Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Zum Schießen komisch (von Claudia Grabner)

Ausgabe 24. Setptember 2008

Klagenfurt (OTS) - Jetzt müssen wir das Gewehr beladen, zum Schießen ist es noch zu früh. Sagt wer? Sagt Wirtschaftsminister Martin Bartenstein - und meint damit, dass Arbeitsmarkt und Konsument noch genug Puste haben, die wirtschaftliche Abkühlung durchzustehen. Ein bissl geht noch - weiß der Österreicher und erinnert sich zurück an jene Tage im April (oder war´s doch März?), als die Regierung Sofortmaßnahmen gegen die Teuerung versprochen hat. Definitiv war es im Feber, als der damalige SPÖ-Chef und Noch-Kanzler Alfred Gusenbauer mit der Forderung nach der vorgezogenen Steuerreform -weil die hohe Inflation ein umgehendes Handeln notwendig mache - die Regierungskrise losgetreten hat. Die Regierung ist zwischenzeitlich Geschichte. Die Steuerreform keineswegs vorgezogen. Sie kommt 2010 -und um eine Milliarde abgespeckt. Dafür wird die Herbstprognose - die deutlich niedriger als erwartet ausfällt - die Politik zu tollen Verbalschlachten anspornen. Ansonsten wird alles beim Alten bleiben. Weil, wie Bartenstein zu sagen pflegt, es zum Schießen noch zu früh ist ...

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