LIF-Berger an Molterer: Geografisch geplante Kunstförderung bringt nichts

Staatliche Kunstförderung erhöhen und transparent vergeben, Anreize für private Kunstförderung schaffen

Wien (OTS) - "Molterer verkauft leere Worthülsen als große kulturpolitische Visionen", kritisiert LIF-Kunst- und Kultursprecher Rudolf Berger die Forderung von Vizekanzler Molterer, die Förderung für Kunst und Kultur im regionalen Bereich und in Richtung "Spitze" und "Breite" auszubauen. "Kunst und Kulturförderung zu allererst geografisch planen zu wollen zeigt vom Unverständnis Molteres von der Materie. Fällt dem aspirierendem Kulturminister Molterer zum zu seinem angeblichen Herzensanliegen Kunst wirklich nicht mehr ein, als mit Lippenbekenntnissen wirkliche Verbesserungen für den Sektor erst recht hinauszuzögern?"

Österreich könne wie in der Vergangenheit eine kulturelle und künstlerische Großmacht sein, ist der ehemalige Volksoperndirektor Berger überzeugt. Dafür brauche es jedoch attraktive Rahmenbedingungen: "Um die "Spitze" zu fördern, zum Beispiel die Salzburger Festspiele oder den erfolgreichen Österreichischen Film, müssen wir Sponsoren Anreize geben, in Kunst zu investieren - etwa durch steuerliche Begünstigungen. Die "Breite" im österreichischen Kunst- und Kulturschaffen braucht eine langfristige, verbindliche Unterstützung von KünstlerInnen und Kunstformen, keine anlassbezogene Günstlingswirtschaft."

"Wenn es Molterer ernst meint, soll er lieber die Budgets erhöhen, um Arbeitsplätze im Sektor zu schaffen und zu sichern und das Image des Kultur und Tourismusstandorts Österreich fördern, und für eine faire, transparente Versorgung der Gelder sorgen. Entsprechende Gesetzeseinträge hätte er mit seiner Partei schon seit Jahren einbringen können", kritisiert Berger. "Und einen besonderen Dienst erweist er dem Kunst- und Kulturbetrieb, wenn er sich in der kommenden Legislaturperiode für eine fähige Kulturministerin oder einen fähigen Kulturminister mit eigenem Ressort einsetzt, der oder dem nicht durch die lange Leine des Bundeskanzlers die Hände gebunden sind."

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