• 15.09.2008, 15:33:42
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Küng: "Radio Maria" ist "wichtige Kanzel der Kirche in Österreich"

Festakt im Stift Heiligenkreuz und Jubiläumswallfahrt auf den Sonntagberg aus Anlass des Zehn-Jahres-Jubiläums des Senders

St. Pölten, 15.9.08 (KAP) Mit einer Jubiläumswallfahrt zur Basilika
auf den Sonntagberg und einem Festakt im Zisterzienserstift
Heiligenkreuz wurde des 10. Jahrestages von "Radio Maria"-Österreich
gedacht. Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng sagte in seiner
Predigt in der Basilika auf dem Sonntagberg, der Sender stelle "eine
wichtige Kanzel der Kirche in Österreich" dar. "Radio Maria" sei
mittlerweile für viele Menschen zu einem "Leuchtturm in einer von
Oberflächlichkeit und Konsumdenken bestimmten Gesellschaft" geworden.

Der erste Programmdirektor von "Radio Maria"-Österreich, P. Clemens
Reischl OSB, erinnerte an die Anfänge des Senders. "Radio Maria" sei
zu einer Zeit gegründet worden, in der die Kirche in Österreich "von
Zerrissenheit und Verwundungen gezeichnet" war. In dieser
"schwierigen Zeit" sei "Radio Maria" für viele Christen zu einem
"Symbol der Hoffnung auf einen Neuanfang" geworden.

"Bekehrung bei Autofahrten"

Bei einem Festakt im Stift Heiligenkreuz sagte der Präsident der
Weltfamilie von "Radio Maria", der Unternehmer Emanuele Ferrario aus
dem lombardischen Varese, dass es weiterhin das Ziel sein müsse,
"Radio Maria" auch in Österreich flächendeckend empfangen zu können.
Zugleich wies er auf die ungewöhnlichen Evangelisierungsmethoden von
"Radio Maria" hin: So werde der Sender insbesondere bei Autofahrten
unterwegs gehört. Das Bemühen um möglichst starke Frequenzen rühre
nicht zuletzt daher, dass man auf diese Weise für die mobile
Gesellschaft stets empfangbar bleibe.

Ferrario betonte, dass "Radio Maria" sich als "Teil des großen Werkes
der Neuevangelisierung" verstehe. Wie der christliche Glaube überall
der gleiche sei, so habe auch "Radio Maria" überall auf der Welt das
gleiche Profil.

Zur Familie von "Radio Maria" gehören derzeit 52 Sender, neun weitere
befinden sich in Planung oder bereits im konkreten Aufbau. Einen
besonderen Dank richtete Ferrario an den Wiener Erzbischof, Kardinal
Christoph Schönborn, dessen persönlicher Einsatz vor zehn Jahren
letztlich den Weg zur Gründung von "Radio Maria" geebnet habe.

Liturgie, Katechese und Bildung

Der jetzige Programmdirektor von "Radio Maria"-Österreich, Pfarrer
Andreas Schätzle, erläuterte die Programmstruktur des Radios. Der
Sender ruhe auf den drei Säulen der Liturgie, der Katechese und der
Bildung. Die Liturgie stelle in Form von Gottesdienstübertragungen,
Rosenkranz und Stundengebet letztlich "das Herz des Senders" dar, so
Schätzle. Die zweite wichtige Säule bilde die Katechese, die sich
"streng am Katechismus und am kirchlichen Lehramt orientiert". Die
dritte Säule sei der Bereich der Bildung. Hier sei der Sender etwa in
Form von Lebenshilfe-Sendungen oder durch Kultursendungen über Musik,
Kunst und Literatur präsent.

Wie Schätzle sagte, verstehe sich "Radio Maria" als "Sender der
Verkündigung, nicht als Unterhaltungssender" und richte sich an all
jene Menschen, "die bereits im Glauben stehen oder dorthin als
Suchende unterwegs sind".

"Lehrstuhl des katholischen Glaubens"

Bereits am 6. September hatte der Abt des Benediktinerstiftes
Seitenstetten, Berthold Heigl, das renovierte Studio von "Radio
Maria" in Amstetten eingeweiht. Gemeinsam mit Programmdirektor
Schätzle feierte Heigl in der Klosterkirche des Stiftes einen
Festgottesdienst. In seiner Predigt betonte der Abt, dass "Radio
Maria" nicht nur eine der wichtigsten Kanzeln, sondern darüber hinaus
auch einen "Lehrstuhl des katholischen Glaubens" für die Menschen in
Österreich darstelle. Den Abschluss des Gottesdienstes bildete eine
Prozession in die neue Studiokapelle. Rund 300 Interessierte nutzten
dabei die Gelegenheit, das renovierte Studio zu besichtigen und sich
selbst aktiv an Live-Sendungen zu beteiligen. Das Amstettner Studio
stellt die Keimzelle von "Radio Maria" in Österreich dar. Hier nahm
der Sender 1998 seinen Betrieb auf.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten ist für den 11. Oktober ein
"Fest der Begegnung" im Innsbrucker Studio von "Radio Maria" geplant.
Kardinal Schönborn rundet schließlich mit einem Besuch im Wiener
Zentralstudio im Dezember die Jubiläumsfeiern ab. (Informationen:
Internet: www.radiomaria.at). (ende)
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