Liste FRITZ: Hauser: Gesundheitssystem nicht durch Privatisierungstendenzen gefährden

Einsparungspotential durch Zusammenlegung der Kassen nützen - bestehende Ungerechtigkeiten beseitigen

Wien (OTS) - "Ich bin seit rund 20 Jahren Medizin-Journalist. Aus dieser Erfahrung heraus weiß ich, dass alle Akteure im Gesundheitssystem, seien es nun Ärzte oder Patientenvertreter, sehr wohl an dessen langfristiger Sicherung interessiert sind. Es scheitert lediglich an den politischen Akteuren, die einen Interessenausgleich nicht wirklich wollen", kritisierte heute Herbert Hauser, Bürgerforum Österreich - Liste Fritz Dinkhauser.

Die Strukturen des Gesundheitssystems seien seit rund 30 Jahren nahezu unverändert und demzufolge nicht mehr in der Lage, all die Umwälzungen der vergangenen und kommenden Jahre finanzieren zu können. " Die politischen Akteure müssen endlich aufwachen und an Langfrist-Lösungen arbeiten", so Hauser. Ein erster Schritt: Die Harmonisierung der Systeme. "Wir brauchen keine unterschiedlichen Kassen, die mit ihren Verwaltungsapparaten genau jenes Geld verschlingen, das direkt den Patienten zu gute kommen könnte und der Qualität ihrer Versorgung", so Hauser. Außerdem würde eine Harmonisierung der Systeme auch bestehende Ungerechtigkeiten -anderes Bundesland, andere Kasse, unterschiedliche Leistungen -beseitigen.

Eine klare Absage erteilte Hauser den bestehenden Privatisierungstendenzen. "Nach den derzeitigen Vorschlägen könnten zum Beispiel ambulante Versorgungszentren auch von jedem Unternehmer betrieben werden. Die Gesundheit aber ist ein zu wichtiges Gut, als dass man sie dem freien Markt überantworten könnte. Noch haben wir im internationalen Vergleich ein sehr gutes Versorgungssystem. Dieses muss langfristig gesichert werden. Das gelingt nicht durch Privatisierung. Die politischen Entscheidungsträger müssen in die Gänge kommen und sich ernsthaft mit der Problematik beschäftigen", so Hauser abschließend.

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