Was Menschen glücklich macht

Ein Vortrag von Bert Hellinger

Wien (OTS) - Bert Hellingers Lebenswerk ist seine Form des Familien-Stellens, das er unter dem Einfluss der Gruppendynamik, der Primärtherapie, der Transaktionsanalyse und verschiedener hypnotherapeutischer Verfahren entwickelt hat. In seinem Abendvortrag am 1. Oktober sprach er im Rahmen seiner Ausbildungsreihe am Institut Trinergy International vor über 500 interessierten Zuhörern zum Thema "Was Menschen glücklich macht."

"Seid ihr bereit für das Glück?" fragt Bert Hellinger zur Einleitung sein Publikum, um es dann auch gleich auf den Weg zum persönlichen Glück zu führen. Die ersten Schritte dieses Weges bestehen aus mehreren Meditationen, die das Publikum mit geschlossenen Augen mitmacht. Hellinger beginnt ganz am Anfang:
"Glück hat zu tun mit Liebe und Leben. Alles Leben entsteht aus der Liebe zwischen Mann und Frau". Die Eltern haben uns ins Leben gebracht, dafür gebührt ihnen Dank. In einfachen Worten werden die Zuhörer zu einer Versöhnung mit den Eltern, speziell mit der Mutter, geführt. Negative Bilder werden aufgelöst, was dann bleibt, ist eine Liebe, die nicht fordert und nicht verurteilt. Hellinger leitet an, die Eltern so zu nehmen, wie sie sind.

Denn das ist laut Hellinger die Voraussetzung für eine gelungene Beziehung mit einem Partner. Und er räumt auch gleich auf mit dem Bild vom idealen Partner: "Was heißt ideal? Du bist genau wie ich... das heißt ideal? Aber wenn es kein Gegenüber gibt, keine Unterschiede, wo ist dann die Paarbeziehung? Wir wachsen in der Beziehung nur, weil der Partner unterschiedlich ist und dann fangen wir auch an ihn zu lieben, genau wie er ist". "Ich liebe dich genau so, wie du bist. So wie du bist, bist du für mich richtig." Wer diese Sätze aufrichtig zu seinem Partner sagen kann, kennt die Straße des Glücks, die Hellinger meint.

Glück kann stets wachsen. Grundsätzlich sind wir auf die Erlangung von "mehr" ausgerichtet. Mehr Leben, mehr Liebe, mehr Glück, mehr Gesundheit, mehr Erfolg. Wendet sich diese Ausrichtung aber dem "weniger" zu, dann streben wir zum Unglück.

Hellinger zeigt seine neue Methode systemisch zu intervenieren anhand eines Paars, das auf die Bühne kommt. Die beiden werden nicht nach ihrem Anliegen gefragt, sie erzählen nichts über ihre Beziehung. An ihrer Stelle werden zwei Stellvertreter für sie aufgestellt, die sich nun im System des Paares befinden. Ihre Bewegungen sind während der Aufstellung nicht mehr ihre eigenen, stattdessen lassen sie sich von der Dynamik des Systems führen.

Hellinger fordert sie auf, diesen Bewegungen nachzugeben, denn sie sind darauf ausgerichtet "zusammenzuführen, was getrennt war".

Die Interventionen Hellingers kommen ohne viele Worte aus, auch die von ihm angeleiteten Gesten sind spärlich. Einmal lässt er alle in der Aufstellung in die gleiche Richtung auf etwas Größeres blicken, das wirkt lösend. Dort, jenseits von Schuld und Unschuld, werden auch die Ausgeschlossenen wieder ins System integriert und stehen damit dem Paar nicht länger im Weg zum Glück. Ebenso heilend wirken die sehr reduzierten Botschaften, die still an einander gerichtet werden. Oft reicht schon ein gedachtes "Danke" oder "Bitte bleib!", um eine hilfreiche Dynamik auszulösen.

Der Frau auf der Bühne hat die Mutter gefehlt. Als in ihrer Herkunftsfamilie das System wieder in Ruhe war, konnte die Beziehung zu ihrem Partner gelingen. Mehr erfährt das Publikum nicht. Aber die Wirkung der Aufstellung ist dem Paar deutlich anzusehen, als es erleichtert die Bühne verlässt.

In seinen abschließenden Worten spricht Bert Hellinger vom einfachen Glück: "Das Glück ist nahe und das Glück ist einfach. Nichts Großes, denn das Glück ist tief. Das einfache, alltägliche Leben ist das glückliche Leben." Auf Glück braucht man nicht zu warten, sagt Hellinger, es besteht aus den einfachen Bewegungen, die uns verbinden. Und fügt an, dass wer glücklich werden will, sich in den Dienst einer Sache oder einer Beziehung stellen muss: "Wir werden glücklich, wenn wir dienen. Sobald jemand dient, wird der glücklich. Wo das Dienen nachlässt, lässt das Lieben nach, lässt das Glück nach. Und was machen wir? Wir tun etwas Einfaches, das den anderen und uns glücklich macht." Und dann findet er wieder zum Anfang zurück: "Was ist die größte Freude? Wenn Eltern auf ein kleines Kind schauen. Das ist die Freude am Leben."

Mit einem Gleichnis zu diesen Gedanken endet der Abendvortrag mit dem über achtzigjährigen Entwickler des Familien-Stellens, der seinerseits sein Leben in den Dienst der steten Weiterentwicklung dieser Lehre gestellt hat.

Näheres über Bert Hellinger und seine Lehre können Sie unter www.hellinger.com erfahren.

Fotos zum Vortrag stehen auf der Homepage von Trinergy International zum Download zur Verfügung:
http://www.ots.at/redirect.php?hellinger

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Lisbeth Christely, BGC, Tel: 0699 123 91 631
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Claudia Koller, Trinergy International, Tel: 985 10 60
claudia.koller@trinergy.at

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