• 29.08.2008, 09:58:59
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Allianz: Neue Lebensentwürfe führen zum Umbruch in der Lebensversicherung

Wien (OTS) - Die demographische Entwicklung in Österreich führt zu
einer "Destandardisierung" der traditionellen Lebensphasen-Modelle -
mit signifikanten Auswirkungen auf die Lebensversicherung: Bis 2020
wird mit einem Marktwachstum von rund 300% in diesem Segment
gerechnet. Die Allianz verzeichnet einen Strukturwandel, rüstet ihre
Produktlandschaft komplett um und integriert einen neuen
Beratungsansatz ähnlich dem "§ 57a-Pickerl" in der Kfz-Versicherung.

In Rückkoppelung zu demographischen Entwicklungen befindet sich
die Lebensversicherung im Umbruch: Das Investitions- und
Vorsorgeverhalten bewegt sich mit den neuen Lebensphasen-Modellen und
drückt sich in deutlich verändertem Bedarf aus. Dr. Thomas Fent,
Experte für Bevölkerungsökonomie am Institut für Demographie der
Akademie der Wissenschaften, prognostiziert spannende und zum Teil
konstrastierende Neuerungen im Verhalten und in den Einstellungen der
Menschen: "Nicht nur die Lebenserwartung ist signifikant gestiegen -
seit 1980 um 5 Jahre - sondern auch die markanten Zäsuren wie
Heirats-, Gebäralter oder Scheidungsraten unterliegen einem
gravierenden Veränderungsprozess. Die Lebensläufe sind variabler und
unsicherer geworden - wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer
Destandardisierung der Lebensphasen", erklärt Fent.

Trend zur Singlepolizze

Diese neuen Lebensläufe lassen sich auch anhand von Eckdaten rund
um die Lebensversicherung belegen: Schloss man eine
Lebensversicherung vor zehn Jahren noch mit 30 Jahren und darüber ab,
so liegt der übliche Zeitpunkt des Erstabschlusses mittlerweile
deutlich unter 30. Visierten für die Auszahlung der
Lebensversicherung Frauen in der Vergangenheit ein Alter von 55 und
Männer von 60 Jahren an, so ist dies heute sowohl bei Frauen als auch
bei Männern ein Alter von 65 Jahren. War es früher bei Paaren üblich,
Lebensversicherungsverträge auf Gegenseitigkeit abzuschließen, so tun
dies heute nur noch 20 Prozent. "Der Wunsch nach finanzieller
Unabhängigkeit sowie die steigenden Scheidungsraten tragen dazu bei,
dass Lebensversicherungen zunehmend als Single-Polizze abgeschlossen
werden", erklärt Manfred Baumgartl, Vorstandsmitglied der Allianz.

Lücken im Vorsorgeverhalten

Das Vorsorgeverhalten in Österreich spiegelt diesen Trend jedoch
noch nicht ausreichend wider, verlässt man sich bei der
Altersvorsorge doch sehr stark auf den öffentlichen Bereich. Dies sei
ein folgenschwerer Fehler, da die zu erwartende demographische
Entwicklung das öffentliche System in absehbarer Zeit an die Grenzen
seiner Belastbarkeit bringe: "Die erste Säule dient lediglich der
Grundversorgung, da tun sich erhebliche Vorsorgelücken auf", warnt
Baumgartl. Die Möglichkeiten in der betrieblichen Altersvorsorge
werden längst nicht voll genützt und auch bei der privaten
Pensionsvorsorge sind die Österreicher säumig. Mit jährlichen
Ausgaben von 881 Euro pro Kopf für die Lebensversicherung liegt der
Wert deutlich unter dem westeuropäischen Schnitt von 1.234 Euro.
Mangelndes Bewusstsein für die Pflegevorsorge verschärft die
Problematik um die Vorsorgelücke.

Antworten der Lebensversicherung

"Die veränderten demographischen Rahmenbedingungen erfordern ein
Umdenken", so Baumgartl. "Wir haben uns darauf eingestellt: Schon
heute haben wir das Produkt Lebensversicherung umgerüstet", erklärt
Baumgartl. Den destandardisierten Lebensabläufen entsprechend bietet
die Allianz ihren Kunden ein Maximum an Flexibilität. Je nach
individueller Situation sind variable Zuzahlungen ohne dauerhafte
Verpflichtungen ebenso möglich wie Geld herauszunehmen, ohne, dass es
zu Abschlägen kommt. All das gilt sowohl in der klassischen wie in
der fondsgebundenen Welt.

Neben der Flexibilität bei den Produkten spiele auch die
Beratungsqualität eine immer wichtigere Rolle: "Hier ist die
Versicherungswirtschaft neu gefordert." Was der Kunde heute somit
sein Leben lang brauche, sei eine Art regelmäßige "§ 57a-Überprüfung"
für seine Finanz- und Vorsorgesituation. "Es geht um Kontinuität und
Regelmäßigkeit - im Dienste lebenslanger finanzieller Sicherheit", so
Baumgartl abschließend.

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Gruppe in Österreich
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien 
   Tel: 01/87807- 80726, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected] 
   Internet: www.allianz.at

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