• 29.08.2008, 10:10:14
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Holzmarkt: Gedämpfte Erwartungen der Waldbesitzer für den Herbst

Resch: Normalisierung des Holzflusses muss gemeinsames Anliegen sein

Klagenfurt (OTS) - "Nach drei großen Windwürfen innerhalb von 14
Monaten, dem neuerlichen markanten Preisverfall beim Sägerundholz und
einer deutlichen Abschwächung der Konjunktur macht sich unter den
Waldbesitzern eine gewisse Ernüchterung breit. Die Erwartungen, dass
sich der Holzmarkt bis zum Jahresende substanziell bessert, sind
gedämpft. Es besteht aber die Hoffnung, dass spätestens im Frühjahr
2009 mit Beginn der Bausaison wieder eine Normalisierung des
Holzflusses eintritt. Wir sehen einen kleinen Lichtschein am Ende des
Tunnels, dieser Tunnel ist aber noch sehr, sehr lange", stellte
Johann Resch, Vorsitzender des Ausschusses für Forst- und
Holzwirtschaft der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich des
Internationalen Holztages in Klagenfurt fest.

Durchgreifende Marktbelebung derzeit noch nicht absehbar

Tatsächlich ist derzeit die Nachfrage nach allen
Rundholzsortimenten noch sehr verhalten, eine durchgreifende
Marktbelebung noch nicht absehbar. Allgemein ist ausreichend Rundholz
aus den Windwürfen, regionalen Gewitterstürmen und phytosanitären
Nutzungen auf dem Markt. Im Sommer hat sich der Sägerundholzpreis auf
niedrigem Niveau stabilisiert. Aufgrund der allgemein schlechten
Rahmenbedingungen wird aber für den Herbst nicht mehr von einem
Preisaufschwung wie in den vergangenen beiden Jahren ausgegangen.

"Bis zum Spätherbst werden die Holzmengen, die durch die Orkane
'Paula' und 'Emma' aber auch durch Sommergewitter angefallen sind,
aufgearbeitet und abgefrachtet sein. Es gilt all jenen ein besonderer
Dank, die zur Entlastung des Marktes Nasslager angelegt
beziehungsweise eine rasche Bewilligung der Lagerplätze ermöglicht
haben. Zusätzlich gebührt den Frächtern und der Rail Cargo Austria
aufrichtiger Dank, weil sie ihre Transportleistung in der Steiermark
und Kärnten enorm gesteigert haben. In den kommenden Monaten gilt es,
ungeachtet der nicht sehr guten Marktlage, frisch vom Borkenkäfer
befallenes Holz rasch aufzuarbeiten. Die Holzabnehmer sind
aufgefordert, durch den umgehenden Holzabtransport die Bemühungen der
Waldbesitzer zu unterstützen. Eine rasche Normalisierung des
Holzflusses wieder herbeizuführen ist ein gemeinsames Anliegen",
appellierte Resch an Forstwirtschaft und Holzindustrie gleichermaßen.

Auskömmlicher Holzpreis notwendig

"Die vergangenen beiden Jahre haben deutlich gezeigt, dass ein
auskömmlicher Holzpreis zu den wichtigsten Motivationsfaktoren für
eine verstärkte Holznutzung zählt. Unverständlich ist daher auch die
'Auf und Nieder-Preispolitik' der Papierindustrie, wenn gleichzeitig
Zukunftsängste über eine ausreichende Holzversorgung bestehen.
Preisreduktionen sind diesbezüglich die falschen Signale", forderte
Resch mehr Kontinuität ein.

"Ohne Transparenz des Marktes ist ein Krisenmanagement nicht
möglich. Beim nächsten Windwurf muss daher anhand aussagekräftiger
Parameter ein rascher Überblick über die aktuelle Marktlage möglich
sein. Dazu ist ein 'Marktradar' zu entwickeln, das im
Kooperationsabkommen Forst Holz Papier anzusiedeln ist", verlangte
Resch.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

Landwirtschaftskammer Österreich 
   Austrian Chamber of Agriculture
   Dipl.-Ing. Martin Höbarth 
   Tel.-Nr. 01/53441-8591
   E-Mail: [email protected]  
   Schauflergasse 6, 1014 Wien 
   www.lk-oe.at

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