• 27.08.2008, 14:20:50
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  • OTS0236 OTW0236

PatientInnen werden kritischer und emanzipierter

Verstärkte Inanspruchnahme der Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft

Wien (OTS) - Sehr begrüßt wird von der Wiener Pflege- und
PatientInnenanwaltschaft, dass die PatientInnen sie vermehrt in
Anspruch nehmen. Der Grund für das Steigen der PatientInnenkontakte
ist nämlich nicht etwa ein Qualitätsverlust im Gesundheitswesen. Viel
mehr werden die PatientInnen und deren Angehörige selbstbewusster und
emanzipierter und hinterfragen ihre Behandlung, Pflege oder
Betreuung.

Bei der Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft sind die
KundInnenkontakte von 2005 von 8601 auf 11837 im Jahr 2006 bzw. 11672
im Jahr 2007 angestiegen. Viele dieser Anliegen - es sind keineswegs
durchgehend "Beschwerden" - können rasch, niederschwellig und zur
vollen Zufriedenheit der PatientInnen sofort gelöst werden. Die
verbleibenden Geschäftsfälle beliefen sich 2005 auf 1792, im Jahr
2006 auf 2187 und im Jahr 2007 auf 2626. "Echte" Beschwerden gab es
2006 in 709 Fällen und im Jahr 2007 in 912 Fällen. Der Rest betrifft
Anliegen wie Aufklärung und Auskünfte, Organisationshilfestellungen,
Anregungen, ja sogar Lob. Die Zahl der berechtigten und
teilberechtigten Beschwerden lag im Jahr 2006 bei 163 Fällen und im
Jahr 2007 bei 270 Fällen.

In 161 Fällen erfolgte wegen erlittener Medizinschäden eine
Entschädigung aus dem Wiener Patientenentschädigungsfonds mit einer
Gesamtentschädigungssumme von etwa 1,87 Mio. Euro. Die
Entschädigungssummen im Einzelfall liegen zwischen einigen hundert
Euro und erreichten in 3 Fällen sogar den vorgesehenen Höchstbetrag
von 70.000 Euro. Entschädigungen erfolgen auch dann, wenn ein
Verschulden nicht sicher nachgewiesen werden kann oder wenn
schwerwiegende und seltene Komplikationen vorliegen. Selbst hohe
Entschädigungen lassen daher nicht automatisch auf qualitative Mängel
Rückschlüsse zu. Dennoch werden die Fälle aufgearbeitet und
gegebenenfalls zum Anlass genommen, weitere Verbesserungen im
Qualitätsmanagement der Spitäler zu bewirken.

"Wir danken für das in uns gesetzte Vertrauen der PatientInnen.
Unsere Tür ist auch in Zukunft offen, egal, ob es sich um Anliegen
rund um die Behandlung einer körperlichen oder einer psychischen
Erkrankung, etwa auch im Otto - Wagner - Spital, handelt oder um ein
Problem mit der Pflege und Betreuung", teilt der Sprecher der Wiener
Pflege- und PatientInnenanwaltschaft mit und schließt nicht ohne noch
einmal darauf hinzuweisen, dass beobachteten Schwankungen in der
Beschwerdefrequenz in Wien keinesfalls als Hinweis auf
Qualitätseinbußen im Pflege- oder Gesundheitsbereich interpretiert
werden können.

Die Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft ist in Wien 4,
Schönbrunner Straße 7, werktags, Mo-Fr. von 8-16 Uhr und unter Tel
5871204 oder per E-Mail unter post@wpa.wien.gv.at erreichbar.
(Schluss) neu

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Gerhard Neustifter
   Leiter der Stabsstelle Administration, Presse
   Wiener Pflege-, Patientinnen-
   und Patientenanwaltschaft
   Tel.: 5871204/82991
   Mobil: 0676/811882991
   E-Mail: gerhard.neustifter@wien.gv.at
   www.patientenanwalt.wien.at/

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