Versicherungsvermittlung: Spitzengespräche gescheitert!

Wien (OTS) - An der starren Haltung der Vertreter der Versicherungsmakler und der Vermögensberater sind heute die Spitzengespräche zu einer umfassenden Reform des Rechts der Versicherungsvermittlung gescheitert. KommR Peter Salek "Insbesonders die Haltung der Versicherungsmakler hat mich überrascht, forderte doch Riedlsperger die Verlängerung des Nebengewerbes!"

Der ObmannStv. des IVVA (Interessenverand der Versicherungsagenten) KommR Peter Salek, der in seiner Funktion als Bundesgremialobmann der Versicherungsagenten an den Verhandlungen teilnahm, in einer ersten Reaktion: "Der Versuch das Recht der Versicherungsvermittlung in einer großen Lösung neu zu gestalten ist leider gescheitert! Wie ich in insgesamt 3 Verhandlungsrunden erkennen musste, gab es offenbar einen Deal zwischen Versicherungsmakler und Vermögensberatern, die auf Kosten der Agenten ihre Rechte massiv ausweiten wollten. Da können wir Versicherungsagenten bei aller Bereitschaft zum Gespräch nicht mit."

Ausgangspunkt der Spitzengespräche war ein Auftrag von WKÖ GeneralsekretärStv. Reinhold Mitterlehner und BMWA Sektionschef Mag. Preglau, die einen Reformvorschlag für die Versicherungsvermittlung im Nebengewerbe erarbeitet sehen wollten.

Das Nebengewerbe wurde im Zuge der Umsetzung der EU Richtlinie zur Versicherungsvermittlung geschaffen. In der Praxis führte es zu Wildwuchs und Missbrauch. Mit Ende des Jahres läuft die Möglichkeit zur Neubegründung des Nebengewerbes aus, ein Umstand den die Versicherungsagenten begrüßen. Dazu Obmann Salek: "Dass die Vermögensberater das Nebengewerbe weiterführen und ausbauen wollen ist verständlich. Doch wie können Maklervertreter diesem Plan zustimmen? Das widerspricht dem ureigensten Interessen des Berufsstandes der Versicherungsmakler - hier wird sich Riedlsperger (Fachverbandsobmann der Versicherungsmakler) vor seinen Mitgliedern erklären müssen!"

Oberstes Ziel bei einer Reform des Rechts der Versicherungsvermittlung muss sein, für alle Beteiligten Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen. Mit der letzten Novelle der Gewerbeordnung, die die Neubegründung des Nebengewerbes mit Jahresende auslaufen lässt, wurde hier ein Schritt in die richtige Richtung getan. "Unser Vorschlag, die Nebengewerbe in eingeschränkte Gewerbe überzuführen, hätte für alle Beteiligten klare Verhältnisse geschaffen. Leider sind wir an der Blockadepolitik von Vermögensberatern und Versicherungsmaklern gescheitert" so KommR Salek abschließend.

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