So wird aus einem Pappel-Wald plötzlich Strom - BILD/ANHANG

"Tag der Bioenergie" in der Landwirtschaftlichen Fachschule Hafendorf bei Kapfenberg / Schwerpunkte: Energieholz und Biogas

Graz (OTS) - Bei einer internationalen Fachtagung werden sich
morgen (27. September 2008) in Kapfenberg Experten aus Deutschland, Italien und Österreich mit den neuen Einsatzmöglichkeiten von Bio-Energie auseinandersetzen. Die Energie Steiermark wird dabei vor allem das Projekt "Energieholz" vorstellen und über Möglichkeiten der Biogasaufbereitung informieren.

Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer haben die Experten der Energie Steiermark vor über einem Jahr ein Forschungsprogramm auf die Beine gestellt, um das ideale Wachstum von Energiehölzern zu testen. Landwirte, die entsprechende Flächen zur Verfügung stellen, werden seither mit 500 Euro pro Hektar gefördert.

Mittlerweile wachsen bereits an mehreren Standorten in der Steiermark auf insgesamt über 160 Hektar so genannte Kurzumtriebswälder mit "Energiepappeln". Diese schnell wachsenden Holzsorten werden als erneuerbare Energieträger in der Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Mit der Ernte von einem Hektar Wald lässt sich immerhin der Jahres-Energiebedarf von rund 20 Einfamilienhäusern decken.

Aus 20 Zentimeter langen Steckhölzern, die im März ausgepflanzt werden, können bereits nach zwei Jahren sieben bis 10 m hohe Energiewälder entstehen, die für die Ernte im Winter bereit stehen. Für steile Flächen, die nicht mit einer Erntemaschine befahren werden können, lässt man die Bäume bis zu fünf Jahre lang wachsen, sodass sie wie normale Waldbäume abgeerntet werden. Derartige Bäume werden mit einer geringeren Baumzahl je Hektar bestückt. Durch die längere Wuchsdauer werden sie bis zu 25 m hoch und über 20 cm dick. Nach der Ernte wachsen die Bäume wieder, ohne neu ausgepflanzt zu werden, von neuem aus.

Mit einer bis zu vier Meter langen Wurzel können Pappelhölzer auch auf Flächen gedeihen, die für die herkömmliche Getreideproduktion nicht geeignet sind. Beispiele dafür wären ehemalige Schotterabbaugebiete, Bahn- und Straßenböschungen, ehemalige Bergbaugebiete und die vielen Steilflächen, die im Ackerbau Erosionen auslösen würden, welche Österreich in großer Anzahl hat.

Im Rahmen des "Tages der Bioenergie" (Programm anbei) stehen auch Vorführungen von Techniken der Pflege, Ernte und Aufbereitung auf dem Programm. Bei Führungen durch Anbauflächen in Hafendorf werden die neuesten Züchtungen präsentiert.

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