VP-Gerstl: Wahlkampf - Zeit der großen SPÖ-Versprechen in Wien

Wien (VP-Klub) - "Nur weil viel Geld verbaut wird, heißt das noch lange nicht, dass es auch bestmöglich investiert wird", so der Verkehrssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Wolfgang Gerstl, in Reaktion auf die heutigen SP-Jubelmeldungen zur Wiener Infrastruktur. Tatsache sei, dass beim Bau des neuen Hauptbahnhofes keine zweite U-Bahnanbindung geplant sei und die ohnehin überlastete U1 noch mehr Menschenmassen in die City bringen muss. Die Degradierung des Westbahnhofes zum Regionalbahnhof lässt bald den gesamten Österreichischen Zugverkehr nur über den Hauptbahnhof laufen. Dieses neue "Bahnhofskonzept" entspricht nicht den innerstädtischen Bedürfnissen.

Der Ausbau der Straßenbahnen wird wohl wieder einmal nur auf Papier gedruckt: in den letzten fünf Jahren verringerte sich der Straßenbahnbestand von 448 auf 406 Züge, zwei Straßenbahnlinien wurden gestrichen. Die Intervalle auf einzelnen Strecken wurden verlängert. "Wenn die Stadt Wien den Ausbau ihrer Verkehrswege in der gleichen Bedächtigkeit wie in den letzten Jahren vorantreibt, wird der Verkehrskollaps nicht ausbleiben", betont Gerstl.

Wien habe in den letzten 30 Jahren rund 44 km U-Bahntrasse neu errichtet, das sind rund 1,5 km U-Bahn pro Jahr. Während Madrid sein U-Bahn-Netz seit 1994 auf 283 km Länge verdoppelt hat, liegt Wien derzeit bei etwa 70 km Gesamtlänge weit abgeschlagen. "Jede Wienerin und jeder Wiener, der tagtäglich in den chronisch überlasteten U-Bahn-Zügen unterwegs ist, bekommt bereits jetzt die Kapazitätsgrenze des Systems zu spüren", erläutert der VP-Verkehrssprecher.

Besonders der Westen Wiens wird zum Verlierer dieser neuen Verkehrspolitik rund um den Hauptbahnhof - rund eine halbe Million Wienerinnen und Wiener sind davon betroffen. Gerstl betont in diesem Zusammenhang erneut die Wichtigkeit der U4-Verlängerung nach Auhof, der U6-Verlängerung sowohl nach Stammersdorf, als auch über Siebenhirten hinaus nach Niederösterreich. Im Norden drohe ein weiteres Verkehrschaos, sollte das neue Krankenhaus-Nord tatsächlich nicht an das U-Bahn-Netz angebunden werden. Auch der Bau der seit Jahren dringend notwenigen U5, mit der auch der von den Öffis vernachlässigte Wienerberg erschlossen werden soll, müsse endlich angegangen werden. "Nur durch diese Maßnahmen bekommen wir ein U-Bahn-Netz, dass der Zukunft gewachsen ist", betont Gerstl abschließend.

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