• 05.09.2008, 12:07:17
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Zierler/Neuhold: Totengräber der Post stoppen!

Faire Wettbewerbsbedingungen für die Liberalisierung und eine garantierte Mindestanzahl von 1000 selbst geführten Postfilialen müssen sichergestellt werden

Wien (OTS) - Eine garantierte Mindestanzahl von 1000 selbst
geführten Postfilialen, echte Arbeit statt der Geldvernichtungsaktion
Job Center (KEC), einen Branchenkollektivvertrag und Lizenzverträge
forderten heute Theresia Zierler, Wiener Spitzenkandidatin des
Bürgerforum Österreich - Liste Fritz Dinkhauser, und
Postgewerkschafter Hermann Neuhold in ihrer gemeinsamen
Presskonferenz. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit - gegenüber
Postmitarbeitern und Kunden.

Rund 1000 Postfilialen wurden schon geschlossen. Weitere
Schließungen, speziell in Ballungsräumen, seien bereits geplant. "Für
ältere, nicht mehr so mobile Mitbürger ist das eine Katastrophe.", so
Zierler. Das Modell Deutschland - Postpartner statt Postämter -
dürfe nicht in Österreich umgesetzt werden. Die Situation werde sich
aber mit der Liberalisierung noch verschlimmern, wenn nicht
rechtzeitig gegengesteuert wird.

Zierler:"Wenn 2011 die Liberalisierung greift, darf keine Dumping-
und McJob-Welle über Österreich hereinbrechen. Ein
Branchenkollektivvertrag kann das verhindern. Er bedeutet gleichen
Lohn für gleiche Arbeit, auch für die Mitarbeiter eines privaten
Anbieters. Und Lizenzverträge müssen sicherstellen, dass sich private
Anbieter nicht nur die "Rosinen" rauspicken, sondern - wie die Post -
auch Regionen bedienen, in denen es nichts zu verdienen gibt." Nur
das sichere auch in Zukunft anständige Arbeitsplätze statt McJobs und
Sicherheit und Verlässlichkeit für Kunden statt Pfuschlösungen", so
Zierler.

"Aus meiner Sicht sind die Totengräber der Post zu stoppen, denn
die Arbeitsplatzvernichtungen im Zustellbereich der Distribution
unter der Führung des Vorstandes DI Hitziger und im
Paketzustellbereich sowie im Filialnetz gehen ungeniert weiter. Wir
sprechen hier von 1000 Arbeitsplätzen im Zustellbereich." erklärt
Hermann Neuhold, Mitarbeiter im Zentralausschuss der Post als Christ
Gewerkschafter. "Bei der Österreichischen Post AG", so Neuhold
weiter, "agieren Vorstände, die Kunden oder auch die Kollegenschaft
nur wenig interessieren." So hätten zum Beispiel bereits 400
Paketzusteller ihren Job verloren, aber im gleichen Atemzug seien 400
private Frächter aufgenommen worden, die, so Neuhold "mit unseren
Autos und unseren Uniformen unseren Job machen." Die Postbediensteten
habe man dafür ins Jobcenter verfrachtet.

Neuhold: "Rund 800 Menschen werden insgesamt in diesem Job Center,
das man zynischerweise Karriere- und Entwicklungscenter (KEC) nennt,
versteckt. Die Mitarbeiter werden in diesem KEC wie "Hennen in
Legebatterien" gehalten und sind zum Nichtstun verpflichtet. Die
Kosten sind enorm, weil der Bedienstete ja nichts Produktives machen
kann. Manche sitzen bereits seit über vier Jahren dort." Die Menschen
im KEC müssten daher wieder in den Betrieb integriert werden. "Aber
leider schaffen es einige Vorstände der Post AG nur durch Angst und
schrecken die Kollegenschaft nieder zu halten. Der Ausspruch von
Vorstand Walter Hitziger " die Mitarbeiter müssen den kalten Atem im
Nacken spüren" zeigt, wie weit es mit der Menschenführung bestellt
ist.", so Neuhold. Die FCG Christgewerkschafter hätten stets die
Regierungsparteien SPÖ und ÖVP aufgefordert eine Stellungnahme zur
Sicherung der Österreichischen Post abzugeben. "Und somit fordern wir
als Bürgerforum Österreich - Liste Fritz und die Christgewerkschafter
der Post nochmals alle politischen Parteien dazu auf, klare
Stellungnahmen zur längerfristigen Sicherung der Österreichischen
Post AG abzugeben.", erklärten Zierler und Neuhold abschließend.

Rückfragehinweis:
Theresia Zierler 0664/231 44 00
Hermann Neuhold 0664 624 15 51

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