- 18.09.2008, 15:21:02
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Marek: Gemeinden sind das Rückgrad der Tourismuswirtschaft
Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin Marek am 55. Österreichischen Gemeindetag in Salzburg
Salzburg (BMWA-OTS) - "Tourismus ist in Österreich ein sehr
komplexes, gewachsenes und sehr erfolgreiches System. Das ausgewogene
Zusammenspiel von Bund, Ländern und Gemeinden hat sich bewährt und
zur Erfolgsgeschichte des Tourismus in Österreich beigetragen",
erklärte Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek
heute anlässlich des 55. Österreichischen Gemeindetages, der unter
dem Motto "Gäste. Freunde. Gemeinden." stand. Den Gemeinden komme als
kleinste sich selbst verwaltende politische Einheit in Österreich
immer stärkere Bedeutung zu, so Marek. "In den Gemeinden wird der
Grundstein für die 'Erfolgsgeschichte des Modells Österreich'
gelegt."
Für Gemeinden sei der Tourismus eine permanente Herausforderung
und Chance für Wohlstand und Wachstum, betonte Marek und verwies auf
die hervorragenden Zahlen der Tourismusstatistik aus dem Jahr 2007.
Mit 121,4 Millionen Nächtigungen und 31,1 Millionen Ankünften seien
Höchstwerte erzielt worden, und der positive Trend setze sich fort.
Damit trage der Tourismus maßgeblich zum Wachstum der
österreichischen Wirtschaft bei. Als bedeutende Säule der
österreichischen Volkswirtschaft habe er entscheidenden Einfluss auf
Einkommen, Beschäftigung und regionale Entwicklung. "Im
Jahresdurchschnitt 2007 gab es knapp 170.000 unselbstständig
Beschäftigte im Beherbergungs- und Gaststättenwesen, das sind 5,1
Prozent aller unselbstständig Beschäftigten", so die
Staatssekretärin, die in diesem Zusammenhang die Bedeutung der fast
1.600 österreichischen Tourismusgemeinden unterstrich.
Bemerkenswert sei auch die relativ starke räumliche Konzentration
des Tourismus auf Gemeinden. Der überwiegende Teil der touristischen
Aktivitäten finde im ländlichen Raum statt. Speziell für kleine und
mittlere Gemeinden sei die Tourismus- und Freizeitwirtschaft eine
wichtige ökonomische Basis; die vom Tourismus ausgehenden Impulse
stärken und stabilisieren die lokale und regionale Wirtschaft. Mehr
als 70 Prozent aller Nächtigungen entfallen auf Gemeinden mit weniger
als 5.000 Einwohnern. "Damit übernimmt die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft regionale Ausgleichsfunktionen und trägt zur
Sicherung der Existenzgrundlage für die Bevölkerung in ländlich
peripheren Regionen bei", zitierte Marek aus einer neuen Studie über
den Stellenwert der Gemeinden für den Tourismus des Österreichischen
Instituts für Raumplanung.
Bund, Bundesländer und Gemeinden schaffen die Rahmenbedingungen
für Österreichs Tourismuswirtschaft und müssen sich den
Herausforderungen der Zukunft stellen. Ganzjahrestourismus,
Arbeitsmarkt, globaler Wettbewerb und Klimawandel seien Schlagworte
im Rahmen des gemeinsamen Ziels. "All diese Probleme können wir nur
gemeinsam lösen", so Marek. Gemeinden verstehen sich in diesem
Prozess zu Recht als Impulsgeber und wichtiger Kooperationspartner
bei der Umsetzung einer nachhaltigen touristischen Entwicklung. Das
verstärkte Engagement der Gemeinden, ausgehend von der
Dachsteindeklaration, habe schon zu Erfolgen geführt wie eine
Arbeitsgruppe zur Kooperation im Tourismus, das Projekt "Touristische
Modellregionen". Tourismus sei kein Allheilmittel gegen alle
strukturellen Probleme, aber Tourismus sei eine Chance, schloss
Marek. "Ich persönlich kann und möchte mir unsere ländlichen
Regionen ohne Tourismus überhaupt nicht vorstellen."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl, Tel.: (01) 711 00-5838
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130
mailto: [email protected]
Internet: http://www.bmwa.gv.at
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