Grüne NÖ/Weiderbauer: "Weiß die VP eigentlich was sie will?"

NÖ-VP beauftragt Erprobung einer Gesamtschule und beteuert, dass es nie eine Gesamtschule in NÖ geben wird - was denn nun?

St.Pölten (OTS) - Mit dem Auftrag der Erprobung des NÖ Schulmodelles für das Schuljahr 2009/10 wird in NÖ die Gesamtschule der 6 bis 12-jährigen eingeführt. Gleichzeitig beteuert der Klubobmann der VP, Klaus Schneeberger, dass es in NÖ nie eine Gesamtschule geben würde, da diese Schulstandorte vernichte.
Für Grün-Landtagsabgeordneten Emmerich Weiderbauer verwirrend:"Offensichtlich weiß die rechte Hand des Landeshauptmannes nicht mehr was die Linke tut."
Weiderbauer weiß, was dahinter steckt: "Die absurden Argumente sind einzig und allein Ausdruck der Besessenheit, ja nicht ein Schulmodell verwenden zu müssen, das von anderen Parteien favorisiert wird." Jahrzehnte lang werde das Modell der Gesamtschule im Großteil Europas angewendet und evaluiert - der VP NÖ scheine das aber egal zu sein."Frei nach dem Motto: auch ein Schulmodell braucht den niederösterreichischen Stempel, am besten mit dem Bild des Landeshauptmannes, sonst ist es nichts wert", so Weiderbauer. "Mittlerweile ist es mehr als peinlich dem Treiben der so genannten VP- BildungspolitikerInnen zusehen zu müssen. Die Effekte, die sie mit dem NÖ Schulmodell erzielen, ist die weitere Verunsicherung von Eltern und SchülerInnen und dass der Zustrom zu den AHS Unterstufen weiter erhöht wird", ist sich der Grün-Abgeordnete sicher.
Die Grünen NÖ wissen was besser wäre:"Was wir brauchen ist keine Aufwertung von Schultypen, sondern eine Schule, die für alle Beteiligten die besten Möglichkeiten bietet. Daher ist die Gemeinsame Schule für die Zeit der Schulpflicht die optimale Lösung, um ein gemeinsames und differenziertes, aber auch individuelles und vor allem gefördertes Lernen, möglichst mit zwei LehrerInnen in einer Klasse, zu gewährleisten. Voraussetzungen dafür sind natürlich eine Angleichung der Besoldungssysteme aller LehrerInnen, die im Gesamtschulbereich arbeiten, und eine gemeinsame, akademische Ausbildung auf höchstem Niveau", erklärt Weiderbauer abschließend.

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