- 09.09.2008, 10:43:51
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Falter: Kleider Bauer Chef spricht erstmals über "Psychoterror" der Tierschützer
"Erinnerten mich an italienische Schutzgelderpresser" Wien (OTS) - In der morgen Mittwoch erscheinenden Ausgabe der Wiener Stadtzeitung "Falter" nimmt Peter Graf, der Chef des Bekleidungsunternehmens Kleider Bauer, erstmals zu den Methoden radikaler Tierschützer Stellung. Zwei Jahre lang hätten diese "Psychoterror" gegen ihn, seine Familie und sein Unternehmen ausgeübt. Der "Falter" publiziert auch eine Dokumentation Grafs, die ein schiefes Licht auf jene Tierschützer wirft, die vergangene Woche aus der U-Haft entlassen worden waren. Graf wurde zuletzt massiv von den Grünen angegriffen. Deren Abgeordneter Peter Pilz warf Graf vor, seine "guten Kontakte" ins Innenministerium genützt zu haben, um friedliebende Tierschützer einsperren zu lassen. Grafs hingegen sagt: "Wir haben zwei Jahre still gelitten und auf den Schutz des Rechtsstaates vertraut". In den von ihm nun vorgelegten Dokumenten finden sich Drohungen der Mitglieder des vom Neo-Grünpolitiker Martin Balluch geleiteten "Vereins gegen Tierfabriken" sowie der "Offensive gegen die Pelzindustrie". Letztere deutete in einem Schreiben an, dass auch die radikale "Animal Liberation Front" (ALF) eine Kampagne gegen Kleider Bauer unterstützen könnte. Die ALF wird vom FBI als "terroristische Vereinigung" bewertet. Mitglieder wurden wegen Brandanschlägen verurteilt. Balluch Vereinskollegen wussten von diesen Drohungen. In einem Mail, das einen Tag nach Kampagnenstart, im Oktober 2006, verfasst wurde, schrieb Felix Hnat, ein VGT-Mitglied, das vergangene Woche aus der U-Haft entlassen wurde: "Wir treten in der Kampagne als seriöser Verein auf, die (Offensive, Anm.) als Netzwerk von Autonomen mit ALF-Drohwirkung". Hnat schrieb auch Drohmails an Graf, die er mit den Worten "mit ernsthaften Grüßen" unterschrieb. Darin kündigte er wirtschaftliche Schäden an, sollte die Modekette nicht schleunigst "pelzfrei" werden. In anderen Mails an Graf heißt es: "Seien Sie vernünftig!" oder "Die Versicherungen werden immer teurer!". Die Diktion dieser Mails, so Graf, "erinnerten mich an italienische Schutzgelderpresser". Wie der "Falter" berichtet, sind bei Kleider Bauer von Unbekannten nicht nur ganze Schaufensterfronten eingeschossen worden, es wurde auch immer wieder Ware durch Buttersäure vernichtet, Mitarbeiterinnen seien durch Psychoterror und Vandalenakte eingeschüchtert worden. Zu den Anschlägen bekannte sich stets die ALF. Graf berichtet auch über "Homedemos" von Tierschtüzern. Vermummte hätten ihn vor seiner Privatwohnung aufgelauert. Eines Nachts hätten sie auch die Autos seiner Familie zerstört. Die Polizei sei machtlos gewesen. Graf rief deshalb im Innenministerium an: "Ich sagte, wenn die Polizei nicht in der Lage ist, unsere Familien, unsere Mitarbeiter und unser Eigentum zu schützen, möchte ich den Innenminister persönlich sprechen, allenfalls informieren wird die Öffentlichkeit". Kurz darauf habe sich Erik Buxbaum, der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit gemeldet und eine Sonderkommission eingerichtet. Dann hätten die Anschläge ein Ende genommen. Rückfragehinweis: ~ Dr. Florian Klenk Falter. Stellvertretender Chefredakteur Marc Aurelstrae 9 1011 Wien Tel: 0043-1-53660-924 Mobil: 0043 676 406 1106 Email: [email protected] ~ *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0109 2008-09-09/10:43 091043 Sep 08
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