- 23.09.2008, 11:13:51
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FP-Gudenus: Jugendliche als Gewaltopfer: Prävention hat total versagt
Kuratorium für Verkehrssicherheit untermauert Warnung der Freiheitlichen
Wien, 23-09-2008 (fpd) - Es bestehe dringender Handlungsbedarf:
Niemand könne uns mehr weismachen, dass es im Jugendbereich keinen
Anstieg von Gewalt gebe. Im Gegenteil: Die Attacken werden nicht nur
häufiger sondern auch brutaler, so der Jugendsprecher der FPÖ-Wien
LAbg. Mag. Johann Gudenus.
Rund 2.600 Zehn- bis 17-jährige wurden 2007 als Opfer von Gewalt so
schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Diese Zahl gab das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Montag
bekannt. Laut Kriminalitätsstatistik des Innenministeriums werden
jährlich etwa 6.000 Fälle von Körperverletzung und Raufhandel
angezeigt, an denen Kinder und Jugendliche aktiv beteiligt sind. Die
erschreckende Tatsache, dass die Delikte der 14- bis 18-jährigen in
den vergangenen sechs Jahren beim Raufhandel um mehr als 150 Prozent
angestiegen sind, zeige deutlich, dass nun dringlich Handlungsbedarf
bestehe. Eine Strafverschärfung der Jugendgerichtsbarkeit dulde
keinen Aufschub mehr.
Diese spezielle Ausformung der Gewalt, die immer exzessiver
stattfindet und auch so empfunden wird, habe einen besonders hohen
Gewaltgrad erreicht. Der Griff zu Alkohol und anderen Suchtdrogen
verstärke das Aggressionspotenzial und das soziale Elend. Dazu kommen
Perspektivlosigkeit und Wohlstandverwahrlosung. Immer öfter werden
Familien mit ihren Problemen allein gelassen. Es sei daher
unumgänglich, sich dem Problem der krassen Unterversorgung beim
psychotherapeutischen Angebot anzunehmen und endlich mehr
Schulpsychologen einzustellen, damit Kinder, aber auch deren Eltern
die Möglichkeit haben, auch Hilfe zu bekommen, wenn sie diese
brauchen. Denn wenn bereits laut Studie 35 Prozent der 6- bis
14-jährigen angeben an Depressionen zu leiden, so sei ernsthaft Feuer
am Dach, zeigt sich Gudenus besorgt.
Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" stammen 80 Prozent der
Intensivtäter aus Migrantenfamilien, wobei Türken und Araber die
Gewaltstatistik deutlich anführen. Diese für Deutschland erhobenen
Zahlen der FAZ sind analog natürlich auch auf Österreich umlegbar. Es
sei daher für Präventivmaßnahmen überaus wichtig, offen zu legen, aus
welchem Land die Gewalttäter kommen und wie viele Polizei- und
Rettungseinsätze an Schulen definitiv stattfinden. Des weiteren müsse
man Lehrern mehr Autorität und mehr Macht zum Durchgreifen
zugestehen. Hier müsse sich im Schulwesen einiges ändern, um
nachhaltig Verbesserung zu erreichen.
Des weiteren erneuert die FPÖ Wien die Forderungen nach Strafcamps,
wo Disziplin und Ordnung gelehrt werden soll, um straffällig
gewordene Jugendliche wieder in die Lage zu bringen, ohne weitere
Straftaten zurecht zu kommen, einen verschärften Strafrechtskatalog
mit Anhebung von Strafuntergrenzen, Führerscheinverlust infolge
rechtswidriger Gewaltausübung, die Einführung einer Schnupperhaft, um
den Jugendlichen begreiflich zu machen, was auf sie zukommen kann,
die Anwendung des Erwachsenenstrafrechts bei schweren Delikten und
vermehrt Dienste an der Allgemeinheit für unmündige Straftäter sowie
eine Bekenntnisurkunde für Zuwanderer, in der sie die Anerkennung der
österreichischen Gesetze und Werte unterschreiben, fordert Gudenus.
Außerdem müsse in Wien ein generelles Messerverbot eingeführt werden
und die Förderung von Vereinen, die Gewalt begünstigen endlich ein
Ende nehmen. Vielmehr solle im Bereich Gewaltprävention gerade bei
Jugendlichen mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Der Einsatz von Musik und Sport als Aggressionsabbau habe sich schon
mehrfach bewährt und müsse unbedingt mehr gefördert werden genauso
wie eine aktive Familienpolitik, die überforderten Eltern unter die
Arme greift. Andernfalls sei schon jetzt absehbar, dass viele
Jugendliche in Österreich weiter absinken werden, was sich natürlich
auch negativ auf spätere Berufschancen auswirken werde, so Gudenus
abschließend. (Schluss) hn
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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