• 02.09.2008, 13:36:47
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Mailath: "Ländlicher" Molterer vergisst urbane Kultur

Plötzliches Kulturinteresse auch für Stadt nutzen

Wien (OTS) - "Gerade urbane Zentren wie Wien sind der eigentliche
und großflächige Humus für kreatives Schaffen", erklärte Wiens
Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny in einer Reaktion auf die
gestrigen Aussagen von Finanzminister Wilhelm Molterer, wonach
Vitalität und Kunst in der Peripherie entstünden. "Bei allem Respekt
vor dem Kunstschaffen im ländlichen Raum sollte doch nicht übersehen
werden, dass es doch die urbanen Ballungszentren sind, die sowohl in
Quantität als auch in Qualität das Kunstschaffen beflügeln. Wenn der
Finanzminister jetzt spät, aber doch sein Interesse für Kulturpolitik
entdeckt, so ist das erfreulich und könnte gleich in eine verstärkte
Filmförderung umgemünzt werden. Darüber hinaus gibt es viele Wiener
Institutionen, die hervorragende Kunst produzieren, aber eine noch
stärkere Zuwendung des Bundes durchaus vertragen könnten", zeigte
sich der Wiener Kulturstadtrat erfreut über den neu erweckten
Kunstsinn im Finanzministerium. "Allerdings hatte auch die Vorliebe
für Oberzeiring des präsumtiven Vor-Vorgängers von Molterer als
Kulturverantwortlicher nicht gerade zu einem namhaften Mehrbetrag für
die Kultur in Österreich geführt", schloss Mailath skeptisch.
(Schluss) rar

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Dr. Renate Rapf
   Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
   Tel.: 4000/81 175
   E-Mail: [email protected]

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