• 18.09.2008, 12:50:49
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Heinisch-Hosek: Frauen-Tageszentrum, Wohnheim und Notschlafstelle der Emmausgemeinschaft bieten Unterstützung

Rascher und niederschwelliger Zugang in akuten Notlagen ist wichtige Hilfe

St. Pölten (SPI) - "Immer mehr Menschen sind von Armut bedroht
oder manifest arm und in immer mehr Fällen sind vor allem Frauen
betroffen, wir haben es leider mit einer zunehmenden Feminisierung
von Armut zu tun. Daher ist es besonders wichtig, dass die
Emmausgemeinschaft das Frauenwohnheim und das Frauentageszentrum in
St. Pölten, die einzige Einrichtung dieser Art in Niederösterreich,
heuer ausbauen konnte und dass auch die geförderten Plätze von Seiten
des Landes aufgestockt wurden. Gerade in einer akuten Notsituation
ist der rasche und niederschwellige Zugang zu Hilfe wichtig, zumal
gerade jetzt, wo die kalte Jahreszeit vor der Tür steht", so LRin
Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich einer Pressekonferenz in den
Räumen des Tageszentrums. Die Zahl der geförderten Sozialhilfeplätze
wurde von 30 auf 40 erhöht und die Zahl der Tageszentrumsplätze von
15 auf 25 fast verdoppelt. Diese zusätzlichen Plätze ermöglichen
nicht zuletzt auch die Aufstockung im Bereich des Frauenwohnheims und
Tageszentrums. Die Aufteilung der vom Land geförderten Plätze erfolgt
nach Maßgabe des Bedarfs innerhalb der Einrichtungen der
Emmausgemeinschaft. ****

Seit der Schaffung eines Zufluchtortes für obdachlose Frauen durch
die Emmausgemeinschaft St. Pölten im Jänner 2004 gab es 713 Anfragen.
220 Frauen konnten bis heute aufgenommen werden. Ursprünglich als
"Frauen-Wohngruppe" mit sechs Plätzen im Jahr 2004 gegründet wurde
die Einrichtung noch vor Ablauf des ersten Bestandsjahres in ein
eigens angekauftes und vorerst notdürftig adaptiertes Haus
übersiedelt. Doch auch mit einer Aufnahmekapazität von 15 Wohnplätzen
stieß man schnell an die Grenzen. 2007 wurde deshalb die
Generalsanierung und Erweiterung des Hauses in Angriff genommen und
im Sommer 2008 abgeschlossen. Die Baukosten wurden zu einem großen
Teil vom Land Niederösterreich getragen, aber auch aus
Eigenleistungen der Emmausgemeinschaft und Spenden aufgebracht.

Durch den Umbau des Hauses stehen nun von den baulichen
Voraussetzungen 23 Plätze im Wohnheim, 15 Plätze im Tageszentrum und
4 Plätze in der Notschlafstelle für Frauen zur Verfügung. "Der Bedarf
ist leider steigend, verzeichneten die Emmaus-Frauen im Februar 2008
34 Tageszentrumsleistungen, so waren es im Mai bereits 157 und im
August 205", berichtet Landesrätin Heinsich-Hosek.
"Ich möchte diese Gelegenheit auch nutzen, den vielen Haupt- und
Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Emmausgemeinschaft meinen
herzlichen Dank auszusprechen", so LRin Heinisch-Hosek. "Ich bin sehr
dankbar und froh darüber, dass es Einrichtungen und Menschen gibt,
die dann helfen, wenn Hilfe am dringendsten nötig ist. Das Ziel der
Sozialpolitik muss es aber sein, nicht nur in Notsituationen
Linderung zu schaffen, sondern dafür zu sorgen, dass möglichst
niemand überhaupt in eine derartige Notlage kommt", so LRin
Heinisch-Hosek abschließend.
(Schluss) kr

Rückfragehinweis:

Rita Klement
   Pressereferentin
   
   [email protected]
    
   0676/7007309
   02742/9005/12560

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