Bundesministerin Silhavy übergab "ebiz egovernment award" für Niederösterreich

Sonderpreise für Barrierefreiheit und Chancengleichheit in der IT

Wien (OTS) - Die für egovernment zuständige Bundesministerin Heidrun Silhavy überreichte gestern, Freitag, die "ebiz egovernment awards" für das Bundesland Niederösterreich. Sonderpreise wurden in den Kategorien "Barrierefreiheit in der IT" und "Gelebte Chancengleichheit in der IT" vergeben.

Ausgezeichnet wurden die "ERP-Software für Blinde und Sehbehinderte". Mit MORE.Business Solutions steht ein offenes, individualisierbares System zur Verfügung, dass modular erweiterbar ist und sämtliche geschäftsrelevanten Daten abbildet. Es erfüllt die Anforderung von vier unterschiedlichen Zielgruppen (hochgradig sehbehinderte, blinde, farbenblinde und sehende MitarbeiterInnen).
MORE.Business Solutions ermöglicht unterschiedlichen Zielgruppen die uneingeschränkte und hoch effiziente Nutzung einer ERP-Software, die alle Geschäftsbereiche abdecken kann. Die Geschwindigkeit, mit der behinderte Menschen das Computersystem bedienen können, ermöglicht bei gleicher MitarbeiterInnanzahl eine Expansion des Unternehmens und ist damit ein zentraler Erfolgsfaktor. Durch die SW-Unterstützung können Mitarbeiter die Arbeitsabläufe kritisch hinterfragen und selbst anpassen, somit ihre Aufgaben effizienter erfüllen.
Ein weiterer Sonderpreis ging an www.waidhofen-thaya.at. Seit März 2008 ist der neue Webauftritt der Stadtgemeinde Waidhofen an der Thaya online und die Zugriffsstatisik belegt, dass der Relaunch mit den Schwerpunkten Usability und Zugänglichkeit erfolgreich war. Besonderes Augenmerk galt der Verbesserung der Menüführung und einem zeitgemäßen wie auch zeitlosen Design. Der Stadtgemeinde war es ein Anliegen, mit dem Relaunch allen NutzerInnen ein barrierefreies, strukturiertes und konsistentes Angebot zu bieten.

"Der Relaunch von www.waidhofen-thaya.at ist Beweis dafür, dass trotz begrenzter personeller Ressourcen aber viel Engagement, Konsequenz und einer konstruktiven Einstellung eine nachhaltige Verbesserung der Zugänglichkeit und ein erfolgreiches Webangebot für Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden kann. Die Webseiten von Waidhofen an der Thaya sind modernes, gelungenes Angebot an die Bevölkerung. Das BKA würde es sehr begrüßen, wenn über diese Einreichung hinaus eine Kooperation für künftige Aktivitäten in den Bereichen E-Government und barrierefrei Webangebote entsteht", betonte die Bundesministerin.

Der Sonderpreis für gelebte Chancengleichheit in der IT wurde für das Projekt "Advance: Advanced Training for Women in Scientific Research" vergeben.
ADVANCE hilft mit, jenen Teufelskreis zu durchbrechen, in dem sich Frauen aus Wissenschaft und Forschung vielfach befinden: klassische "Männermodelle" erschweren den beruflichen Aufstieg, dadurch gibt es nur wenige weibliche Vorbilder, sowohl in Industrie als auch im akademischen Bereich. Das Projekt fördert Frauenkarrieren in Wissenschaft und Technik. Fünf Partnerinstitutionen aus Polen, Finnland, Österreich, den Niederlanden und Bulgarien haben gemeinsam mit der Donau-Universität Krems in interdisziplinärer Zusammenarbeit ein Trainingsprogramm (Summer School) und ein Mentoring- und Coaching-Programm erarbeitet. Die Projekt-Webseite stellt aus dem Feedback und den gewonnenen Erfahrungen Transfer Models zur Verfügung, die eine nachhaltige Implementierung solcher Programme für interessierte Organisationen erleichtern. Neben der Möglichkeit, Kompetenzen für Forschungs- und Managementaufgaben aufzubauen, stellt das Projekt ADVANCE auch begleitende Maßnahmen für die persönliche und professionelle Entwicklung der Teilnehmerinnen bereit.

"Wir müssen den sogenannten "digital gap" überwinden. Das bedeutet dafür zu sorgen, dass die regionalen, sozialen und geschlechtsspezifischen Barrieren ebenso abgebaut werden wie die Barrieren, die noch für Menschen mit Behinderung bei der Nutzung der neuen Technologien bestehen. Wir sollten die Technologien als Chance für eine verstärkte gesellschaftliche Integration nutzen. IT soll einbeziehen und nicht ausschließen", betonte Bundesministerin Silhavy.

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