Meinl Bank weist Format-Behauptungen zurück

Bank handelte immer auf konkreten Auftrag von MEL; Bankmanager Weiß: "Habe nie Vorgaben oder Anweisungen erhalten - FMA dreht alles so, wie sie es braucht."

Wien (OTS) - Zum im Format wiedergegeben Bericht der FMA über die Rolle der Meinl Bank bei den Rückkaufen von MEL-Zertifikaten nimmt die Meinl Bank wie folgt Stellung:

Wie bereits auf Anfrage dem Format mitgeteilt und in dem Artikel auch teilweise zitiert, handelte die Meinl Bank bei der Durchführung der Zertifikatsrückkäufe ausschließlich und nachweislich auf konkrete und eng determinierte Aufträge der MEL. Die Meinl Bank hat dabei ihr von MEL erteilte Kauforders ordnungs- und pflichtgemäß ausgeführt, ohne dass der Meinl Bank dabei jeglicher eigener Handlungs- und/oder Ermessensspielraum eingeräumt war. Der Vorstand der Meinl Bank wusste von diesen Vorgängen grundsätzlich Bescheid, war hierin jedoch -genau so wie der Vorstand anderer Banken im Zusammenhang mit der Ausführung von Kundenorders - in keiner Weise involviert. Der vom Format genannte zuständige Mitarbeiter der Meinl Bank, der damalige Prokurist und heutige Vorstand Günther Weiß, hat Julius Meinl in diesem Zusammenhang ausschließlich in seltenen Fällen kontaktiert. Diese Kontaktaufnahme hatte jedoch ausschließlich informativen Charakter; es ging nicht um die Einholung irgendwelcher Anweisungen oder Vorgaben. Dies - und nichts anderes - hat Günther Weiß im Rahmen seines Gesprächs bei der FMA gesagt; eine formelle Einvernahme von Günther Weiß und damit eine echte Aussage von diesem fand entgegen der Darstellung im Format niemals statt. Zu den diesbezüglichen Behauptungen in FORMAT erklärt Günter Weiß: "Ich habe nie gesagt, irgendwelche Vorgaben oder Anweisungen erhalten zu haben. Die FMA verdreht nun offenbar alles so, wie sie es braucht."

Weder die Meinl Bank noch Julius Meinl haben die Rückkäufe gesteuert oder sonst aktiv auf diese Einfluss genommen, geschweige denn, dass Julius Meinl, wie Ex-FPÖ-Justizminister Dieter Böhmdorfer behauptet und von Format in dessen Sinne übernommen, "Strippenzieher" der Zertifikateankäufe gewesen ist. Die Meinl Bank hat, wie bereits erwähnt, ausschließlich ihr von MEL erteilte Kauforders ohne jegliches eigenes Ermessen ausgeführt. Die Willensbildung im Hinblick auf die Rückkäufe erfolgte ausschließlich durch MEL, die der Meinl Bank auf dieser Grundlage eng determinierte Kauforders erteilte. Daraus lassen sich weder für die Meinl Bank, geschweige denn für Julius Meinl irgendwelche straf- oder zivilrechtlichen Konsequenzen ableiten.

Die von Format aufgestellte Behauptung, die Meinl Bank hätte nun einen Strategieschwenk vollzogen, ist gänzlich falsch. Es wurde von Anfang an der Öffentlichkeit kommuniziert, dass der Ankauf der MEL-Zertifikate insbesondere zum Zweck der - zwischenzeitig auch erfolgten - Hereinnahme eines strategischen Investors erfolgte. Dies geht im Übrigen auch aus der Ad hoc-Meldung der MEL vom 29.8.2007 klar hervor. Dass die Meinl Bank den Ankauf der Zertifikate im Auftrag und auf Rechnung von MEL abwickelte, hat auch Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl in Interviews mit News und dem Börse-Express in den letzten Monaten bereits ausführlich erläutert.

Obwohl Format von der Meinl Bank in einer ausführlichen Stellungnahme die wesentlichen Umstände im Zusammenhang mit dem Ankauf der MEL-Zertifikate erläutert wurden, übernimmt Format in dem Artikel in vollem Umfang die Argumentation von Ex-FPÖ-Minister Dieter Böhmdorfer, der in dieser Causa bekanntlich eigene wirtschaftliche Interessen verfolgt. Im Übrigen stammt die von FORMAT viel zitierte "erste Sachverhaltsdarstellung" aus dem Jänner 2008 und ist damit längst nicht mehr am letzten Stand.

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