- 23.09.2008, 10:36:30
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"trend/Bestseller": Pekarek überlegt ORF-Auslagerungen
ORF-Chefkontrollor Klaus Pekarek kann sich weitere Privatisierungen beim öffentlich-rechtlichen Sender vorstellen
Wien (OTS) - Der Stiftungsratsvorsitzende des ORF, Klaus Pekarek,
kann sich weitere Auslagerungen beim öffentlich-rechtlichen Sender
vorstellen, berichtet das am Mittwoch anlässlich der Österreichischen
Medientage erscheinende "trend/Bestseller"-Medien-Spezial. Pekarek
sieht einen solchen Schritt als mögliche Konsequenz des eben
eingeleiteten Strategieprozesses am Küniglberg. "Als Ergebnis einer
umfassenden politischen Diskussion könnte die Option stehen, dass man
bestimmte Unternehmensteile und Sparten des ORF ausgliedert - mangels
Eigentümerwillen kann man die derzeit nicht professionell führen",
wird Pekarek in dem Bericht zitiert. Ein logischer nächster Schritt
sei die Beteiligung von Privaten nach dem Modell der
Sendetechniktochter ORS, an der sich die Raiffeisen-Beteiligungsfirma
Medicur vor drei Jahren beteiligt hat. Als Beispiel dafür nennt der
Chefaufseher, "dass man zum Beispiel die Landestudios mit regionalen
Partnern, etwa den Bundesländerverlagen" führt. An der Spitze des
Unternehmens könne zur besseren Steuerung der operativen Einheiten
eine Holding stehen, an der ebenfalls private Partner beteiligt
werden. Die derzeitige Stiftung müsse an dieser Holding lediglich
"eine qualifizierte Mehrheit" (Pekarek) besitzen.
Wenig erfreut auf die Vorschläge seines Chefkontrollors reagiert
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz im trend/BESTSELLER-Interview:
Eine Diskussion über die Organisationsform und die Gremien könne dazu
führen, "dass man auf eine Gesetzesänderung abzielt, die dann auch
eine Veränderung der Geschäftsführung zu Folge hat."
Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402
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