• 24.09.2008, 10:11:44
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ÖAMTC-Umfrage: Rowdy trifft risikoscheue Wenigfahrerin - eine Risikotypologie unter Österreichs Autofahrern, Teil 2 (+Grafik)

Stichprobenerhebung in Landeshauptstädten spiegelt Umfrageergebnisse wider. Ein Online-Test gibt Aufschluss über eigenes Risikobewusstsein

Wien (OTS) - Auf Basis aller erhobenen Daten der ÖAMTC-Umfrage
kristallisieren sich in beiden Gruppen jeweils drei Clustertypen
heraus: Unter den Autofahrern gibt es 51 Prozent "Risikoscheue
Wenigfahrer", 40 Prozent "Überlegte Alltagssünder" und 9 Prozent
"Risikobereite Vielfahrer". Bei den Fahranfängern: 51 Prozent
"Korrekte Frischlinge", 37 Prozent "Kleine Verkehrssünder", 12
Prozent "Rowdys".

"Risikoscheue Wenigfahrer" sind eher weiblich, der Großteil von
ihnen besitzt den Führerschein seit mehr als 20 Jahren und hat eine
unterdurchschnittliche Jahreskilometer-Leistung. Die "Überlegten
Alltagssünder" sind männlich dominiert, berufstätig und nützen das
Auto auch stärker beruflich als andere. Sie sind großteils zwischen
30 und 59 Jahren alt und haben oft Kinder. "Risikobereite Vielfahrer"
sind vorwiegend Männer. Ein Drittel von ihnen ist zwischen 21 und 29
Jahren alt, nicht selten verfügt diese Gruppe über eine höhere
Bildung. Sie nutzen das Auto überdurchschnittlich und legen privat
und beruflich mehr als 20.000 Kilometer im Jahr zurück.

Bei den Fahranfängern zeichnen sich in der ÖAMTC-Umfrage die
"Korrekten Frischlinge" allgemein durch ein sehr korrektes
Fahrverhalten aus. Sie sind eher weiblich, 17-20 Jahre alt, fahren
wenig und dann hauptsächlich privat und haben seltener ein eigenes
Auto. Die "Kleinen Verkehrssünder", Alter meist zwischen 19 und 22
Jahren, sind oftmals Absolventen einer AHS oder BHS. Sie begehen
häufig kleinere Verkehrssünden wie bei Gelb über die Ampel fahren und
ohne Freisprecheinrichtung telefonieren. "Rowdys", öfter 23-25 Jahre
alt und männlich, sind Vielfahrer, die generell öfter Verkehrssünden
als andere begehen, auch schwerere. Von "Gelb über die Ampel fahren",
ohne Freisprecheinrichtung telefonieren bis hin zum Drängeln. Man
findet die "Rowdys" öfters in rein ländlicher Umgebung und in
Kleinstädten.

"Die Clusterung der 'Fahrercharaktere' zeigt, dass jeder Fahrertyp
bei den Anfängern auch seine Entsprechung bei den Routiniers hat",
sagt ÖAMTC-Expertin Dora Donosa und führt einige Beispiele an:

* Zwei Drittel der "Risikobereiten Vielfahrer" und "Rowdys" fahren
auf der Autobahn zu schnell, etwa ein Drittel in Ortsgebiet,
Baustellenbereich und 30er-Zonen.

* Ein Drittel der "Überlegten Alltagssünder" und "Kleinen
Verkehrssünder" sind in 30er-Zonen undiszipliniert unterwegs.

* Die Hälfte der "Risikoscheuen Wenigfahrer" und der "Korrekten
Frischlinge" fahren langsamer, als die "anderen".

* 35 Prozent der "Risikobereiten Vielfahrer" und 44 Prozent der
"Rowdys" haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen
Strafzettel wegen überhöhter Geschwindigkeit erhalten.

Bundesländer-Stichprobenerhebung bestätigt Ergebnisse der
ÖAMTC-Umfrage

Um sich direkt ein Bild auf Österreichs Straßen zu verschaffen,
hat der ÖAMTC in allen Landeshauptstädten Stichprobenerhebungen
durchgeführt. Bei gleichen Wetterbedingungen wurde im Morgenverkehr
jeweils an einer frequentierten Kreuzung mit Ampel und Abbiegespur
überprüft, welche Verkehrsdelikte am häufigsten begangen werden. Und
hier sind die Spitzenreiter:

* Lenker ohne Gurt unterwegs: Graz (40 Prozent), gefolgt von
Eisenstadt (36 Prozent), Wien (25 Prozent), St. Pölten (23 Prozent),
Linz (22 Prozent), Innsbruck (19 Prozent), Salzburg (15 Prozent),
Klagenfurt (14 Prozent) und Bregenz (9 Prozent). Viele Gurtenmuffel
waren unter Lieferanten, Taxifahrern und Bauarbeitern zu beobachten,
aber auch Fahrer in chicer Business-Kleidung waren darunter.

* Bei Rot über die Kreuzung: Hier war zu beobachten, dass viele
Fahrer noch schnell aufs Gas steigen, wenn es Gelb wird. Mit dem
Erfolg, dass sich das Auto bei Rot noch im Kreuzungsbereich befindet.
Trauriger Spitzenreiter bei den Stichproben war wieder Graz mit 17
Prozent der beobachteten Autos, vor Wien (7 Prozent), Innsbruck (4
Prozent), St. Pölten (3 Prozent), Salzburg (2 Prozent) und Eisenstadt
bzw. Linz (1 Prozent), Bregenz (0 Prozent).

* Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch das Abbiegen ohne Blinken
in der Abbiegespur: Eisenstadt (54 Prozent) vor Innsbruck (51
Prozent), Graz (31 Prozent), St. Pölten (26 Prozent), Wien (7
Prozent), Salzburg (4 Prozent) und Linz bzw. Bregenz (jeweils 3
Prozent).

Online-Test gibt Aufschluss über eigenes Risikobewusstsein

Der ÖAMTC bietet unter www.oeamtc.at/selbsttest einen kurzweiligen
Online-Test "Sind Sie risikofreudig?" an. Mithilfe von zehn Fragen
kann man feststellen, ob man zur Spezies der risikoscheuen Fahrer,
der überlegten Alltagssünder oder risikobereiten Vielfahrer gehört.
Auch Mischtypen werden beim Ergebnis berücksichtigt.

Aviso an die Redaktionen:
Grafiken zu dieser Aussendung sind unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar. Online-Test unter www.oeamtc.at/selbsttest

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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