- 21.08.2008, 12:26:08
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FORMAT: Internet-Provider rufen Verwaltungsgerichtshof an
Alternative kämpfen gegen die De-Regulierung des Breitband-Markts
Wien (OTS) - Die sechs Provider Tele2, UPC, LinzNet, Silver
Server, kapper.net und Visions Networks haben beim
Verwaltungsgerichtshof Beschwerde gegen das Verfahren M 1/07
eingebracht. Der Bescheid wurde von der Telekom Control Kommission am
4. Juli 2008 erlassen und entlässt den Marktbeherrscher Telekom
Austria in bestimmten Gebieten - konkret 128 Ortschaften - aus ihrer
Verpflichtung den Alternativen rechtsverbindlich einen käuflichen
Zugang zu ihrer Infrastruktur anzubieten. Dieser muss nur mehr auf
freiwilliger Basis passieren.
Die Vorwürfe der Alternativen an die Telekom Control Kommission
beziehen sich auf den Verfahrensverlauf. Nachdem sich die
Alternativen ihre Parteienstellung in dem Verfahren über den
Europäischen Gerichtshof erstritten hatten, wurden die Fristen für
ihre Eingaben extrem kurz bemessen. Ein weiterer Vorwurf betrifft die
zur Markteinschätzung herangezogenen Zahlen. Hunderttausende Kunden,
die im Zuge des umstrittenen Kombipakets zu Telekom Austria
gewechselt waren und für eine tektonische Verschiebung am Markt
ausgelöst hatten, wurden nicht berücksichtigt, so der Vorwurf.
Tele2Boss Robert Hackl ist enttäuscht über die darauf folgenden
"Hearings, die AlibiCharakter hatten" und darüber, dass "der
Bescheid de facto unverändert wieder erging". Unterstützt werden die
Alternativen auch vom Fachverband UBIT der Wirtschaftskammer. Obmann
Alfred Harl findet klare Worte: "Wir haben den Eindruck,
dass es sich hier die Großen auf Kosten der Kleinen richten. Gerade
an den kleinen Providern hängen viele Familien und
Firmenschicksale." Und weiter: "Wir fordern eine klare Analyse, was
durch den Bescheid am Markt passiert."
Rückfragehinweis:
Format Infotech
Tel.: (01) 217 55/0
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