- 23.08.2008, 13:48:31
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BZÖ-Petzner: "Was bringen mir fünfzehn oder mehr Prozent, wenn ich nichts umsetzen will und immer auf der Oppositionsbank bleibe?"
"Das BZÖ will den Menschen Mut, Hoffnung und Aufbruch vermitteln"
Wien (OTS) - Als Zukunftshoffnung des BZÖ war heute
BZÖ-Generalsekretär Stefan Petzner im Journal zu Gast. Petzner, mit
27 Jahren der jüngste Wahlkampfleiter in der Geschichte dieses
Landes, stellte zum Unterschied zwischen BZÖ und FPÖ eindeutig klar:
"Was bringen mir fünfzehn oder mehr Prozent, wenn ich nichts umsetzen
will und immer auf der Oppositionsbank bleibe? Da sind mir acht bis
zehn Prozent mit der Bereitschaft für Österreich Verantwortung zu
tragen und zu gestalten lieber." Als Beispiel führte Petzner die vom
BZÖ durchgesetzten Fremdengesetze an, die dafür gesorgt hätten, dass
die Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten und Drittstaaten praktisch auf
null gesunken sei. Die FPÖ haben gegen diese Gesetze gestimmt und
damit dagegen, dass die Zahl der Asylanträge und Einbürgerungen um
bis zu fünfzig Prozent gesunken sei. "Die FPÖ plakatiert zwar lustige
Slogans, wir aber setzen um." Petzner, der sich für einen
Zuwanderungsstopp aussprach: "Ich sage: Österreich den Österreichern.
Rot und Schwarz haben das Ausländerproblem jahrzehntelang ignoriert.
Erst wird haben die Tür nach Österreich zugemacht und Schranken
aufgezogen. Dieser strenge Ausländerkurs muss beibehalten werden."
Als Wahlziel nannte Petzner ein Grundmandat in Kärnten und ein Plus
vor dem Ergebnis bundesweit. Das BZÖ habe mit Jörg Haider an der
Spitze habe massiv an Schlagkraft gewonnen und sei bereit
Verantwortung zu tragen, während die FPÖ diese Verantwortung für
Österreich verweigere. Petzner sprach sich für einen fairen,
positiven Wahlkampf aus. "Das BZÖ will den Menschen Mut, Hoffnung und
Aufbruch vermitteln", so Petzner.
Petzner, der sich als "gutmütiger" Mensch bezeichnete und sogar den
Grünen Tipps für deren Wahlkampfführung gab, nahm auch zu den
Kärntner Ortstafeln Stellung: "Ich bin der Meinung, dass Kärnten
seine Verpflichtungen aus dem Staatsvertrag zu hundert Prozent
erfüllt hat. Ich halte weitere zweisprachige Ortstafeln für nicht
notwendig und sinnvoll. Die Urteile des Verfassungsgerichtshofes, und
das muss man auch sagen dürfen, halte ich für Fehlurteile." In diesem
Zusammenhang blieb Petzner bei seiner Auffassung, dass die Kandidatur
vom "rasenden Rechtsbrecher" Rudi Vouk für das LIF eine
Kriegserklärung an Kärnten sei. Denn Rudi Vouk habe durch seine
Rasereien den Frieden in der Ortstafelfrage nach 30 Jahren beendet
und den Konflikt bei diesem historisch belasteten Thema wieder
angezündet.
Der Generalsekretär zeigte aber auch eine persönliche Note, indem er
meinte, man müsse das als hart geltende politische Geschäft oft auch
mit einem Augenzwinkern und Schmunzeln nehmen, "damit man nicht
verglüht." Insofern sei er einer, der außerhalb des klassischen
Bildes eines Politikers mit Anzug und Krawatte stehe. Petzner:
"Politiker können und dürfen auch gut aussehen."
Rückfragehinweis:
BZÖ
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