- 08.09.2008, 08:59:55
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Behinderung führt zu Analphabetismus: 'Licht für die Welt' zum heutigen Weltalphabetisierungstag der UNESCO
Wien (OTS) - 77 Millionen Kinder weltweit erhalten keine
Schulbildung, ein Drittel von ihnen ist behindert und damit vor allem
in Entwicklungsländern vom regulären Schulunterricht praktisch
ausgeschlossen. Schulen sind nicht entsprechend adaptiert, es fehlt
an qualifizierten Lehrkräften und Unterrichtsmaterialien. Auch Armut
spielt in der Dritten Welt eine zentrale Rolle: Kinder müssen zu
Hause bleiben, um zum Unterhalt der Familie beizutragen.
'Licht für die Welt' setzt sich seit mittlerweile 20 Jahren für
die Rehabilitation und Förderung behinderter Kinder in den
Armutsgebieten unserer Erde ein, um ihnen einen Ausbruch aus diesem
Teufelskreis von Armut, Behinderung und Ausgrenzung zu ermöglichen
und Zukunftschancen zu eröffnen. Zugang zu Schulbildung ist dabei der
Schlüssel. ,Licht für die Welt’ fördert die Schulbildung wo immer
möglich in Regelschulen: Dieser inklusive Ansatz schafft nicht nur
die Voraussetzungen für Grundbildung, sondern auch für soziale
Integration unter Gleichaltrigen.
In einem der Hilfsprojekte der österreichischen Fachorganisation
in Papua Neuguinea beispielsweise wird mit finanzieller Unterstützung
der Europäischen Union und der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit Kindern mit Hörbeeinträchtigungen der
Zugang zu Schulbildung und Basisgesundheitsversorgung ermöglicht.
Studien zufolge sind 44 Prozent der Kinder in Papua Neuguinea
zumindest leicht hörgeschädigt. Diese oft versteckte Beeinträchtigung
führt zu Kommunikationsschwierigkeiten und schlechten schulischen
Leistungen, die Drop out Rate unter diesen Kindern ist groß. ,Licht
für die Welt’ unterstützt Reihenuntersuchungen und
Früherkennungsprogramme und schult Lehrer in der Vorbeugung von
Gehörlosigkeit.
Auch die UNESCO setzt an ihrem Weltalphabetisierungstag 2008 den
Fokus auf den Zusammenhang zwischen Alphabetisierung und Gesundheit.
"Die ernstesten Gesundheitsthemen unserer Zeit können solange nicht
wirksam bekämpft werden, bis Alphabetisierungsprogramme eine zentrale
Rolle in der Gesundheitspolitik spielen," stellt
UNESCO-Generalsekretär Koichiro Matsuura fest.
Hintergrund
'Licht für die Welt' ist eine international tätige österreichische
Fachorganisation, die sich in 90 nachhaltigen Hilfsprojekten in
Afrika, Asien und Lateinamerika für blinde und anders behinderte
Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde einsetzt. Im Rahmen ihrer
anwaltschaftlichen Arbeit engagiert sich ,Licht für die Welt’ für die
Rechte, die Gesundheits- und Ausbildungschancen behinderter Menschen
in Entwicklungsländern.
Rückfragehinweis:
Mag. Florian Schindegger
Pressereferent 'Licht für die Welt'
Tel.: +43/1/810 13 00 DW 34
Mobil: 0676 / 453 05 03
mailto:[email protected]
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