- 22.09.2008, 12:32:14
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LIF-Schmidt: "Keine Rechtfertigung für Geschlechterunterschiede"
LIF-Spitzenkandidatin kritisiert Halbherzigkeit der Regierungsparteien und fordert Geschlechtergerchtigkeit statt Absichtserklärungen in der Frauenpolitik
Wien (OTS) - "Frauen wollen Fairness und keine Absichtserklärungen
kurz vor der Wahl", sagte heute die Spitzenkandidatin des Liberalen
Forums, Heide Schmidt. "Priorität haben eine eigenständige
wirtschaftliche Absicherung der Frauen sowie eine Neubewertung der
Arbeit, damit gleicher Lohn für gleiche Arbeit endlich verwirklicht
wird". Schmidt kritisierte in diesem Zusammenhang scharf die
Halbherzigkeit der regierenden Parteien bei diesem Thema. "Jahrelange
Forderungen sind bis heute noch immer nicht realisiert worden. Den
Versprechungen hat die Umsetzung im politischen Alltag bislang
gefehlt".
Schmidt appellierte daher an SPÖ und ÖVP, ihren Einfluss bei den
Sozialpartnern auch bei diesem so wichtigen Thema geltend zu machen,
damit Branchen mit hohem Frauenanteil ihren Mitarbeiterinnen endlich
einen gerechten Lohn bezahlen. "Für die Lohnunterschiede zwischen
frauen- und männerdominierten Berufen gibt es keine Rechtfertigung",
betonte sie. "Diese Art von Diskriminierung stellt einen unhaltbaren
Zustand dar". Schmidt trat auch dafür ein, öffentliche Förderungen
für Betriebe nur jenen vorzubehalten, die Frauenförderprogramme
durchführen und diese auch regelmäßig evaluieren. Zusätzlich sollte
es steuerliche Anreize geben, um die Geschlechtergerechtigkeit auf
allen betrieblichen Ebenen bis hin zum Aufsichtsrat zu fördern.
Die Liberalen werden auch mit allen gebotenen Mitteln dafür kämpfen,
dass die Individualbesteuerung beibehalten bleibt, bekräftigte die
liberale Spitzenkandidatin und erteilte Ideen, wie dem
Familiensplitting, eine klare Absage. "Frauen brauchen eine
eigenständige wirtschaftliche Absicherung. Ein erster Schritt dazu
wäre die Einführung der bedingungslosen Grundsicherung sowie eine
Steuerreform, die nachhaltig spürbar ist. Dem haben
selbstverständlich aktive bildungs- und arbeitsmarktpolitische
Maßnahmen zu folgen", forderte sie. "Frauenpolitik ist kein
Nebenthema der Politik, sondern eine Frage der Fairness und
gesellschaftspolitischen Notwendigkeit", schloss Schmidt.
Rückfragehinweis:
LIF - Die Liberalen Presse
Tel.: 0676 / 848 905 406
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