• 27.08.2008, 09:30:00
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Rezeptfreie Herz-Kreislauf-Mittel: Selbstmedikation nicht ratsam

26 Präparate im "Konsument"-Test. Seriöse wissenschaftliche Studien nicht vorhanden.

Wien (OTS) - Aufgrund steigender Lebenserwartung und ungesunder
Lebensweise ist in den vergangenen Jahrzehnten die Zahl der
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stetig gestiegen. So mancher setzt bei
der Behandlung auf rezeptfreie Mittel - etwa mit Weißdorn, Knoblauch
oder Mistelkraut. "Konsument" hat 26 derartige Präparate auf ihre
Wirksamkeit untersucht und stellt sämtlichen getesteten Mitteln kein
gutes Zeugnis aus. Stattdessen rät "Konsument", sich bei
Herz-Kreislaufproblemen unverzüglich in ärztliche Behandlung zu
begeben und auf Selbstmedikation zu verzichten.

Etwa jeder Zweite stirbt heutzutage an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ursachen neben der zunehmenden
Lebenserwartung sind ungesunder Lebenswandel und genetische
Veranlagung. Das Krankheitsbild ist vielfältig - etwa
Blutdruckschwankungen, Herzinfarkt oder Durchblutungsstörungen.
Dementsprechend unklar ist dann auch, was konkret ein Arzneimittel
leisten soll, das unter der Bezeichnung Herz-Kreislauf-Medikament in
den Handel gebracht wird.

"Konsument" hat sich 26 rezeptfrei erhältliche Mittel für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Tropfen, Kapseln und Tee - genauer
angesehen. Dabei handelt es sich ausnahmslos um Medikamente, die aus
Pflanzen gewonnen werden - sogenannte Phytopharmaka. Das Ergebnis
mahnt zu Vorsicht: Sämtliche getesteten Präparate wurden als "wenig
geeignet" beurteilt. "In keinem Fall liegen seriöse wissenschaftliche
Studien zur Wirksamkeit vor. Die getesteten Medikamente sind entweder
wirkungslos oder von sehr fraglicher Wirkung", erläutert
"Konsument"-Gesundheitsexperte Thomas Tobisch. "Mehr als ein
Placeboeffekt ist kaum zu erwarten."

Als mögliche Ursache für die häufige Nachfrage nach Phytopharmaka
ortet Tobisch den Glauben der Patienten, sich mit der Einnahme von
Mitteln auf pflanzlicher Basis etwas Gutes zu tun. Tobisch: "Bei
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind aber ausschließlich durch den Arzt
zu verschreibende Medikamente wirksam und empfehlenswert. Liegt eine
derartige Erkrankung vor, ist eine Selbstbehandlung
unverantwortlich."

Weitere Informationen zum Test gibt es ab 28.8. im
September-"Konsument" sowie ab sofort auf www.konsument.at.

Rückfragehinweis:

Verein für Konsumenteninformation/
   Testmagazin "Konsument"
   Mag. Sabine Burghart
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 01/588 77 - 256 
   Email: sburghart@vki.at
   www.konsument.at

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