- 16.09.2008, 14:40:34
- /
- OTS0284 OTW0284
VP-Gerstl: Wahlkampf - Zeit der großen SPÖ-Versprechen in Wien
Wien (VP-Klub) - "Nur weil viel Geld verbaut wird, heißt das noch
lange nicht, dass es auch bestmöglich investiert wird", so der
Verkehrssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Wolfgang Gerstl, in Reaktion auf
die heutigen SP-Jubelmeldungen zur Wiener Infrastruktur. Tatsache
sei, dass beim Bau des neuen Hauptbahnhofes keine zweite
U-Bahnanbindung geplant sei und die ohnehin überlastete U1 noch mehr
Menschenmassen in die City bringen muss. Die Degradierung des
Westbahnhofes zum Regionalbahnhof lässt bald den gesamten
Österreichischen Zugverkehr nur über den Hauptbahnhof laufen. Dieses
neue "Bahnhofskonzept" entspricht nicht den innerstädtischen
Bedürfnissen.
Der Ausbau der Straßenbahnen wird wohl wieder einmal nur auf Papier
gedruckt: in den letzten fünf Jahren verringerte sich der
Straßenbahnbestand von 448 auf 406 Züge, zwei Straßenbahnlinien
wurden gestrichen. Die Intervalle auf einzelnen Strecken wurden
verlängert. "Wenn die Stadt Wien den Ausbau ihrer Verkehrswege in der
gleichen Bedächtigkeit wie in den letzten Jahren vorantreibt, wird
der Verkehrskollaps nicht ausbleiben", betont Gerstl.
Wien habe in den letzten 30 Jahren rund 44 km U-Bahntrasse neu
errichtet, das sind rund 1,5 km U-Bahn pro Jahr. Während Madrid sein
U-Bahn-Netz seit 1994 auf 283 km Länge verdoppelt hat, liegt Wien
derzeit bei etwa 70 km Gesamtlänge weit abgeschlagen. "Jede Wienerin
und jeder Wiener, der tagtäglich in den chronisch überlasteten
U-Bahn-Zügen unterwegs ist, bekommt bereits jetzt die
Kapazitätsgrenze des Systems zu spüren", erläutert der
VP-Verkehrssprecher.
Besonders der Westen Wiens wird zum Verlierer dieser neuen
Verkehrspolitik rund um den Hauptbahnhof - rund eine halbe Million
Wienerinnen und Wiener sind davon betroffen. Gerstl betont in diesem
Zusammenhang erneut die Wichtigkeit der U4-Verlängerung nach Auhof,
der U6-Verlängerung sowohl nach Stammersdorf, als auch über
Siebenhirten hinaus nach Niederösterreich. Im Norden drohe ein
weiteres Verkehrschaos, sollte das neue Krankenhaus-Nord tatsächlich
nicht an das U-Bahn-Netz angebunden werden. Auch der Bau der seit
Jahren dringend notwenigen U5, mit der auch der von den Öffis
vernachlässigte Wienerberg erschlossen werden soll, müsse endlich
angegangen werden. "Nur durch diese Maßnahmen bekommen wir ein
U-Bahn-Netz, dass der Zukunft gewachsen ist", betont Gerstl
abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPR






