- 23.09.2008, 17:28:15
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LIF-Hofmann zu Finanzkrise: Molterer und FMA müssen handeln
LIF-Justizsprecher kritisiert Untätigkeit der Regierung - gesamteuropäische Kapitalmarkt- und Bankenaufsicht notwendig
Wien (OTS) - "Die FMA und der Finanzminister sind mit der Krise am
Finanz- und Kapitalmarkt offenbar überfordert", kritisiert
LIF-Justizsprecher Alexander Hofmann. Leerverkäufe (short selling)
könnten von Molterer und der FMA im Rahmen ihrer Aufsichtsbefugnis
als Marktmanipulation sofort gestoppt werden. Die Börse könne ohne
politische Rückendeckung einen solchen Schritt nicht setzen. "Die
Ausrede, es fehle der FMA dafür an einer gesetzlichen Grundlage,
zeugt von der Unfähigkeit der Regierung, Probleme zu erkennen und
sofort ein effizientes Krisenmanagement zu starten", betont Hofmann.
Gerade aus liberaler Sicht sei für den Kapitalmarkt eine strenge
Regulierung zu fordern, weil nur dadurch Funktion und Effizienz des
Marktgeschehens nachhaltig gesichert sind. "Der Kapitalmarkt muss
daher im Sinne eines Monitoring auch ständig beobachtet werden. Auf
Transparenzdefizite oder neue Strategien der Kursmanipulation ist
sofort zu reagieren", so Hofmann.
Die gegenwärtige Krise mache daher auch die Notwendigkeit einer
europäischen Kapitalmarkt- und Bankenaufsicht deutlich. "Die 27
nationalen Aufsichtsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten sind allein zu
schwach und zu zahnlos, um mit der Dynamik der Marktentwicklung
Schritt zu halten. Sie müssen sich besser vernetzen und zu einer
gesamteuropäischen Behörde zusammengefasst werden. Auf diese Weise
könnten sich die europäischen Kapitalmarktwächter auch effizienter
mit den ausländischen Aufsichtsbehörden koordinieren, um aufkeimende
Krisen schneller abzufangen", schloss Hofmann.
Rückfragehinweis:
LIF - Die Liberalen Presse
Tel.: 0676 / 848 905 406
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