• 16.09.2008, 13:10:54
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Prammer: Soziale Sicherheit und Berufstätigkeit der Frauen stehen für SPÖ-Frauen im Mittelpunkt

Bures: "Kämpfe dafür, dass Schüssel nicht Nationalratspräsident wird"

Wien (SK) - "Ich bin stolz auf die geballte Frauenpower der SPÖ",
verkündete SPÖ-Frauenvorsitzende Nationalratspräsidentin Barbara
Prammer bei der Vorstellung der Kandidatinnen für die
Nationalratswahl heute, Dienstag. Am Abend vor der
Kandidatinnenvorstellung feierten die SPÖ-Frauen bereits das "Fest
der Frauen", das von der guten Stimmung unter den SPÖ-Frauen für die
kommende Wahl getragen wurde. Prammer erklärte heute, man habe die
Themen bewusst auf soziale Sicherheit und Erwerbstätigkeit der Frauen
reduziert, denn diese enthielten zahlreiche wichtige Forderungen für
Frauen. Frauen seien außerdem besonders stark von der Teuerung
betroffen, weshalb "wir uns dazu entschlossen haben, das Programm von
Werner Faymann tatkräftig unterstützen", so Prammer. ****

30 Kandidatinnen fanden sich heute vor den VertreterInnen der Medien
ein. "Damit wollen wir die inhaltliche Breite der SPÖ Frauen im
Wahlkampf dokumentieren", erklärte die SPÖ-Frauenvorsitzende, die
sich gleichzeitig erfreut über die gute Aufstellung zeigte. "Ich
denke wir sind gut gerüstet für die Nationalratswahl, sowohl in den
Ländern, wie auch im Bund", wo ohnehin das Reisverschlusssystem
gelte, so Prammer. Die nächsten Tage werde man noch nützen, um
Frauenaspekte in den Mittelpunkt zu rücken.

Stadlbauer: Situation für Alleinerziehende verbessern

"Die SPÖ ist die logische Wahl für die Frauen", betonte
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer. Sie verwies
dabei auf die explizite Frauenkampagne und auf die gute Integration
von Frauenthemen in der Gesamtkampagne der SPÖ. Als ihr besonderes
Anliegen nannte Stadlbauer "die Situation von Alleinerziehenden zu
verbessern, konkret mit dem Unterhaltsvorschussrechts, bei dem
Justizministerin Berger bereits tätig ist". Besonders stolz zeigte
sich Stadlbauer über das Engagement innerhalb der SPÖ-Frauen. "Bei
uns ist wirklich jede Frau frauenpolitisch aktiv und arbeitet in der
Partei mit."

Silhavy: Wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen sichern

Frauenministerin Heidrun Silhavy lobte das frauenpolitische
Selbstverständnis in der Regierung mit Bildungsministerin Claudia
Schmied und Justizministerin Maria Berger und die vielen Maßnahmen
durch Doris Bures als Frauenministerin, vor allem im Bereich der
Gewaltschutzzentren. "Mein persönliches Anliegen ist die
wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu fördern", so die
Frauenministern, denn nur so könnten Frauen auch aus Beziehungen
hinaus, wenn es notwendig ist. Ebenso sagte Silhavy der
Diskriminierung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt den Kampf an.

Schmied: "Lese nichts bei Kunst- und Kulturprogramm der ÖVP"

"Die besten Schulen für alle Kinder" und "offene Kunst- und
Kulturpolitik" lauten die Schwerpunkte von Bildungsministerin Claudia
Schmied im Wahlkampf. Dabei hagelte es Kritik für die Kunst- und
Kulturprogramme von ÖVP, FPÖ und BZÖ. "Bei der ÖVP lese ich nichts,
bei der FPÖ soll Kunst und Kultur privat sein, beim BZÖ lese ich
'Heimatkultur'", sagte Schmied, die sich weiter für die Förderung
beruflicher Karrieren von Frauen aussprach. Dafür will Schmied die
Bundesmuseen und jegliche Kulturveranstaltungen, wie etwa die Leitung
der Viennale, für Frauen öffnen.

Berger: "Hoffe auf Zustimmung bei Gewaltschutzpaket"

Justizministerin Maria Berger zeigte sich erfreut über das zweite
Gewaltschutzpaket, "bei dem die ÖVP zwar lange blockierte, nun aber
doch nachgeben musste". "Ich hoffe auf die Zustimmung beim morgigen
Ministerrat", sagte Berger, die betonte, dass es trotzdem noch immer
viel zu tun gebe, etwa bei der Verbesserung eines modernen
Familienrechts und beim Unterhaltsvorschussrechts, was jedoch mit der
ÖVP "aussichtslos" gewesen wäre. Stolz zeigte sich Berger über die
Frauenquote im Justizressort: "Wir haben mehr
Landesgerichtspräsidentinnen und auch die Leitung von
Justizstrafanstalten, die männlich dominiert waren, gingen bereits an
einige Frauen", so Berger. "Bald bin ich mit der Forderungen einer
Männerquote konfrontiert", scherzte die Ministerin.

Bures: "Kämpfe dafür, dass nicht Schüssel
Nationalratspräsident wird, sondern Prammer bleibt"

"Ich bin stolz auf die KandidatInnenliste, wo jede zweite weiblich
ist", sagte Bundesgeschäftsführerin Doris Bures, "und ich hoffe, dass
wir den Erfolg fortsetzen können, den wir in der Regierung haben,
nämlich 50 Prozent Frauen." Mit voller Kraft werde sie Tag und Nacht
für die Chancengleichheit der Frauen kämpfen und vor allem dafür,
"dass in Zukunft nicht Wolfgang Schüssel Nationalratspräsident wird,
sondern unsere Barbara Prammer bleibt." (Schluss) df

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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