein Gespräch"
(Lukas Resetarits, Kabarettist), "Im Eigelb ist mehr Eiweiß als im
Eiweiß. Warum die Sprache der Wissenschaft nicht einfach sein kann
(Ernst Peter Fischer, Universität Konstanz). Unter dem Titel "Komplex
und verständlich. Wie kann die Kommunikation zwischen Wissenschaft
und Öffentlichkeit gelingen - und wer hat die Verantwortung dafür?"
diskutieren Ernst Peter Fischer (Universität Konstanz), Christoph
Kratky (FWF Der Wissenschaftsfonds), Markus J. Lehmkuhl (Freie
Universität Berlin) und Ada Pellert (Donau-Universität Krems), die
Veranstaltung moderiert Martin Bernhofer (Ö1 Wissenschaftsredaktion).
Das Symposion "Die Sprache in der globalisierten Welt. Zur
Verantwortung von Politik, Medien und Wissenschaft" findet am 16.
Oktober im Wiener ORF-RadioKulturhaus statt, Beginn ist um 16.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei, Anmeldungen unter Bundesministerium für
Wissenschaft und Forschung, Adriana Paar: +43 (0)1 53120 7142,
E-Mail: [email protected].
In den "Dimensionen" ist am 17. Oktober ab 19.05 Uhr eine
Zusammenfassung des Symposions zu hören. Nähere Informationen zur
Initiative "Sprechen Sie Wissenschaft?" des BMWF und der Ö1
Wissenschaftsredaktion sind im Internet abrufbar unter
http://www.bmwf.gv.at/submenue/neuigkeiten/aktuelle_initiativen/sprec
hen_sie_wissenschaft/. Weiters gibt es auf science.ORF.at gibt es die
Serie "Sprechen Sie Wissenschaft? Wissenschaftssprache im
öffentlichen Dialog", in deren Rahmen Forscher und Forscherinnen
verschiedener Disziplinen in Gastbeiträgen und Interviews über den
wissenschaftlichen Sprachgebrauch und den Bedarf an
Wissenschaftskommunikation reflektieren
(http://science.orf.at/science/news/150954). Detaillierte
Informationen zum Programm von Ö1 sind abrufbar unter
http://oe1.orf.at.(ih)
Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: (01) 501 01/18050
mailto:[email protected]
http://oe1.orf.at
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