LIF fordert Best-Practice-Standards für Gerichtsgutachten

Justizsprecher Hofmann kritisiert mangelnde Möglichkeiten der Qualitätskontrolle bei Gerichtsgutachten und fordert Handhabe gegen unnötige Verzögerungen

Wien (OTS) - In der aktuellen Debatte um die Qualitätskontrolle
bei Gerichtsgutachten fordert LIF-Justizsprecher Alexander Hofmann vom Gesetzgeber Best-Practice-Standards für die Befundaufnahme und schlüssige Begründung von Gerichtsgutachten, deren Missachtung mit Rechtsmittel angefochten kann. "So würde man sicherstellen, dass sich die Qualität von Gutachten einer vergleichenden und nachprüfenden Kontrolle unterziehen lässt. Einfach zu sagen, dass Richter an ein schlechtes Gutachten ohnehin nicht gebunden seien, ist fadenscheinig. Jeder weiß, dass bei typischen Sachverständigenfragen das Urteil faktisch vom Gutachter geschrieben wird", betont Hofmann.

Verzögerungen bei Prozessen würden oft daher rühren, dass die GutachterInnen mit ihren Gutachten im Verzug seien, kritisiert Hofmann und fordert, die Säumnisfolgen strenger zu regeln. "Wenn ein Gutachter mit seiner Arbeit ungebührlich im Verzug ist, soll er ohne Anspruch auf Entlohnung sofort enthoben werden", so Hofmann. Das würde auch der bedenklichen Tendenz entgegenwirken, dass am Markt für Gerichtsgutachter kein Wettbewerb herrscht und die Gerichte immer dieselben Personen bestellen, ohne deren Qualifikation zu hinterfragen.

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