• 03.10.2008, 14:07:34
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"Tierschutz"-Ministerin Kdolsky: Höchste Zeit zum Abtritt!

Wien (OTS) - Wenn heute die "Gerade-noch-Tierschutz-Ministerin"
Andrea Kdolsky (ÖVP) eine Presseaussendung über artgerechte
Tierhaltung zum morgigen Welttierschutztag macht und das österr.
Tierschutzgesetz rühmt, so klingt das in den Ohren von langgedienten
Tierschützern wie blanker Hohn. Schließlich war es die ÖVP, die
jahrzehntelang auch nur die kleinste Verbesserung im Tierschutz
verhindert hat, die ihre (schwindende) Stimmenklientel vor allem aus
der tierausbeuterischen Agrarindustrie lukriert und die auch dafür
gesorgt hat, daß z.B. in der Schweinehaltung sämtliche Tierquälereien
nach wie vor erlaubt sind. Dazu gehören die Einzelhaltung und
Kastenstände ("eiserne Jungfrauen") bei Muttersauen, die
Vollspaltenböden und minimalstes
Platzangebot in finsteren Ställen sowie schmerzhafte Eingriffe ohne
Narkose (z.B. Kastration).

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann der
Tierschutzorganisation

ANIMAL SPIRIT: "Der Frau Tierschutz-Ministerin war es letztes Jahr
nicht einmal 5 Minuten ihrer kostbaren Zeit wert, 10.000
Unterschriften für die Verbesserung der Schweinehaltung in Österreich
entgegenzunehmen. Die meisten Schweine fristen nämlich hierzulande
ein trauriges Leben in Einsamkeit oder ständigem Streß und werden -
oft ganz legal - permanent so gehalten, daß sie
nur minimalsten Bewegungsfreiraum haben. Aufstehen und Niederlegen
ist zumeist alles, was ihnen in ihren Folterkäfigen gewährt wird. 98%
der Zuchtsauen werden rund um die Geburtsphase in Abferkelkäfige
gesperrt, 3/4 müssen auch während der Trächtigkeit permanent im
Kastenstand, der "eisernen Jungfrau", leben. Mehr als 85% der
"Nutz"-Schweine leben auf Vollspaltenböden und fast alle müssen ohne
Stroheinstreu ihr trauriges Dasein fristen. In der 1. Lebenswoche
werden ihnen Zähne abgeschliffen, Schwänze kupiert und männliche
Ferkel kastriert - alles ohne Narkose. Von "artgerechter Haltung"
kann also bei der österr. Nutztierhaltung - so z.B. auch bei
Mastgeflügel, Mastrindern und oft auch bei Pferden - bei Gott keine
Rede sein. Von den Zuständen der täglich durch Österreich rollenden
Tiertransporter gar nicht erst zu reden."

Jüngste Recherchen, wie z.B. beim Tierarzt Ferdinand Entenfellner
(Bruder der "Krone-Tierschutz-Lady" Maggie), haben wieder einmal
aufgezeigt, daß Mastschweine in finsteren Vollspalten-Buchten auf
engstem Raum zusammengepfercht und kranke, schwerst verletzte oder
sterbende Tiere einfach ihrem Schicksal überlassen werden. Die
zuständigen Behörden sehen meist tatenlos zu oder es kommt
bestenfalls zu Bagatellstrafen, während Tierschützer, die solche
Zustände aufdecken, mit saftigen Strafen eingedeckt oder sogar
eingesperrt werden!

"Frau Kdolsky und die ÖVP hätten nun - gemeinsam mit der SPÖ -
fast 2 Jahre lang Zeit gehabt, die von großen Teilen der Bevölkerung
geforderten Verbesserungen in der Nutztierhaltung zu beschließen. Nun
war es höchste Zeit für diese Regierung endlich abzutreten. Ob etwas
besseres - für Tier und Mensch - nachfolgt, muß sich erst weisen," so
Dr. Plank abschließend.

Rückfragehinweis:

Dr. Franz-Joseph Plank
   Tel.: (+43) 0676/7082434
   ANIMAL SPIRIT
   A-3053 Laaben
   T: +43 (0) 2774-29 330
   E: [email protected]
   I: www.animal-spirit.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ANI

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