Mailath: "Ländlicher" Molterer vergisst urbane Kultur

Plötzliches Kulturinteresse auch für Stadt nutzen

Wien (OTS) - "Gerade urbane Zentren wie Wien sind der eigentliche und großflächige Humus für kreatives Schaffen", erklärte Wiens Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny in einer Reaktion auf die gestrigen Aussagen von Finanzminister Wilhelm Molterer, wonach Vitalität und Kunst in der Peripherie entstünden. "Bei allem Respekt vor dem Kunstschaffen im ländlichen Raum sollte doch nicht übersehen werden, dass es doch die urbanen Ballungszentren sind, die sowohl in Quantität als auch in Qualität das Kunstschaffen beflügeln. Wenn der Finanzminister jetzt spät, aber doch sein Interesse für Kulturpolitik entdeckt, so ist das erfreulich und könnte gleich in eine verstärkte Filmförderung umgemünzt werden. Darüber hinaus gibt es viele Wiener Institutionen, die hervorragende Kunst produzieren, aber eine noch stärkere Zuwendung des Bundes durchaus vertragen könnten", zeigte sich der Wiener Kulturstadtrat erfreut über den neu erweckten Kunstsinn im Finanzministerium. "Allerdings hatte auch die Vorliebe für Oberzeiring des präsumtiven Vor-Vorgängers von Molterer als Kulturverantwortlicher nicht gerade zu einem namhaften Mehrbetrag für die Kultur in Österreich geführt", schloss Mailath skeptisch. (Schluss) rar

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Renate Rapf
Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Tel.: 4000/81 175
E-Mail: renate.rapf@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0017