Rahmenbedingungen für Soziale Verantwortung von Unternehmen ist politischer Auftrag an neue Bundesregierung

Netzwerk Soziale Verantwortung bringt zivilgesellschaftliche Perspektive nach Alpbach

Wien (OTS) - "Die Politik hat die Aufgabe, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, wenn es um die Wahrnehmung gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung von Unternehmen geht. Das ist auch gleich ein Auftrag an die künftige Bundesregierung", stellt die Geschäftsführerin der zivilgesellschaftlichen Plattform "Netzwerk Soziale Verantwortung" Claudia Saller klar.

Im Rahmen des Europäischen Wirtschaftsforums Alpbach 2008 sprach sich Saller für mehr Verbindlichkeit im Bereich "Corporate Social Responsibility" (CSR) aus. "Mehr rechtliche Verbindlichkeit bedeutet bessere Orientierung für Unternehmen, mehr Wettbewerbsgerechtigkeit und mehr Schutz für Mensch und Umwelt", betont Saller. Wichtige Elemente dabei seien eine ganzheitliche Sicht von ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung sowie der Dialog mit den entsprechenden Interessensgruppen wie ArbeitnehmerInnen, KundInnen oder LieferantInnen.

Unternehmen UND Politik haben globale Verantwortung

"Die Verantwortung einzelner Unternehmen zieht durch die globale Verflechtung der Wirtschaft und der Lieferketten weite Kreise. Daher fordert das Netzwerk Soziale Verantwortung die Umsetzung von CSR Maßnahmen entlang der gesamten Lieferkette", machte Saller auf die globale Dimension des Themas aufmerksam.

Keinesfalls dürfe CSR aber als Ersatz oder Entlastung für die Politik verstanden werden, im Gegenteil: Auch in einem globalen Rahmen müsse es wirksame verbindliche Regeln für nachhaltiges Wirtschaften geben.

Saller verweist auch auf die Forderungen des europäischen Netzwerks "European Coalition for Corporate Justice" (ECCJ), das u.a. wirksamere Haftungsregeln und Sorgfaltspflichten sowie verpflichtende Sozial- und Umweltberichtslegung von europäischen Unternehmen fordert. "Wenn alle europäischen Konzerne solchen Regeln unterlägen, könnten auch die Arbeits- und Produktionsstandards in den Ländern des Südens steigen", ist Saller überzeugt. Konkret schlägt sie als möglichen ersten Schritt eine verbindliche Verordnung vor, "die regelt, welche Angaben Unternehmen in ihrem Geschäftsbericht über ihre Aktivitäten bezüglich Umwelt, Soziales, Menschenrechte und Nachhaltigkeit machen müssen."

Das Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) ist ein Zusammenschluss von ArbeitnehmerInneninteressenvertretungen und NGOs, der sich aus einer zivilgesellschaftlichen Perspektive mit dem Thema Corporate Social Responsibility (CSR) beschäftigt. NeSoVe ist Mitglied der "European Coalition for Corporate Justice" (ECCJ) www.corporatejustice.org

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Mag.a Claudia Saller
Netzwerk Soziale Verantwortung
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Mobil: 0699-103 63 111
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