- 16.09.2008, 13:24:23
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- OTS0235 OTW0235
KORRIGIERTE NEUFASSUNG zur OTS 198 von heute: Liste FRITZ / Pressegespräch: Stoppt den 380kV-Freileitungswahnsinn!
Das Behördenverfahren ist aus ärztlicher Sicht verantwortungslos!
Pischelsdorf (OTS) - KORRIGIERTE NEUFASSUNG:
Gründung der Österreich-Plattform gegen Starkstrom-Freileitungen
Wann:Freitag, 19. September 2008
Beginn: 10.38(0) Uhr
Wo: direkt auf der Trasse der 380kV-Freileitung im Raum Pischelsdorf
Es gibt 2 Möglichkeiten zum Ort des Pressegespräches zu kommen:
1) Treffpunkt bei Cafe "Zeitlos" direkt an der B54 in Pischelsdorf
(gegenüber Billa) und per Shuttledienst ab 9.30 Uhr
2) Beschilderte Zufahrt mit dem eigenen PKW ab Cafe "Zeitlos"
Entfernung Café "Zeitlos" bis zum Ort des Pressegespräches ca. 3
km (Asphalt- bzw. Schotterstraße)
Ihre Gesprächspartner:
- Fritz Dinkhauser, Liste FRITZ - Bürgerforum Österreich - DI Dr. med. Hans-Peter Hutter, Sprecher von Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt - Karl Zotter, Sprecher der Bürgerinitiativen gegen die 380kV- Leitung in der Oststeiermark - Roland Egger, Sprecher von atomstopp Oberösterreich
Kurzstatements der anwesenden Personen:
Fritz Dinkhauser
Spitzenkandidat Liste FRITZ - Bürgerforum Österreich
"Die 380kV-Freileitung durch die Steiermark ist ein Paradebeispiel
dafür, wie ein Stromkonzern in enger Zusammenarbeit mit der Politik
über die Menschen drüberfährt. Zählt denn der Mensch heute in der
Politik und im Konzerndenken überhaupt nichts mehr? Es kann doch
nicht sein, dass Ärzte über viel zu hohe Grenzwerte warnen, und sich
alle Politiker taub stellen können und ihnen die
Gesundheitsgefährdung der Menschen vollkommen egal ist.
Wir von der Liste FRITZ - Bürgerforum Österreich werden uns immer
für die berechtigten Anliegen der Menschen einsetzen. Besonders für
die, die keine Lobby hinter sich haben."
DI Dr. med. Hans-Peter Hutter
Sprecher von Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt
"Wir Ärzte fordern eine Absenkung der derzeitigen Richtwerte für
Hochspannungsleitungen. Die internationale Krebsagentur (IARC)
stellte bereits 2002 fest, dass sehr niederfrequente magnetische
Wechselfelder, wie sie beim Transport und bei der Verwendung von
elektrischem Strom entstehen, möglicherweise Krebs erregend sind
(Kategorie 2B). Diese Aussage basiert insbesondere auf
epidemiologischen Studien zu kindlichen Leukämien.
Aus umweltmedizinischer Sicht ist der Anlagen bezogene Grenzwert
von 1 µT für den maximalen Strom und ein Mittelwert von 0,2 µT zur
Beurteilung heranzuziehen.
"Werte darüber erhöhen das Risiko für kindliche Leukämie. Daher
ist es aus ärztlicher Sicht verantwortungslos, wenn im
Behördenverfahren die rund hundert Mal höheren Werte der ÖNORM
herangezogen werden."
Unmittelbar Betroffene schildern gesundheitliche Auswirkungen
durch die bereits seit Jahren bestehende 110kV-Freileitung, die ganz
in der Nähe ihres Hauses vorbeiführt. Die im Bau befindliche
380kV-Freileitung würde nur ungefähr 150m am Haus vorbeiführen.
Mehrere Familienmitglieder sind seit Bestehen der 110kV-Leitung an
Krebs gestorben.
Karl Zotter
Sprecher der Bürgerinitiativen gegen die 380kV-Leitung in der
Oststeiermark
"Der Verbund - im Mehrheitseigentum des Staates - behauptet, alle
Bewilligungen für den Bau der 380kV-Freileitung zu haben. Das stimmt
nicht! 4 Beschwerden sind beim VwGH anhängig, 2 gegen Entscheidungen
des Umweltsenates und 2 gegen Entscheidungen des Wirtschaftministers
Bartenstein. Es gibt somit keine endgültige Bewilligung. Wenn der
Verbund das behauptet, dann sagt er die Unwahrheit! Er treibt den Bau
mit aller Kraft voran und will so auf Risiko der Stromkunden
vollendete Tatsachen schaffen. Dabei ist es den Politikern völlig
egal, dass die für den Bau zuerkannten Belastungsgrenzen nach
neuesten Erkenntnissen schon längst überholt und viel zu hoch sind.
Bei den massiven Gewinnen, die der Stromkonzern erwirtschaftet,
verlangen wir von den Politikern den Schutz der betroffenen
Bevölkerung und deshalb einen sofortigen Baustopp dieser Leitung.
Daher fordern wir eine Novellierung des Starkstromwegegesetzes analog
zu Deutschland, wo Verkabelungen ein fixer Bestandteil von
Starkstromleitungen sein werden.
Bürgerinitiativen aus ganz Österreich - Gründung der
Österreich-Plattform gegen Starkstrom-Freileitungen
Vom Montafon in Vorarlberg bis nach Wolfau im Burgenland und von
Oberösterreich und Salzburg bis Kärnten sind Bürgerinitiativen bei
diesem Pressegespräch vertreten. Das ist erstmalig der Fall, dass es
einen Schulterschluss der Bürgerinitiativen gegen das Vorgehen der
Stromkonzerne gibt.
Roland Egger
Sprecher von atomstopp Oberösterreich und Obmann von atomstopp
atomkraftfei leben (Linz)
"Die ÖsterreicherInnen haben vor 30 Jahren mit ihrem "Nein zur
Atomenergie" und ihrem "Nein zum AKW Zwentendorf" klug vorausgedacht!
Dennoch machen viele heimische Energieversorger mit Atomstrom
Geschäfte: Und sie ziehen Profit daraus, dass an Österreichs Grenzen
Atomkraftwerke neu gebaut werden (AKW Mochovce in der Slowakei) und
bestehende Kraftwerke ausgebaut werden (AKW Dukovany in der
Tschechischen Republik)! Der Ausbau des slowakischen AKW Mochovce
wäre für den italienischen Mehrheitseigentümer ENEL wahrscheinlich
weniger lukrativ, wenn Österreich nicht 380kV-Leitungen quer durch
das Burgenland und durch die Steiermark bauen lassen würde! Der
Atomstrom, der durch diese Leitungen rauschen wird, wird in der
Steiermark nicht gebraucht! Die verantwortlichen Politiker - auch in
Österreich - berufen sich auf die europäische Versorgungssicherheit
und auf die notwendigen Lückenschlüsse im Stromnetz. Dabei baut die
EU-Kommission voll auf die Atomenergie, anstatt in kleine und
dezentrale Energieversorger zu investieren und die Förderung und
Forschung von Alternativenergien anzukurbeln, gehen 40% der gesamten
Forschung in den Atombereich. Österreich darf diesen Atomwahnsinn in
Europa nicht weiter unterstützen und muss aus dem EURATOM-Vertrag,
der die Förderung der Atomindustrie in seiner Präambel vorsieht,
aussteigen. Kein Cent österreichischer Steuergelder soll zukünftig an
die europäische Atomlobby fließen!"
Im Rahmen dieses Pressegespräches wird die Österreich-Plattform
gegenStarkstrom-Freileitungen aus der Taufe gehoben.
In einem Memorandum wird der Eigentümervertreter des Verbundes,
Bundesminister Bartenstein aufgefordert, einen sofortigen Baustopp zu
verfügen und eine entsprechende Novellierung des
Starkstromwegegesetzes im Sinne derbetroffenen Bevölkerung zu
veranlassen.
Rückfragehinweis:
Karl Zotter, Pischelsdorf
Tel. 0660/2194021 oder mailto:[email protected]
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