• 23.09.2008, 13:00:42
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AK und ÖGB: Private Nachfrage stärken

Tumpel und Hundstorfer fordern kräftige Entlastung der ArbeitnehmerInnen und sofortige arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Wien (OTS) - "Mit der Konjunkturschwäche droht jetzt ein Anstieg
der Arbeitslosigkeit - das sagen uns die Wirtschaftsexperten voraus.
Wir müssen jetzt sofort handeln, um die Arbeitsplätze in Österreich
zu sichern", sagen AK Präsident Herbert Tumpel und ÖGB-Präsident
Rudolf Hundstorfer. Bis 2009 wird ein Anstieg um 25.000 Arbeitslose
prognostiziert. Die Gründe für die Konkunkturschwäche in Österreich:
die private Nachfrage schwächelt. Bis 2009 wird ein weiterer Anstieg
um 25.000 Arbeitslose prognistiziert. Die Gründe für die
Konjunkturschwäche in Österreich: die private Nachfrage schwächelt.
"Rasant steigende Preise und hohe Lohnsteuern führen dazu, dass sich
die Menschen immer weniger leisten können", so Hundstorfer und
Tumpel. Die Preise steigen 2008 um 3,5 Prozent, die Reallöhne sind um
0,7 Prozent gesunken. Hundstorfer und -Tumple fordern eine Entlastung
durch die Senkung der Mehrwertsteuer für die Arbeitnehmer, um die
Kaufkraft zu stärken, eine Stabilisierung der Infrastrukturausgaben
und nachfrageseitige Maßnahmen, um die notwendigen Wachstumsimpulse
zu setzen. "Wir müssen jetzt sofort handeln wenn wir eine Situation
wie in den Jahren 1991 und 1992 verhindern wollen." Damals
provozierte man einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 62.000
Arbeitslose, weil die Warnungen der Wirtschaftsforscher ignoriert
wurden und man erst viel zu spät handelte.
Das Wifo (Wirtschaftsforschungsinstitutes) geht in seiner letzten
Prognose von einer Wachstumsabschwächung auf 1,4 Prozent im Jahr 2009
aus. Nach den jüngsten Ereignissen ist mit einer noch deutlicheren
Abschwächung zu rechnen. "Die private Nachfrage schwächelt. Wenn das
so weiter geht, riskieren wir einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dem
müssen wir sofort etwas entgegen setzen," so Hundstorfer und Tumpel.
Die beiden fordern deshalb eine Stärkung der Konsumnachfrage. "Durch
die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel könnte die Inflation
um 0,6 Prozent gesenkt werden. Wenn die Senkung an die Konsumenten
weitergegeben wird, wird auch die Kaufkraft gestärkt", so Tumpel.

Die Regierung hat für 2009 und 2010 die Finanzierung eines
umfassenden Beschäftigungspaketes zugesagt: damit soll die
Qualifizierung von Fachkräften sicher gestellt werden - vor allem in
den Bereichen, in denen ein Mangel herrscht. Für 5.000 Plätze wurde
die Förderung von Sozialpartnern und Regierung bereits vereinbart.
Hundstorfer und Tumpel fordern nun eine Aufstockung der Plätze auf
10.000. "Trotz Konjunkturabschwung wird ein Mangel an Fachkräften
beklagt. Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig in Qualifizierung zu
investieren. Die gute Ausbildung unserer Fachkräfte ist das
wichtigste um heimische Arbeitsplätze zu sichern." Weiters fordern
ÖGB und AK die Umsetzung der Beschäftigungsprogramme inklusive der
Alterteilzeit. "Das ist wichtig, um gerade ältere Menschen vor der
Arbeitslosigkeit zu schützen."

Besonders ungünstig würde sich im Jahr der Konjunkturabschwächung
2009 ein Angebotsschock am Arbeitsmarkt auswirken. Eine umgehende
Entscheidung für eine volle Ausnutzung der Übergangsregelungen am
Arbeitsmarkt für die Arbeitnehmer aus den Beitrittsländern ist daher
notwendig.
AK und ÖGB fordern deshalb
+ Stärkung der Nachfrage durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf
Lebensmittel. Damit könnte die Inflation um 0,6 Prozent gesenkt
werden. Bei einer Weitergabe an die KonsumentInnen wird auch die
Kaufkraft gestärkt
+ Stabilie Invesitionen in die Infrastruktur
+ Ein Nachfrageprogramm - in der EU und in Österreich um die
private nachfrage anzukurbeln und notwendige Wachstumsimpulse zu
setzen
+ Aufstockung der Plätze im zwischen regierung und Sozialpartnern
vereinbarten Beschäftiungsprogramm von 5.000 auf 10.000
+ Einführung des Instruments der Altersteilzeit
+ Eine Ausnützung der Übergangsfristen.

Rückfragehinweis:
Sylvia Kuba
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2331
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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