• 10.09.2008, 15:36:12
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Linsberger/Liste FRITZ: Nachhaltige Sanierung statt kurzfristiges Kaputtsparen

Sinnvolle Gesundheitspolitik bindet Vorsorge, Pflege und andere Altersprobleme ein

Innsbruck (OTS) - "Im Frühsommer haben ÄrztInnen und PatientInnen
den ersten Ansatz der Regierungsparteien verspürt, unser bewährtes,
solidarisches und soziales Gesundheitssystem durch ein
profitorientiertes System amerikanischen Vorbilds zu ersetzen", so
Dr. Doris Linsberger, Gynäkologin aus Krems. Die
Gesundheitssprecherin des Bürgerforums Österreich Liste Fritz
Dinkhauser (kurz FRITZ) findet harte Worte für die gescheiterte so
genannte Gesundheitsreform, deren Auswirkungen aus ihrer Sicht den
Zugang der PatientInnen zu Medizin, und zwar auf dem Rücken der
Ärzteschaft erschwert hätte: "Dieser Ansatz hätte ausschließlich den
Bereich getroffen, in dem nachweislich am preiswertesten und
effektivsten behandelt wird, nämlich bei den niedergelassenen
ÄrztInnen", so Linsberger, die als Nummer 2 auf der Bundesliste bei
FRITZ für den Nationalrat kandidiert.

Eine effektive und nachhaltige Gesundheitspolitik wird jedoch
nicht durch Kaputtsparen und Zugangseinschränkung erreicht, sondern
durch eine ganzheitliche Sichtweise, die auch Prävention und
Gesundheitsförderung einschließt: "Nicht nur die Behandlung, sondern
auch die Verhinderung von Krankheiten muss in den Mittelpunkt
gestellt werden. Eine Wirkungsorientierte Gesundheitspolitik muss
zukunftsgerichtete, langfristige Maßnahmen setzen", so Linsberger.
Auch ältere und chronisch kranke Menschen müssen aus ihrer Sicht im
Sinne des Generationenvertrages die beste medizinische Versorgung und
Pflege erhalten. "Medizinische Notwendigkeiten müssen immer Vorrang
vor wirtschaftlichen Überlegungen haben. Die ärztliche
Freiberuflichkeit ist der Garant für die Entscheidungsfreiheit und
die Qualität der ärztlichen Berufsausübung. Sie garantiert, dass
Ärzte in ihren Handlungsweisen nicht durch staatliche und ökonomische
Zwänge eingeengt, sondern einzig dem Wohle der PatientInnenschaft
verantwortlich sind."

Sollte FRITZ den Sprung in den Nationalrat schaffen, wird sich
Linsberger für behutsame Ansätze stark machen, die sowohl den Bereich
der Niedergelassenen als auch der Spitäler einschließt: "Unser
System, von dem Studien und Politiker aller Farben behaupten das
beste in Europa zu sein, darf nicht radikal verändert werden, sondern
muss einer behutsamen Evolution unterzogen werden.
Einsparungspotenziale können sicherlich gefunden werden, jedoch nicht
wenn man mit dem Spitalsbereich genau den Bereich ausspart, wo das
meiste Geld versickert und von dem man annimmt, dass vergleichbare
Behandlungen am teuersten zu erbringen sind." Landesweit muss
weiterhin eine qualitativ hochwertige, patientInnenfreundliche und
flächendeckende Versorgung angeboten werden. "Trotzdem sollten wir
uns bewusst sein, dass wir in Zukunft mehr Geld brauchen. Politiker,
welche die medizinische und demografische Entwicklung im Zuge des
Wahlkampfs ignorieren oder sogar in Frage stellen, agieren falsch und
fahrlässig", so Linsberger abschließend.

Rückfragehinweis:
Claudia Isaza Montoya
Tel.: +43 (0)512 573757

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