LIF-Hofmann zu Finanzkrise: Molterer und FMA müssen handeln

LIF-Justizsprecher kritisiert Untätigkeit der Regierung - gesamteuropäische Kapitalmarkt- und Bankenaufsicht notwendig

Wien (OTS) - "Die FMA und der Finanzminister sind mit der Krise am Finanz- und Kapitalmarkt offenbar überfordert", kritisiert LIF-Justizsprecher Alexander Hofmann. Leerverkäufe (short selling) könnten von Molterer und der FMA im Rahmen ihrer Aufsichtsbefugnis als Marktmanipulation sofort gestoppt werden. Die Börse könne ohne politische Rückendeckung einen solchen Schritt nicht setzen. "Die Ausrede, es fehle der FMA dafür an einer gesetzlichen Grundlage, zeugt von der Unfähigkeit der Regierung, Probleme zu erkennen und sofort ein effizientes Krisenmanagement zu starten", betont Hofmann.

Gerade aus liberaler Sicht sei für den Kapitalmarkt eine strenge Regulierung zu fordern, weil nur dadurch Funktion und Effizienz des Marktgeschehens nachhaltig gesichert sind. "Der Kapitalmarkt muss daher im Sinne eines Monitoring auch ständig beobachtet werden. Auf Transparenzdefizite oder neue Strategien der Kursmanipulation ist sofort zu reagieren", so Hofmann.

Die gegenwärtige Krise mache daher auch die Notwendigkeit einer europäischen Kapitalmarkt- und Bankenaufsicht deutlich. "Die 27 nationalen Aufsichtsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten sind allein zu schwach und zu zahnlos, um mit der Dynamik der Marktentwicklung Schritt zu halten. Sie müssen sich besser vernetzen und zu einer gesamteuropäischen Behörde zusammengefasst werden. Auf diese Weise könnten sich die europäischen Kapitalmarktwächter auch effizienter mit den ausländischen Aufsichtsbehörden koordinieren, um aufkeimende Krisen schneller abzufangen", schloss Hofmann.

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