"trend/Bestseller": Pekarek überlegt ORF-Auslagerungen

ORF-Chefkontrollor Klaus Pekarek kann sich weitere Privatisierungen beim öffentlich-rechtlichen Sender vorstellen

Wien (OTS) - Der Stiftungsratsvorsitzende des ORF, Klaus Pekarek, kann sich weitere Auslagerungen beim öffentlich-rechtlichen Sender vorstellen, berichtet das am Mittwoch anlässlich der Österreichischen Medientage erscheinende "trend/Bestseller"-Medien-Spezial. Pekarek sieht einen solchen Schritt als mögliche Konsequenz des eben eingeleiteten Strategieprozesses am Küniglberg. "Als Ergebnis einer umfassenden politischen Diskussion könnte die Option stehen, dass man bestimmte Unternehmensteile und Sparten des ORF ausgliedert - mangels Eigentümerwillen kann man die derzeit nicht professionell führen", wird Pekarek in dem Bericht zitiert. Ein logischer nächster Schritt sei die Beteiligung von Privaten nach dem Modell der Sendetechniktochter ORS, an der sich die Raiffeisen-Beteiligungsfirma Medicur vor drei Jahren beteiligt hat. Als Beispiel dafür nennt der Chefaufseher, "dass man zum Beispiel die Landestudios mit regionalen Partnern, etwa den Bundesländerverlagen" führt. An der Spitze des Unternehmens könne zur besseren Steuerung der operativen Einheiten eine Holding stehen, an der ebenfalls private Partner beteiligt werden. Die derzeitige Stiftung müsse an dieser Holding lediglich "eine qualifizierte Mehrheit" (Pekarek) besitzen.
Wenig erfreut auf die Vorschläge seines Chefkontrollors reagiert ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz im trend/BESTSELLER-Interview:
Eine Diskussion über die Organisationsform und die Gremien könne dazu führen, "dass man auf eine Gesetzesänderung abzielt, die dann auch eine Veränderung der Geschäftsführung zu Folge hat."

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