- 18.09.2008, 11:44:52
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ÖHV: Tourismusorte sind reichste Gemeinden
Investitionen zahlen sich aus
Wien (TP/OTS) - Die Tourismusbetriebe brauchen die Infrastruktur
der Gemeinden, die Gemeinden profitieren umso stärker vom Tourismus.
"Die reichsten Gemeinden Österreichs sind die, die den Tourismus
durch intelligente Investitionen ideal forcieren", erklärt Sepp
Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV),
zum Auftakt des Gemeindetages. "Die Infrastruktur ist für den
Tourismus genauso notwendig wie für andere Betriebe und für die
Bewohner selbst: Ohne Straßen und Kanäle kommt kein Betrieb. Und auch
die Einwohner werden darauf nur ungern verzichten", weist Schellhorn
Gemeindebundpräsident Mödlhammers Aussagen über zu hohe Investitionen
in Tourismusgemeinden zurück. Noch viel stärker seien die Gebühren
gestiegen, die die Unternehmer abführen.
Tourismus bringt Lebensqualität
In erster Linie profitieren die Einwohner von der Infrastruktur:
"Ohne Tourismus gibt es weder Freizeiteinrichtungen in dieser
Dimension noch die Spitzengastronomie, die die Tourismusunternehmer
betreiben. In einem Ort zu wohnen, wo andere Urlaub machen: Das ist
Lebensqualität." Die Steuern und Abgaben der Gäste und Betriebe
halten die Gemeinden finanziell über Wasser: "So gut wie die
Tourismusorte stehen nur ein paar andere Gemeinden da. Und die dürfen
sich über riesige Industriebetriebe freuen", verweist Schellhorn auf
eine Studie der Kommunalkredit.
Schellhorn fordert Kostenwahrheit
Mit dem neuen Finanzausgleich seien gute Zeiten für Bürgermeister
angebrochen: "555 Mio. Euro mehr sind nicht zu verachten. Das Geld
muss gut investiert werden", fordert Schellhorn. Weitere Steigerungen
der horrenden Gebühren für Kanal, Wasser oder Müll kämen nicht in
Frage: "Da holen sich die Gemeinden heute um 160% mehr ab als 1990.
Die Leistungen sind nicht in dem Ausmaß gestiegen. Hier brauchen wir
Kostenwahrheit", so Schellhorn. Die Gebühren seien in einzelnen
Gemeinden um 300 % höher als in anderen. "Mit dieser
Wettbewerbsverzerrung muss Schluss sein."
Am Ende des Tages profitieren die Gemeinden
Kein Verständnis hat Schellhorn für Mödlhammers Beschwerde über
die Infrastrukturausgaben der Tourismusgemeinden: "Die Bürgermeister
tun das, weil es sich auszahlt", erklärt Schellhorn. Die Gemeinden
profitieren von der Grundsteuer und von der EU-weit einzigartigen
Kommunalabgabe: "Die Tourismuswirtschaft ist ein Arbeitsplatzmotor,
unsere Betriebe bringen den Gemeinden Geld, das sie sonst nie
hätten", verweist Schellhorn auf das, was am Ende des Tages
herausschaut: nämlich ein satter Gewinn für die Gemeinden.
Gemeinden profitieren von Investitionen in Infrastruktur
Es sei im Interesse beider Seiten, den Tourismus
weiterzuentwickeln: "Wir kümmern uns um das Service, um die Werbung
und um die Beschäftigung, die Gemeinden brauchen sich nur mehr um die
Infrastruktur zu kümmern. An dieser bewährten Aufgabenteilung ist
nicht zu rütteln", hält Schellhorn fest. Die Einnahmen aus Gebühren
und Abgaben seien stark gestiegen, die Infrastrukturausgaben dagegen
gesunken: "Es müsste eine Investitionsoffensive gestartet werden,
damit noch mehr Gemeinden so stark vom Tourismus profitieren wie
Tweng, Lech, Fuschl und Ischgl."
Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der
Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste
Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der
ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-
und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch
ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige
Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund
30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der
Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio.
Euro.
Weitere Pressemeldungen und Infos finden Sie unter www.oehv.at
Rückfragehinweis:
Österreichische Hoteliervereinigung Hofburg, 1010 Wien Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident Hotel "Der Seehof", Goldegg Tel.: 06415 / 8137 mailto:[email protected] www.oehv.at
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