- 28.08.2008, 09:00:00
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Rahmenbedingungen für Soziale Verantwortung von Unternehmen ist politischer Auftrag an neue Bundesregierung
Netzwerk Soziale Verantwortung bringt zivilgesellschaftliche Perspektive nach Alpbach
Wien (OTS) - "Die Politik hat die Aufgabe, klare Rahmenbedingungen
zu schaffen, wenn es um die Wahrnehmung gesellschaftlicher und
ökologischer Verantwortung von Unternehmen geht. Das ist auch gleich
ein Auftrag an die künftige Bundesregierung", stellt die
Geschäftsführerin der zivilgesellschaftlichen Plattform "Netzwerk
Soziale Verantwortung" Claudia Saller klar.
Im Rahmen des Europäischen Wirtschaftsforums Alpbach 2008 sprach
sich Saller für mehr Verbindlichkeit im Bereich "Corporate Social
Responsibility" (CSR) aus. "Mehr rechtliche Verbindlichkeit bedeutet
bessere Orientierung für Unternehmen, mehr Wettbewerbsgerechtigkeit
und mehr Schutz für Mensch und Umwelt", betont Saller. Wichtige
Elemente dabei seien eine ganzheitliche Sicht von ökonomischer,
ökologischer und sozialer Verantwortung sowie der Dialog mit den
entsprechenden Interessensgruppen wie ArbeitnehmerInnen, KundInnen
oder LieferantInnen.
Unternehmen UND Politik haben globale Verantwortung
"Die Verantwortung einzelner Unternehmen zieht durch die globale
Verflechtung der Wirtschaft und der Lieferketten weite Kreise. Daher
fordert das Netzwerk Soziale Verantwortung die Umsetzung von CSR
Maßnahmen entlang der gesamten Lieferkette", machte Saller auf die
globale Dimension des Themas aufmerksam.
Keinesfalls dürfe CSR aber als Ersatz oder Entlastung für die
Politik verstanden werden, im Gegenteil: Auch in einem globalen
Rahmen müsse es wirksame verbindliche Regeln für nachhaltiges
Wirtschaften geben.
Saller verweist auch auf die Forderungen des europäischen
Netzwerks "European Coalition for Corporate Justice" (ECCJ), das u.a.
wirksamere Haftungsregeln und Sorgfaltspflichten sowie verpflichtende
Sozial- und Umweltberichtslegung von europäischen Unternehmen
fordert. "Wenn alle europäischen Konzerne solchen Regeln unterlägen,
könnten auch die Arbeits- und Produktionsstandards in den Ländern des
Südens steigen", ist Saller überzeugt. Konkret schlägt sie als
möglichen ersten Schritt eine verbindliche Verordnung vor, "die
regelt, welche Angaben Unternehmen in ihrem Geschäftsbericht über
ihre Aktivitäten bezüglich Umwelt, Soziales, Menschenrechte und
Nachhaltigkeit machen müssen."
Das Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) ist ein
Zusammenschluss von ArbeitnehmerInneninteressenvertretungen und NGOs,
der sich aus einer zivilgesellschaftlichen Perspektive mit dem Thema
Corporate Social Responsibility (CSR) beschäftigt. NeSoVe ist
Mitglied der "European Coalition for Corporate Justice" (ECCJ)
www.corporatejustice.org
Rückfragehinweis:
Mag.a Claudia Saller Netzwerk Soziale Verantwortung Luftbadgasse 14-16, 1060 Wien Tel: 01-929 1399 13 Mobil: 0699-103 63 111 mailto:[email protected] www.sozialeverantwortung.at
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