BMGFJ zu Melamin-Überprüfungen: 108 Proben ausgewertet - eine positive Probe

Keine Gesundheitsgefährdung für Konsumentinnen und Konsumenten

Wien, 02. Oktober 2008 (OTS) - Seit mehr als 14 Tagen werden im Rahmen einer Schwerpunktaktion zur Untersuchung von einschlägigen Produkten auf Melamin von der Lebensmittelaufsicht in allen Bundesländern Proben aus Restaurants, Einzelhandelsläden und Asia-Shop gezogen und auf das Vorhandensein von Melamin untersucht. Melamin ist eine Substanz die in Plastikverpackungsmaterialien natürlich vorkommt, von dort in das Lebensmittel natürlicher Wiese einwandern kann und daher in geringsten Mengen zulässiger Weise nachgewiesen werden kann. Aus diesem Grunde wurde ein Grenzwert von 30 mg pro kg festgelegt.

Wegen des so genannten Melamin-Skandals in China hat die Europäische Union einen Grenzwert von 2,5 mg/kg festgelegt, da in China Milch bewusst mit Melamin verfälscht wurde um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen.

Bis dato liegen 184 Proben vor, von denen 107 bereits mit einem negativen Untersuchungsergebnis befundet wurden. Lediglich in einer Probe (Milchshake) wurden 26 mg/kg Melamin nachgewiesen. Aus diesem Grunde liegt keine Gesundheitsgefährdung für die Konsumenten vor.

Produkte aus China, die mehr als 50 Prozent Milchanteil aufweisen, dürfen seit 2002 nicht in die Europäsiche Union eingebracht werden. Seit vergangenen Donnerstag sind sämtliche Produkte die einen Milchgehalt zwischen 15 und 50 Prozent aufweisen vor der Verzollung auf Melamin zu untersuchen. Wird der festgelegte Grenzwert von 2,5mg/kg überschritten ist diese Ware zu vernichten.

Auf Grund der von den meisten Europäischen Importeuren durchgeführten Rückholaktionen von auffällig gewordenen Produkten und durch die strengen Kontrollen der Lebensmittelaufsichtebehörden der Bundesländer ist eine Gesundheitsgefährdung der Konsumenten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben.

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