• 24.09.2008, 10:06:12
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ÖAMTC-Umfrage: Risikoscheu, überlegt oder draufgängerisch? So ticken Österreichs Autofahrer, Teil 1 (+Grafik)

Fahrerfahrung, Alter und Geschlecht beeinflussen Risikoeinschätzung

Wien (OTS) - Bei Gelb in die Kreuzung. Mit dem Handy am Ohr. Ein
paar km/h zuviel und zu dicht am Vordermann. Riskante Überholmanöver.
Werden solche Delikte von allen Autofahrern als gleich gefährlich
eingestuft und dennoch begangen? Eine repräsentative Umfrage des
ÖAMTC unter 2000 Autofahrern gibt jetzt Aufschluss darüber, wie
Österreichs Autofahrer Risiken im Straßenverkehr einschätzen und wie
riskant sie sich selbst verhalten. Die Risikoeinschätzung wird
grundsätzlich stark von der subjektiven Wahrnehmung und der Erfahrung
beeinflusst. Alter und Geschlecht spielen dabei ebenso eine Rolle wie
Fahrroutine. "Um ein präzises Bild von Österreichs Autofahrern zu
bekommen, haben wir sie bei der Auswertung in zwei Gruppen
eingeteilt: Es wurde nicht nur die Gesamtheit der Autofahrer
untersucht, sondern auch die Führerscheinneulinge, die seit maximal
drei Jahren den Führerschein besitzen, extra unter die Lupe
genommen", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa.

Top-Risikosituationen - nicht angepasste Geschwindigkeit an
erster Stelle

Auf die offene Frage, welche die Top-Risikosituationen im
Straßenverkehr sind, antworten beide Gruppen "nicht angepasste
Geschwindigkeit", (46 Prozent der Autofahrer, 42 Prozent der
Führerscheinneulinge). Danach weichen die Einschätzungen voneinander
ab: Die Gesamtheit der Autofahrer nennt an zweiter Stelle gefährliche
Überholmanöver (30 Prozent), weiters Telefonieren ohne
Freisprechanlage und SMS versenden bzw. zu geringer Abstand (jeweils
25 Prozent), gefolgt von Alkohol und Drogen mit 24 Prozent. Bei den
Anfängern rangieren Alkohol und Drogen (34 Prozent) an zweiter
Stelle. "Hier spiegelt sich das größere Problem von Alkohol am Steuer
bei jugendlichen Verkehrsteilnehmern sowie die strengeren
Bestimmungen für Probeführerscheinbesitzer (0,1 Promillegrenze)
wider", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Weiters gereiht sind
gefährliche Überholmanöver (23 Prozent), schlechtes Wetter (16
Prozent), Telefonieren und SMSen (15 Prozent) und zu geringer Abstand
(13 Prozent). "Generell nennen Fahranfänger weniger Risikosituationen
im Straßenverkehr, was sich auf ihre fehlende Erfahrung zurückführen
lässt", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Unsitten und Lieblingsversäumnisse beim Thema Sicherheit

Generell zeigt sich, dass Anfänger eher zu riskantem Verhalten
neigen als die Autofahrer gesamt. So geben 28 Prozent an, bei Gelb in
die Kreuzung zu fahren (Routiniers: 16 Prozent). Ebenfalls 16 Prozent
der Neulinge telefonieren ohne Freisprecheinrichtung während des
Fahrens (Routiniers: 8 Prozent). Auch bei der Konzentration und
Aufmerksamkeit sowie beim Einhalten des Abstandes zum Vordermann sind
die erfahrenen Autofahrer überlegter. Fahranfänger neigen eher dazu,
sich übermüdet hinter das Steuer zu setzen wie auch riskante
Überholmanöver einzugehen.

Der technische Zustand des Autos ist nicht allen ein gleich großes
Anliegen. Fahranfänger beispielsweise sind nachlässiger, wenn es
darum geht, kleine Schäden am Auto so schnell wie möglich zu
reparieren. "Das liegt daran, dass sie seltener ein eigenes Auto
besitzen und dies demnach oft von den Eltern übernommen wird bzw.
ihnen selbst manchmal das Geld für anstehende Reparaturen fehlt",
erklärt die ÖAMTC-Expertin. Und außerdem bewahrheitet sich in der
Umfrage ein altes Rollenklischee: So neigen Frauen dazu, bei der
Wartung des Autos Verantwortung abzugeben. "Das regelmäßige
Überprüfen der Lampenfunktion und des Reifenzustandes bzw. das
Checken der Flüssigkeiten beim Tankstopp hat keine große Priorität",
sagt Donosa.

Aviso an die Redaktionen:
Grafiken zu dieser Aussendung sind unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar.Fortsetzung folgt.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

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