Prammer: Soziale Sicherheit und Berufstätigkeit der Frauen stehen für SPÖ-Frauen im Mittelpunkt

Bures: "Kämpfe dafür, dass Schüssel nicht Nationalratspräsident wird"

Wien (SK) - "Ich bin stolz auf die geballte Frauenpower der SPÖ", verkündete SPÖ-Frauenvorsitzende Nationalratspräsidentin Barbara Prammer bei der Vorstellung der Kandidatinnen für die Nationalratswahl heute, Dienstag. Am Abend vor der Kandidatinnenvorstellung feierten die SPÖ-Frauen bereits das "Fest der Frauen", das von der guten Stimmung unter den SPÖ-Frauen für die kommende Wahl getragen wurde. Prammer erklärte heute, man habe die Themen bewusst auf soziale Sicherheit und Erwerbstätigkeit der Frauen reduziert, denn diese enthielten zahlreiche wichtige Forderungen für Frauen. Frauen seien außerdem besonders stark von der Teuerung betroffen, weshalb "wir uns dazu entschlossen haben, das Programm von Werner Faymann tatkräftig unterstützen", so Prammer. ****

30 Kandidatinnen fanden sich heute vor den VertreterInnen der Medien ein. "Damit wollen wir die inhaltliche Breite der SPÖ Frauen im Wahlkampf dokumentieren", erklärte die SPÖ-Frauenvorsitzende, die sich gleichzeitig erfreut über die gute Aufstellung zeigte. "Ich denke wir sind gut gerüstet für die Nationalratswahl, sowohl in den Ländern, wie auch im Bund", wo ohnehin das Reisverschlusssystem gelte, so Prammer. Die nächsten Tage werde man noch nützen, um Frauenaspekte in den Mittelpunkt zu rücken.

Stadlbauer: Situation für Alleinerziehende verbessern

"Die SPÖ ist die logische Wahl für die Frauen", betonte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer. Sie verwies dabei auf die explizite Frauenkampagne und auf die gute Integration von Frauenthemen in der Gesamtkampagne der SPÖ. Als ihr besonderes Anliegen nannte Stadlbauer "die Situation von Alleinerziehenden zu verbessern, konkret mit dem Unterhaltsvorschussrechts, bei dem Justizministerin Berger bereits tätig ist". Besonders stolz zeigte sich Stadlbauer über das Engagement innerhalb der SPÖ-Frauen. "Bei uns ist wirklich jede Frau frauenpolitisch aktiv und arbeitet in der Partei mit."

Silhavy: Wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen sichern

Frauenministerin Heidrun Silhavy lobte das frauenpolitische Selbstverständnis in der Regierung mit Bildungsministerin Claudia Schmied und Justizministerin Maria Berger und die vielen Maßnahmen durch Doris Bures als Frauenministerin, vor allem im Bereich der Gewaltschutzzentren. "Mein persönliches Anliegen ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu fördern", so die Frauenministern, denn nur so könnten Frauen auch aus Beziehungen hinaus, wenn es notwendig ist. Ebenso sagte Silhavy der Diskriminierung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt den Kampf an.

Schmied: "Lese nichts bei Kunst- und Kulturprogramm der ÖVP"

"Die besten Schulen für alle Kinder" und "offene Kunst- und Kulturpolitik" lauten die Schwerpunkte von Bildungsministerin Claudia Schmied im Wahlkampf. Dabei hagelte es Kritik für die Kunst- und Kulturprogramme von ÖVP, FPÖ und BZÖ. "Bei der ÖVP lese ich nichts, bei der FPÖ soll Kunst und Kultur privat sein, beim BZÖ lese ich 'Heimatkultur'", sagte Schmied, die sich weiter für die Förderung beruflicher Karrieren von Frauen aussprach. Dafür will Schmied die Bundesmuseen und jegliche Kulturveranstaltungen, wie etwa die Leitung der Viennale, für Frauen öffnen.

Berger: "Hoffe auf Zustimmung bei Gewaltschutzpaket"

Justizministerin Maria Berger zeigte sich erfreut über das zweite Gewaltschutzpaket, "bei dem die ÖVP zwar lange blockierte, nun aber doch nachgeben musste". "Ich hoffe auf die Zustimmung beim morgigen Ministerrat", sagte Berger, die betonte, dass es trotzdem noch immer viel zu tun gebe, etwa bei der Verbesserung eines modernen Familienrechts und beim Unterhaltsvorschussrechts, was jedoch mit der ÖVP "aussichtslos" gewesen wäre. Stolz zeigte sich Berger über die Frauenquote im Justizressort: "Wir haben mehr Landesgerichtspräsidentinnen und auch die Leitung von Justizstrafanstalten, die männlich dominiert waren, gingen bereits an einige Frauen", so Berger. "Bald bin ich mit der Forderungen einer Männerquote konfrontiert", scherzte die Ministerin.

Bures: "Kämpfe dafür, dass nicht Schüssel Nationalratspräsident wird, sondern Prammer bleibt"

"Ich bin stolz auf die KandidatInnenliste, wo jede zweite weiblich ist", sagte Bundesgeschäftsführerin Doris Bures, "und ich hoffe, dass wir den Erfolg fortsetzen können, den wir in der Regierung haben, nämlich 50 Prozent Frauen." Mit voller Kraft werde sie Tag und Nacht für die Chancengleichheit der Frauen kämpfen und vor allem dafür, "dass in Zukunft nicht Wolfgang Schüssel Nationalratspräsident wird, sondern unsere Barbara Prammer bleibt." (Schluss) df

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