• 18.09.2008, 13:28:12
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Zweimal übersiedelt - einmal abgebrannt!

Volkshilfe Sanspeed eröffnet das neue Objekt in Floridsdorf

Wien (OTS) - Am Dienstag, 16. September, eröffnete Volkshilfe
Sanspeed sein neues Objekt in der Holzmanngasse 5 im 21. Bezirk.
Damit hat der sozialökonomische Betrieb, der die Eingliederung von
Menschen mit körperlichen und psychischen Behinderungen in den
Arbeitsmarkt anbietet, nach turbulenten Zeiten endlich eine neue
Heimat gefunden:

2002: Ersteröffnung eines zweckmäßigen Hauses in der 
      Schiffmühlenstraße 43, 1020 Wien
2003: Großbrand mit Totalschaden
2004: Erste Übersiedlung in das interimistische Ausweichquartier in 
      der Marinelligasse 13-15, 1020 Wien
2007/08: Zweite und hoffentlich letzte Übersiedlung in ein 
      geräumiges und Erfolg versprechendes Betriebsgebäude in Wien 
      Floridsdorf, direkt an der U-Bahnlinie 1, Station Aderklaaer 
      Straße.

Festredner Sozialminister Dr. Erwin Buchinger lobte die
unverzichtbare Arbeit, die der sozialökonomische Betrieb in den
letzten Jahren trotz der zahlreichen Schwierigkeiten geleistet hat.
Besonders hob er die ausgezeichnete Vermittlungstätigkeit hervor, die
im Vorjahr 27 Männern und Frauen mit Handicaps das Fuß fassen im
Arbeitsmarkt ermöglicht hat. Im wirtschaftsnahen Betrieb werden die
beeinträchtigten Menschen im Hygieneservice - ein spezielles
Reinigungs- und Desinfektionsservice für Matratzen, Decken, Polster
und Teppiche - und im Vertrieb von Dyson Produkten, vornehmlich
Stausauger und deren Ersatzteile, beschäftigt.

Walter Kiss, der Vorstandsvorsitzende der Volkshilfe
Beschäftigung, des Trägervereins von Volkshilfe Sanspeed, betonte,
dass die Arbeit von Volkshilfe Sanspeed in den letzten Jahren keine
einfache war: "Nachdem der Betrieb im Jahr 2003 bis auf die
Grundmauern abgebrannt ist, war es notwendig, binnen kürzester Zeit
einen neuen Betrieb aufzubauen, ohne dass dabei Qualitätsverluste
auftraten. Da der kurzfristig bezogene Betriebsstandort den hohen
Anforderungen eines innovativen Dienstleistungsbetriebes nicht
gerecht wurde, musste erst ein ideales Objekt gefunden werden. Danach
wurde mit demselben Personal an zwei verschiedenen Standorten die
Arbeit aufrechterhalten, bis die zweite Übersiedlung abgeschlossen
war. Eine Aufgabe, die dem Betrieb sehr gut gelungen ist."

Die neue Geschäftsführerin der Volkshilfe Beschäftigung, Mag.a
Roswitha Kikowsky verwies auf ein Zitat Benjamin Franklins: Dreimal
übersiedelt ist so gut wie einmal abgebrannt". "Damit ist der Betrieb
einmal tatsächlich abgebrannt und einmal nahezu", fügte sie hinzu und
brachte damit zum Ausdruck, welche Tortouren das Unternehmen hinter
sich hat. Weiters gab sie bekannt: "Ab jetzt können wir unsere volle
Konzentration auf unsere eigentliche Tätigkeit richten, der
Integration von benachteiligten Menschen in das Erwerbsleben, und ab
nächstem Jahr haben wir die Möglichkeit zu den bestehenden 20
Arbeitsplätzen noch 10 weitere Stellen anbieten".

Trotz dem - der Heimat des britischen Kooperationspartners Dyson
angepassten - kühlen und regnerischen Wetter wurde den Gästen in dem
großen Festzelt nicht kalt. Mit einem Spiel, bei dem unter anderem
Peter Pollak, Geschäftsführer des Staubsaugerherstellers Dyson,
Roswitha Kikowsky und Angelika Kircher vom AMS Landesgeschäftsstelle
Wien ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen konnten, wurde
der Arbeitsalltag bei Sanspeed näher gebracht. Bezirksvorsteher Heinz
Lehner überreichte den GewinnerInnen anschließend ihre Preise.

Als letzte Rednerin bedankte sich die Betriebsleiterin Elfriede
Kreuzer bei allen MitarbeiterInnen ebenso wie bei den
Kooperationspartnern und Fördergebern, ohne deren aktive
Unterstützung die bedeutsame Arbeit und auch die Übersiedlung in ein
neues Objekt nicht möglich gewesen wäre. "Ab nächstem Jahr werden wir
auch Arbeitsplätze für Menschen anbieten, die drei Jahre vor ihrer
Pensionierung stehen, und ihnen damit den Übergang in die Pension
erleichtern. Ihr Dank galt auch dem Schlüsselkräfteteam, welches über
gelebte Solidarität den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Volkshilfe Sanspeed finanziert sich durch das Bundessozialamt
Wien, das Arbeitsmarktservice Wien, den Europäischen Sozialfonds und
durch Eigenerlöse.

Rückfragehinweis:
Susanna Speckmayer
Assistentin der Geschäftsführung
M +43 /1/4083232/16
[email protected]

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