- 22.09.2008, 13:43:48
- /
- OTS0219 OTW0219
Becher: Finanzielle Mittel für gemeinnützige Neubauten sicherstellen
"Österreichische Wohnbauförderung schneidet im Europavergleich am Besten ab"
Wien (SK) - "Der soziale und gemeinnützige Wohnbau stellt
leistbares Wohnen sicher und kurbelt durch zahlreiche Neubauten die
Wirtschaft an", erläuterte SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher bei
einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Obmann des Österreichischen
Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen, Karl Wurm, am Montag. Die
niedrigeren Mieten der gemeinnützigen Wohnungen haben überdies eine
preisdämpfende und stabilisierende Wirkung auf den gesamten
Wohnungsmarkt, so Becher. "Die Wohnbaufördermittel wurden seit 1996
nicht erhöht, jedoch kann nur eine Aufstockung den gestiegenen
ökologischen Ansprüchen und dem steigenden Bedarf an Neubauten
gerecht werden", so Becher. ****
Aus ökologischer Sicht sind gemeinnützige Bauten bedeutend, da
Niedrigenergiehäuser zum Standard zählen und mittlerweile gefordert
werden, um eine Förderung bewilligt zu bekommen. Laut einer
vorliegenden 15a Vereinbarung soll bis 2020 ein "maßgeblicher Anteil"
der zwischen 1945 und 1980 errichteten Wohnungen thermisch saniert
werden. Die Umsetzung dieser Forderung werde mit einem Großteil der
Mittel der Wohnbaufördermittel finanziert werden. Die
Gebäudesanierung dürfe jedoch nicht auf Kosten des Neubaus gehen,
stellte Becher klar.
Die Grünen haben einen Antrag eingebracht, über den am Mittwoch im
Nationalrat abgestimmt wird; dieser beinhaltet, dass alle Wohnungen
von Öl- und Gasheizungen zu energiefreundlichen Wohnungen umgerüstet
werden. Dieses Umrüsten würde mit den Mitteln der Wohnbauförderung
finanziert werden und die zukünftige Unterstützung von Neubauten
beinahe unmöglich machen. Aus diesem Grund werde die SPÖ dem Antrag
nicht zustimmen. "Wir stellen einen Antrag, in welchem wir das
Aufstocken der Wohnbauförderung fordern", bekräftige Becher.
"Mit öffentlichen Mitteln soll ein sozialer Ausgleich geschaffen
werden", so Wurm. Es dürfe nicht alles über den Kapitalmarkt geregelt
werden. "Der soziale Wohnbau wird ein enormes Wiedererstarken
erleben, da die Lebenskosten steigen, nicht aber die Realeinkommen",
so Wurm. (Schluss) ue
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK