- 02.09.2008, 14:26:57
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LIF-Berger an Molterer: Geografisch geplante Kunstförderung bringt nichts
Staatliche Kunstförderung erhöhen und transparent vergeben, Anreize für private Kunstförderung schaffen
Wien (OTS) - "Molterer verkauft leere Worthülsen als große
kulturpolitische Visionen", kritisiert LIF-Kunst- und Kultursprecher
Rudolf Berger die Forderung von Vizekanzler Molterer, die Förderung
für Kunst und Kultur im regionalen Bereich und in Richtung "Spitze"
und "Breite" auszubauen. "Kunst und Kulturförderung zu allererst
geografisch planen zu wollen zeigt vom Unverständnis Molteres von der
Materie. Fällt dem aspirierendem Kulturminister Molterer zum zu
seinem angeblichen Herzensanliegen Kunst wirklich nicht mehr ein, als
mit Lippenbekenntnissen wirkliche Verbesserungen für den Sektor erst
recht hinauszuzögern?"
Österreich könne wie in der Vergangenheit eine kulturelle und
künstlerische Großmacht sein, ist der ehemalige Volksoperndirektor
Berger überzeugt. Dafür brauche es jedoch attraktive
Rahmenbedingungen: "Um die "Spitze" zu fördern, zum Beispiel die
Salzburger Festspiele oder den erfolgreichen Österreichischen Film,
müssen wir Sponsoren Anreize geben, in Kunst zu investieren - etwa
durch steuerliche Begünstigungen. Die "Breite" im österreichischen
Kunst- und Kulturschaffen braucht eine langfristige, verbindliche
Unterstützung von KünstlerInnen und Kunstformen, keine anlassbezogene
Günstlingswirtschaft."
"Wenn es Molterer ernst meint, soll er lieber die Budgets erhöhen, um
Arbeitsplätze im Sektor zu schaffen und zu sichern und das Image des
Kultur und Tourismusstandorts Österreich fördern, und für eine faire,
transparente Versorgung der Gelder sorgen. Entsprechende
Gesetzeseinträge hätte er mit seiner Partei schon seit Jahren
einbringen können", kritisiert Berger. "Und einen besonderen Dienst
erweist er dem Kunst- und Kulturbetrieb, wenn er sich in der
kommenden Legislaturperiode für eine fähige Kulturministerin oder
einen fähigen Kulturminister mit eigenem Ressort einsetzt, der oder
dem nicht durch die lange Leine des Bundeskanzlers die Hände gebunden
sind."
Rückfragehinweis:
LIF - Die Liberalen Presse
Tel.: 0676 / 848 905 406
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