• 24.09.2008, 10:49:58
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Kaltenegger und Lopatka: Bewusstsein für gesunden und aktiven Lebensstil stärken

Forum Land und Sportstaatssekretariat präsentieren Broschüre "Gesund (er)leben"

Wien (OTS) - "Mit der Kampagne 'Gesund (er)leben' wollen wir das
Wissen und das Bewusstsein - vor allem junger Menschen - für einen
gesunden und aktiven Lebensstil stärken. Dabei spielt die
Wertschätzung gesunder österreichischer Produkte eine wichtige
Rolle", erklärt heute Fritz Kaltenegger, Geschäftsführer von Forum
Land, bei einer Pressekonferenz. "Gerade Jugendliche am Land werden
von Gesundheits- und Bewegungsprojekten nur sehr gering angesprochen.
Durch unsere erstmalige Kooperation mit Forum Land und organisiertem
Sport können wir gezielt auf ihre Bedürfnisse und Interessen
eingehen. Der soziale Aspekt und der Spaßfaktor steht im Vordergrund,
um Jugendliche langfristig zu motivieren", betont Sportstaatssekretär
Reinhold Lopatka.

"Die Lebens- und Arbeitswelt der ländlichen Bevölkerung und hier
speziell der rund 200.000 Betriebsführer in der Land- und
Forstwirtschaft und ihrer Familien ist von harter körperlicher Arbeit
gekennzeichnet. Daher ist es kaum verwunderlich, wenn nur rund 6,2%
der Bauern darüber hinaus sportlich aktiv sind. Trotzdem spielt eine
ausgleichende, entspannende Bewegung zu der oft einseitigen
körperlichen Arbeit eine wichtige Rolle", unterstrich Lopatka.
Ingesamt bestehe ein großes Interesse an Gesundheitsthemen bei den
Landwirten: "82,9% sind laut einer Gesundheitsbefragung der
Sozialversicherung der Bauern am Thema Gesundheit interessiert, daher
bin ich vom Erfolg dieser Initiative überzeugt", so der
Staatssekretär.

EU-Studie macht auf Problem Übergewicht aufmerksam

Jugendliche ernähren sich immer weniger bewusst und sind weniger
sportlich aktiv. Kaltenegger verwies dazu auf die kürzlich
veröffentlichte HELENA-Studie (Healthy Lifestyle in Europe by
Nutrition in Adolescence), die zu einem alarmierenden Ergebnis kommt.
Europaweit sind 27,6% der Burschen und 21% der Mädchen übergewichtig.
Wien liegt dabei über dem europäischen Schnitt: 28,5% der Knaben
gelten hierzulande als übergewichtig. Im jugendlichen Alltag wird
kaum auf gesunde Ernährung geachtet und immer weniger Sport
betrieben. Es ist schwer, sich an den Schulen gesund zu ernähren. Nur
an 55% der Wiener Schulen gibt es beispielsweise frisches Obst zu
kaufen, aber an 80% der Schulen kann man Softdrinks und ungesunde
Snacks erstehen.

"Regelmäßige Bewegung und ausgeglichene Ernährung sind die
wirksamsten Präventionsmaßnahmen", erläuterte Lopatka angesichts der
dramatischen Entwicklung bezüglich Übergewicht, Adipositas und
dadurch bedingte Zivilisationskrankheiten. "Es geht nicht darum,
Süßes oder Fettes zu verbieten beziehungsweise nur Marathon zu
laufen, sondern darum, alles in Maßen genießen zu können und sich
regelmäßig sportlich zu betätigen", sagte Lopatka.

Neue Broschüre gibt wichtige Tipps

"Dabei kann gesunde und bewusste Ernährung ganz einfach sein. In
Österreich werden qualitativ hochwertige Lebensmittel produziert und
schonend verarbeitet", erklärte Kaltenegger und nannte einige
wertvolle Tipps aus der Broschüre. Wichtig sei, sich seine eigenen
Ernährungsgewohnheiten vor Augen zu führen. Weiters werden in dem
Heft die wichtigsten Nährelemente, die gefährlichsten Fette und
besten Fatburner beschrieben sowie die bedeutenden Bausteine für die
Funktion des Körpers vorgestellt. So deckt zum Beispiel ein Glas
Milch ein Sechstel des Tagesbedarfes an Eiweiß. Kaltenegger wünscht
sich daher verstärkte Schulmilchaktionen. Als Jause für Schule und
Arbeit eigenen sich auch Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

Gesunde Lebensmittel aus heimischer Produktion kaufen

"Rund 200.000 österreichische bäuerliche Familienbetriebe liefern
Lebensmittel in höchster Qualität, die noch dazu durch kurze
Transportwege rasch zur Verarbeitung kommen und so obendrein noch
einen Beitrag zum Klimaschutz leisten", gab Kaltenegger zu bedenken.
So produzieren die Wiener Gärtner vor den Toren der Großstadt
jährlich 50.000 t frisches und knackiges Gemüse, das auf kürzestem
Weg zu den Konsumenten kommt. Die Kunden vertrauen auf die heimische
Lebensmittelqualität, laut einer "market"-Studie kaufen 85% von ihnen
am liebsten Produkte aus Österreich. Die Broschüre stellt daher auch
Regionalität und Saisonalität beim Lebensmittelkauf in den
Vordergrund.

Maßnahmen der Kampagne "Gesund (er)leben"

Im Rahmen des Erntedankfestes 2008 am Wiener Heldenplatz war auch
eine Bewegungsstation aufgebaut, bei der Besucher ihre
Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit testen konnten. Bei den
verschiedenen Übungen ließen über 300 Besucher einen Fitness-Check
machen. Die Jungbauernschaft motivierte auch heuer wieder 105
Läuferinnen und Läufer aus ganz Österreich beim Vienna City Marathon
an den Start zu gehen, auch Sportstaatssekretär Lopatka war unter den
Läufern.

Im Frühjahr 2009 erfolgt der Start eines Preisausschreibens, bei
dem Jugendliche und Vereine auf Gemeindeebene einen Projekttag zum
Thema "Ernährung und Bewegung" gestalten. Weitere Kernpunkte des
Bewegungs- und Ernährungsprojekts "Gesund (er)leben" sind neben der
Lebensstilbroschüre vor allem Bewegungsprogramme und Workshops mit
den lokalen Sportvereinen sowie Workshops zum Thema bewusste
Ernährung. Die Bestellung der Broschüre ist für Schulklassen und
Vereine per Mail unter [email protected] möglich.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

Forum Land
   Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien
   Tel.: 01/505 81 73-0
   Fax: 01/505 81 73-65
   mailto: [email protected] 
   http://www.forum-land.at

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