- 01.10.2008, 12:46:55
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ÖAMTC: Erhöhung des Biospritanteils ja, aber nicht um jeden Preis
Club fordert Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Erzeugung von Biosprit
Wien (OTS) - Grundsätzlich begrüßt der ÖAMTC die Erhöhung des
Bioanteils in herkömmlichen Kraftstoffen von derzeit 4,3 auf 5,75
Prozent, die heute in Österreich in Kraft tritt. "Allerdings muss
seitens der Automobilindustrie sichergestellt sein, dass der erhöhte
Bioanteil zu keinen betrieblichen Problemen bei Fahrzeugen führt.
Außerdem müssen Herstellungsprozess, Energieversorgung und Transport
des Biosprits möglichst umweltfreundlich erfolgen und klaren
Nachhaltigkeitskriterien unterliegen", betont Mario Rohracher, Chef
der ÖAMTC-Interessenvertretung.
* Freigaben durch die Automobilindustrie: Hier ist zwischen Diesel
und Benzin betriebenen Fahrzeugen zu unterscheiden. "Um die
gesetzliche Vorgabe zu erreichen, ist derzeit ausschließlich eine
Erhöhung des Biodieselanteils zu befürworten, weil die Freigabe für
eine erhöhte Beimischung von Bioethanol in Benzin derzeit nur
eingeschränkt von den Automobilherstellern erfolgt ist. Eine
überdurchschnittliche Erhöhung des Biodieselanteils z.B. auf sieben
Prozent kann laut Fahrzeugindustrie problemlos erfolgen", sagt der
Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Der gesetzlich geforderte
5,75-Prozent-Anteil an Biokraftstoffen ist auf den gesamten
Kraftstoffmarkt umzulegen.
Dieses Ziel ist aus Sicht des ÖAMTC mit folgenden Maßnahmen
kurzfristig zu erreichen:
- überproportionale Erhöhung des Biodieselanteils,
- Forcierung des Verkaufs von reinem Biodiesel etwa für Lkw-Flotten
und landwirtschaftliche Nutzfahrzeugen
- sowie von 85-prozentigem Bioethanol (E85).
* Keine Nachteile für Konsumenten: "Jede geänderte Zusammensetzung
unseres Kraftstoffes darf aber keinesfalls der Mineralölindustrie als
Argument für eine weitere Verteuerung dienen. Der ÖAMTC wird mit
Hilfe seiner Spritpreis-Datenbank die Preisentwicklung genau im Auge
behalten und gegebenenfalls die Wettbewerbsbehörde über
außergewöhnliche Teuerungen informieren", sagt Rohracher
abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at
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