- 28.08.2008, 16:02:31
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Meinl Bank weist Format-Behauptungen zurück
Bank handelte immer auf konkreten Auftrag von MEL; Bankmanager Weiß: "Habe nie Vorgaben oder Anweisungen erhalten - FMA dreht alles so, wie sie es braucht."
Wien (OTS) - Zum im Format wiedergegeben Bericht der FMA über die
Rolle der Meinl Bank bei den Rückkaufen von MEL-Zertifikaten nimmt
die Meinl Bank wie folgt Stellung:
Wie bereits auf Anfrage dem Format mitgeteilt und in dem Artikel
auch teilweise zitiert, handelte die Meinl Bank bei der Durchführung
der Zertifikatsrückkäufe ausschließlich und nachweislich auf konkrete
und eng determinierte Aufträge der MEL. Die Meinl Bank hat dabei ihr
von MEL erteilte Kauforders ordnungs- und pflichtgemäß ausgeführt,
ohne dass der Meinl Bank dabei jeglicher eigener Handlungs- und/oder
Ermessensspielraum eingeräumt war. Der Vorstand der Meinl Bank wusste
von diesen Vorgängen grundsätzlich Bescheid, war hierin jedoch -
genau so wie der Vorstand anderer Banken im Zusammenhang mit der
Ausführung von Kundenorders - in keiner Weise involviert. Der vom
Format genannte zuständige Mitarbeiter der Meinl Bank, der damalige
Prokurist und heutige Vorstand Günther Weiß, hat Julius Meinl in
diesem Zusammenhang ausschließlich in seltenen Fällen kontaktiert.
Diese Kontaktaufnahme hatte jedoch ausschließlich informativen
Charakter; es ging nicht um die Einholung irgendwelcher Anweisungen
oder Vorgaben. Dies - und nichts anderes - hat Günther Weiß im Rahmen
seines Gesprächs bei der FMA gesagt; eine formelle Einvernahme von
Günther Weiß und damit eine echte Aussage von diesem fand entgegen
der Darstellung im Format niemals statt. Zu den diesbezüglichen
Behauptungen in FORMAT erklärt Günter Weiß: "Ich habe nie gesagt,
irgendwelche Vorgaben oder Anweisungen erhalten zu haben. Die FMA
verdreht nun offenbar alles so, wie sie es braucht."
Weder die Meinl Bank noch Julius Meinl haben die Rückkäufe
gesteuert oder sonst aktiv auf diese Einfluss genommen, geschweige
denn, dass Julius Meinl, wie Ex-FPÖ-Justizminister Dieter Böhmdorfer
behauptet und von Format in dessen Sinne übernommen, "Strippenzieher"
der Zertifikateankäufe gewesen ist. Die Meinl Bank hat, wie bereits
erwähnt, ausschließlich ihr von MEL erteilte Kauforders ohne
jegliches eigenes Ermessen ausgeführt. Die Willensbildung im Hinblick
auf die Rückkäufe erfolgte ausschließlich durch MEL, die der Meinl
Bank auf dieser Grundlage eng determinierte Kauforders erteilte.
Daraus lassen sich weder für die Meinl Bank, geschweige denn für
Julius Meinl irgendwelche straf- oder zivilrechtlichen Konsequenzen
ableiten.
Die von Format aufgestellte Behauptung, die Meinl Bank hätte nun
einen Strategieschwenk vollzogen, ist gänzlich falsch. Es wurde von
Anfang an der Öffentlichkeit kommuniziert, dass der Ankauf der
MEL-Zertifikate insbesondere zum Zweck der - zwischenzeitig auch
erfolgten - Hereinnahme eines strategischen Investors erfolgte. Dies
geht im Übrigen auch aus der Ad hoc-Meldung der MEL vom 29.8.2007
klar hervor. Dass die Meinl Bank den Ankauf der Zertifikate im
Auftrag und auf Rechnung von MEL abwickelte, hat auch Meinl Bank
Vorstand Peter Weinzierl in Interviews mit News und dem Börse-Express
in den letzten Monaten bereits ausführlich erläutert.
Obwohl Format von der Meinl Bank in einer ausführlichen
Stellungnahme die wesentlichen Umstände im Zusammenhang mit dem
Ankauf der MEL-Zertifikate erläutert wurden, übernimmt Format in dem
Artikel in vollem Umfang die Argumentation von Ex-FPÖ-Minister Dieter
Böhmdorfer, der in dieser Causa bekanntlich eigene wirtschaftliche
Interessen verfolgt. Im Übrigen stammt die von FORMAT viel zitierte
"erste Sachverhaltsdarstellung" aus dem Jänner 2008 und ist damit
längst nicht mehr am letzten Stand.
Rückfragehinweis:
Meinl Bank AG
mailto:[email protected]
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