- 04.10.2008, 10:00:00
- /
- OTS0018 OTW0018
Bundesministerin Silhavy übergab "ebiz egovernment award" für Niederösterreich
Sonderpreise für Barrierefreiheit und Chancengleichheit in der IT
Wien (OTS) - Die für egovernment zuständige Bundesministerin
Heidrun Silhavy überreichte gestern, Freitag, die "ebiz egovernment
awards" für das Bundesland Niederösterreich. Sonderpreise wurden in
den Kategorien "Barrierefreiheit in der IT" und "Gelebte
Chancengleichheit in der IT" vergeben.
Ausgezeichnet wurden die "ERP-Software für Blinde und Sehbehinderte".
Mit MORE.Business Solutions steht ein offenes, individualisierbares
System zur Verfügung, dass modular erweiterbar ist und sämtliche
geschäftsrelevanten Daten abbildet. Es erfüllt die Anforderung von
vier unterschiedlichen Zielgruppen (hochgradig sehbehinderte, blinde,
farbenblinde und sehende MitarbeiterInnen).
MORE.Business Solutions ermöglicht unterschiedlichen Zielgruppen die
uneingeschränkte und hoch effiziente Nutzung einer ERP-Software, die
alle Geschäftsbereiche abdecken kann. Die Geschwindigkeit, mit der
behinderte Menschen das Computersystem bedienen können, ermöglicht
bei gleicher MitarbeiterInnanzahl eine Expansion des Unternehmens und
ist damit ein zentraler Erfolgsfaktor. Durch die SW-Unterstützung
können Mitarbeiter die Arbeitsabläufe kritisch hinterfragen und
selbst anpassen, somit ihre Aufgaben effizienter erfüllen.
Ein weiterer Sonderpreis ging an www.waidhofen-thaya.at. Seit März
2008 ist der neue Webauftritt der Stadtgemeinde Waidhofen an der
Thaya online und die Zugriffsstatisik belegt, dass der Relaunch mit
den Schwerpunkten Usability und Zugänglichkeit erfolgreich war.
Besonderes Augenmerk galt der Verbesserung der Menüführung und einem
zeitgemäßen wie auch zeitlosen Design. Der Stadtgemeinde war es ein
Anliegen, mit dem Relaunch allen NutzerInnen ein barrierefreies,
strukturiertes und konsistentes Angebot zu bieten.
"Der Relaunch von www.waidhofen-thaya.at ist Beweis dafür, dass trotz
begrenzter personeller Ressourcen aber viel Engagement, Konsequenz
und einer konstruktiven Einstellung eine nachhaltige Verbesserung der
Zugänglichkeit und ein erfolgreiches Webangebot für Bürgerinnen und
Bürger umgesetzt werden kann. Die Webseiten von Waidhofen an der
Thaya sind modernes, gelungenes Angebot an die Bevölkerung. Das BKA
würde es sehr begrüßen, wenn über diese Einreichung hinaus eine
Kooperation für künftige Aktivitäten in den Bereichen E-Government
und barrierefrei Webangebote entsteht", betonte die Bundesministerin.
Der Sonderpreis für gelebte Chancengleichheit in der IT wurde für das
Projekt "Advance: Advanced Training for Women in Scientific Research"
vergeben.
ADVANCE hilft mit, jenen Teufelskreis zu durchbrechen, in dem sich
Frauen aus Wissenschaft und Forschung vielfach befinden: klassische
"Männermodelle" erschweren den beruflichen Aufstieg, dadurch gibt es
nur wenige weibliche Vorbilder, sowohl in Industrie als auch im
akademischen Bereich. Das Projekt fördert Frauenkarrieren in
Wissenschaft und Technik. Fünf Partnerinstitutionen aus Polen,
Finnland, Österreich, den Niederlanden und Bulgarien haben gemeinsam
mit der Donau-Universität Krems in interdisziplinärer Zusammenarbeit
ein Trainingsprogramm (Summer School) und ein Mentoring- und
Coaching-Programm erarbeitet. Die Projekt-Webseite stellt aus dem
Feedback und den gewonnenen Erfahrungen Transfer Models zur
Verfügung, die eine nachhaltige Implementierung solcher Programme für
interessierte Organisationen erleichtern. Neben der Möglichkeit,
Kompetenzen für Forschungs- und Managementaufgaben aufzubauen, stellt
das Projekt ADVANCE auch begleitende Maßnahmen für die persönliche
und professionelle Entwicklung der Teilnehmerinnen bereit.
"Wir müssen den sogenannten "digital gap" überwinden. Das bedeutet
dafür zu sorgen, dass die regionalen, sozialen und
geschlechtsspezifischen Barrieren ebenso abgebaut werden wie die
Barrieren, die noch für Menschen mit Behinderung bei der Nutzung der
neuen Technologien bestehen. Wir sollten die Technologien als Chance
für eine verstärkte gesellschaftliche Integration nutzen. IT soll
einbeziehen und nicht ausschließen", betonte Bundesministerin
Silhavy.
Rückfragehinweis:
Cornelia Zoppoth Kabinett der Bundesministerin für Frauen, Medien und Regionalpolitik Minoritenplatz 3 A-1014 Wien Tel.: (+43 1) 53115/2131 Fax: (+43 1) 53109/2131 E-Mail: cornelia.zoppoth@bka.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU