- 05.09.2008, 14:20:12
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Haiti: Wirbelstürme verwüsten das Land
Diakonie verteilt Nahrungsmittel an Sturmopfer. Hungerkrise befürchtet
Wien (OTS) - Nach Einschätzung der Diakonie Katastrophenhilfe
spitzt sich die humanitäre Krise in Haiti nach den jüngsten
Wirbelstürmen immer weiter zu. Nun bedroht mit Wirbelsturm "Ike" der
vierte Hurrikan den verarmten und krisengeschüttelten Karibikstaat.
Das evangelische Hilfswerk warnt vor einer bedrohlichen
Nahrungsmittelkrise, die langfristig bis zu vier Millionen Menschen
betreffen könnte. Das Team der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti
hat angesichts des Ausmaßes der Schäden sofort mit der Nothilfe für
die Sturmopfer in Haiti sowie in der benachbarten Dominikanischen
Republik begonnen.
Hauptleidtragende der Wirbelstürme sind die Menschen in Haiti.
Hier sind bislang mehr als 200 Todesopfer zu beklagen, mehr als eine
Million Menschen sind betroffen. "Manche haben die letzten drei Tage
ohne Nahrungsmittel auf Dächern ausharren müssen. Weite Teile des
Landes sind überflutet", berichtete Astrid Nissen, Leiterin des Büros
der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti, von der aktuellen Lage im
Norden des Landes bei Gonaives, den Wirbelsturm "Hanna" verwüstet
hat.
Das Team der Diakonie Katastrophenhilfe hat mit der Nothilfe im
schwer betroffenen Südosten des Landes begonnen, wo Wirbelsturm "Fay"
und "Gustav" verheerende Überflutungen verursacht haben, die "Hanna"
verstärkt hat. In der Region, in der die Diakonie Katastrophenhilfe
seit Jahren Hilfe leistet, erhalten zunächst 1.000 Personen
Nahrungsmittelpakete, weitere 750 Betroffene im Nachbarland
Dominikanische Republik werden unterstützt. Die Diakonie
Katastrophenhilfe plant in Haiti 24 Tonnen Nahrungsmittel an über
25.000 Menschen zu verteilen.
Diakonie befürchtet Hungerkrise
Erst im April dieses Jahres gab es im Land Hungerrevolten. Die
Diakonie Katastrophenhilfe befürchtet auch jetzt den Zusammenbruch
der Nahrungsmittelversorgung. "Die großen Schäden an
landwirtschaftlichen Anbauflächen und die ohnehin labilen Strukturen
verschärfen die Hungerkrise im Land", betonte Nissen. "Für die
Nothilfe können wir glücklicherweise auf Silos zurückgreifen, die wir
in unserem Projektgebiet für Vorratshaltung errichtet haben", so die
Helferin. Das Ausmaß der humanitären Krise hält sie für schlimmer als
vor vier Jahren, als ein Wirbelsturm 2.000 Menschen tötete. Sie hält
nicht nur den Wiederaufbau, sondern vor allem die langfristige
Sicherung der Ernährung für vordringlich.
Nissen berichtet von verheerenden Zerstörungen. Bananenplantagen
oder Anpflanzungen für Bohnen, Avocados und Brotfrüchte seien
überflutet. Allein im Südosten des Landes sind 2.500 Häuser völlig
zerstört und 6.000 beschädigt. Die Menschen würden verzweifelt auf
Hilfe warten. "Aber schlechte Straßenverhältnisse, zerstörte Brücken
und anhaltender Regen erschweren die Versorgung der Opfer enorm",
fügte sie hinzu.
Astrid Nissen steht in Haiti für Interviews zur Verfügung!
Anfragen bitte an Bettina Klinger.
Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden!
Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
PSK 23.13.300 (BLZ 60.000)
Kennwort: Haiti
Online-Spende Diakonie Katastrophenhilfe
https://spenden1.diakonie.at/goto/de/AH/hilfe?spende=1
Rückfragehinweis:
und Interviewanfragen: Bettina Klinger/Diakonie Österreich Leitung Kommunikation Tel: 409 80 01-14 Mobil: 0664 / 314 93 95 mailto:[email protected] Internet: www.diakonie.at
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