ÖAMTC-Bilanz des Sommerreiseverkehrs 2008: 52 Prozent aller Staus waren durch Unfälle verursacht (+ FOTO)

Verkehrsaufkommen im Juli und August 2008 annähernd gleich stark wie im Vorjahr

Wien (OTS) - Mit Ende der Schulferien in Ostösterreich legt die ÖAMTC-Informationszentrale eine erste Bilanz des Verkehrsaufkommens an den Wochenenden im Juli und August vor. Die Auswertung der Verkehrsmeldungen und der Berichte der Stau-Berater des Clubs zeigen:
Deutsche und Österreicher waren heuer trotz Europameisterschaft nahezu genau so gerne mit dem Auto in den Urlaub unterwegs, wie im Vorjahr. Auch wenn es für viele angesichts der hohen Spritpreise der wohl teuerste Urlaub bisher war. "An den zehn Reisewochenenden wurden insgesamt 502 Staus mit einer Mindestlänge von 1,5 Kilometern registriert. Das sind zwar sieben Prozent weniger als im Vorjahr, dafür waren die Staus im Durchschnitt etwas länger", berichtet ÖAMTC-Verkehrsexperte Helmut Beigl. Leichte Verschiebungen gab es allerdings bei der Ursachen-Analyse: Noch deutlicher als im Vorjahr waren Auffahrunfälle Hauptauslöser für Behinderungen.

"In Summe wurden mehr als die Hälfte der gemeldeten Verzögerungen durch Kollisionen im dichten Verkehr verursacht, während rund 20 Prozent der stehenden Urlauberkolonnen auf Überlastung der Straßenkapazität, etwa vor den einspurigen Tunnels, zurückzuführen waren", erklärt Beigl. Auf der Tauern Autobahn, auf der sich knapp 15 Prozent aller Staus des Sommers konzentrierten, wird es hier erst ab Ostern 2009 Verbesserungen geben. Dann werden beide Röhren des Katschberg Tunnels voll zur Verfügung stehen. Beim Tauern Tunnel wird das laut ÖAMTC noch länger, nämlich etwas mehr als zwei Jahren dauern.

Mit einem Road Safety Monitoring hat das neue Betriebsmanagement der ASFINAG gemeinsam mit dem ÖAMTC versucht, die Baustellen zu optimieren, was vielfach auch gelungen ist. So waren die heuer wegen der Euro besonders zahlreichen Baustellen nur in rund zehn Prozent der Fälle Stau-Auslöser. Wo die Anzahl der Fahrspuren beibehalten werden konnte, gab es praktisch keine Staus, wie etwa der A1 (West Autobahn) im oberösterreichischen Seengebiet.

Weitere Ursachen für unfreiwillige Wartezeiten waren defekte Fahrzeuge, Veranstaltungen und technische Gebrechen.

40 km-Rekordstau beim Tauern Tunnel und Vignetten-Chaos in Slowenien

Werte wie sie von der ÖAMTC-Informationszentrale sonst nur zu Pfingsten bei optimalem Wetter erfasst werden, wurden am ersten August-Wochenende (gemeldet. Ferienbeginn in Bayern, Grand-Prix-Veranstaltung am Hungaroring samt Baustelle auf ungarischer Seite sowie Auslieferungsprobleme der neu eingeführten Autobahn-Vignette für Slowenien sorgten für 40 Kilometer Stau auf der Tauern Autobahn (A10), 20 Kilometer auf der Ost Autobahn (A4) und bis zu vier Stunden Wartezeit vor der slowenischen Grenze bei Spielfeld (A9, Pyhrn Autobahn) wegen Vignettenkontrollen der slowenischen Behörden.

Deutsche und Holländer bei Routenwahl kaum flexibel

Nach Berichten der ÖAMTC-Stau-Berater, die an jedem Samstag auf der Tauern Autobahn im Einsatz waren, wurden die Tauern Tunnel-Ausweichmöglichkeiten Radstädter Tauern (B99) und ÖBB-Tauernschleuse kaum genutzt. Während man bei einer Fahrzeugfrequenz von mehr als 2.000 Kfz pro Stunden auf der A10 vor dem Tunnel mit Blockabfertigung mindestens vier Stunden warten musste, war die B99 nahezu verkehrsfrei und bei der Bahnverladung noch Kapazitäten frei. Der Grund dafür liegt vielfach an der gedankenlosen Nutzung von Navigationsgeräten, vermutet Beigl. "Der Zielort an der Adria wird eingetippt, das Gerät ermittelt die streckenmäßig kürzeste Route und die Anweisungen werden stur befolgt."

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