- 28.08.2008, 12:06:58
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FORMAT: Exklusiver FMA-Bericht belastet Julius Meinl schwer
Meinl selbst soll, nach Aussagen eines Meinl Bank-Mitarbeiters, in die umstrittenen MEL-Zertifikatsrückkäufe involviert gewesen sein.
Wien (OTS) - Bislang geheime Sachverhaltsdarstellungen der
Finanzmarktaufsicht (FMA) an die Staatsanwaltschaft Wien zur Causa
MEL bringen Julius Meinl V. in arge Bedrängnis. In einem Bericht, der
dem FORMAT exklusiv vorliegt, wird Meinl als der Drahtzieher hinter
den umstrittenen Zertifikatsrückkäufen bei MEL dargestellt. Die FMA
stützt sich in dem Bericht auf Aussagen des jetzigen Meinl
Bank-Vorstandes, Günter Weiß, der ausgesagt haben soll, Julius Meinl
sei über Zertifikatsrückkäufe stets informiert worden und es wurde
nach dessen Vorgaben gehandelt. Die Meinl Bank, die ja immer
dementiert hat, dass Meinl selbst in diese Transaktionen involviert
war, vollzieht angesprochen auf den Bericht nun einen Kurswechsel:
Die Zukäufe Anfang 2007 hätten, so die Bank, bereits in Zusammenhang
mit dem Einstieg eines strategischen Investors bei der MEL
stattgefunden. Darüber hätte der Vorstand der Meinl Bank Bescheid
gewusst. Die Meinl Bank agierte aber immer nur auf Auftrag der MEL.
Für geschädigte MEL-Anleger könnte dieser Bericht bedeutsam sein,
denn eine persönliche Haftung von Julius Meinl V. scheint nun recht
aussichtsreich zu sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrug
und Untreue.
Rückfragehinweis:
Rückfragen: FORMAT Wirtschaft,
Angelika Kramer, 217 55/4138
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