FA-Reinold: Drogenhölle U-Bahn

Blut, Spritzen und Erbrochenes - die Bediensteten der Wiener Linien sind verzweifelt

Wien, 11.09.2008 (fpd) - Die Wiener U-Bahn wurde in den letzten Jahren zum Drogenumschlagplatz Nr. 1. Sowohl bei Tag als auch in den Nachtstunden wird ungeniert gedealt - von der Konsumation einmal ganz zu schweigen. Offensichtlich dürfte sich in der Drogenszene schon herumgesprochen haben, dass man seinen tödlichen Geschäften in den U-Bahnzügen nahezu ungestört nachgehen kann, so der Vorsitzende der FA (Freiheitliche Arbeitnehmer) bei den Wiener Linien und Personalvertreter, Wolfgang Reinold zu den jüngst kolportierten Meldungen.

Auf der Linie U4 pendeln die Rauschgifthändler - zumeist Schwarzafrikaner - zwischen den Stationen Spittelau und Karlsplatz. Benutzt werden ausschließlich der 3te und 4te Waggon bei den so genannten Langzügen. Nach erfolgreicher, öffentlicher Abwicklung der Geschäfte, trennen sich die Wege der Dealer und Süchtigen wieder. Die Bediensteten sind am Rande der Verzweiflung - ein normaler Betriebsablauf ist fast unmöglich geworden. Gerade in den Abendstunden intensiviert sich das Problem noch mehr. Gebrauchte Spritzen sowie Blutspuren und Erbrochenes sind in den Zügen und Stationen mittlerweile eher zur Regel als zur Ausnahme geworden, wettert Reinold, der weiters anmerkt, dass vor knapp einem Jahr die Sicherheitsabteilung bei V 47 aufgelöst wurde. Diese hatte mit der Polizei regelmäßige Kontrollen durchgeführt und zu einer sichtbaren Verbesserung beigetragen.

Nachdem die Sicherheitsabteilung gestrichen wurde, haben einige Bedienstete in Eigeninitiative und zur Sicherheit der Fahrgäste, mittels Durchsagen auf die Zustände in den U-Bahnzügen aufmerksam gemacht. Ziel dieser Durchsagen sei unter anderem auch, Drogenabhängige und deren Lieferanten vom U-Bahn Bereich, insbesondere aber den U-Bahnzügen fern zu halten. Nicht zu letzt um den U-Bahn Betrieb und das Image der Wiener Linien nicht weiter durch derartige Vorkommnisse zu beeinträchtigen. Aber die Unterstützung der Mitarbeiter ist bei den Wiener Linien offenbar nicht erwünscht - sie reagieren mit einer Verwarnung die die Auflösung des Dienstverhältnisses im Wiederholungsfall beinhaltet.

Sämtliche Anträge der Freiheitlichen Arbeitnehmer, die zur Verbesserung hätten beitragen sollen, wurden abgeschmettert. Nun müssen die Wiener Linien schleunigst einen speziell ausgebildeten Sicherheitsdienst zur Bekämpfung der Drogenhölle in den U-Bahnzügen einrichten - eine eigene U-Bahnpolizei, wie sie die FPÖ in Wien schon seit Jahren fordert, ist ein richtiger und wichtiger Schritt. Es ist bereits 5 nach 12! Die Sicherheit der Fahrgäste sowie der Bediensteten muss wieder gewährleistet werden, so Reinold abschließend. (Schluss)paw

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