• 20.08.2008, 11:12:47
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Tumpel fordert konsequente Umsetzung des Jugendbeschäftigungspaket

AK: 14.000 Lehrstellen zu wenig - Lücke muss sofort geschlossen werden

Wien (OTS) - "Damit alle Jugendlichen die Chance auf eine gute
Ausbildung mit Zukunft haben, muss das von den Sozialpartnern mit der
Regierung vereinbarte Jugendbeschäftigungspaket sofort umgesetzt
werden", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Die Zahlen sind
alarmierend: Für 18.000 Jugendliche ohne Lehrstelle im Betrieb sind
nur 4.000 offene Lehrstellen gemeldet. Im Rahmen des
Jugendbeschäftigungspaketes der Sozialpartner wurde vereinbart, dass
es bereits ab Herbst 15.000 zusätzliche Ausbildungslätze - und zwar
bis zum Lehrabschluss etwa in überbetrieblichen Lehrwerkstätten oder
in Facharbeiterintensivausbildungen geben soll. "Jetzt kommt es
darauf an, dass die Zusagen halten und die vereinbarten Plätze so
rasch wie möglich geschaffen werden. Damit die Jungen eine Chance auf
einen guten Ausbildungsplatz haben, brauchen wir jeden einzelnen der
zugesagten Plätze", so Tumpel.
Ende Juni hatten österreichweit 17.999 Jugendliche keine
Lehrstelle im Betrieb - die Hälfte von ihnen ist als sofort
Lehrstellen suchend gemeldet, die andere Hälfte ist in kurzfristigen
Arbeitsmarktservice-Kursen oder in alten 10-monatigen
Ausbildungslehrgängen. Allen zusammen bieten die Unternehmen 3.944
Lehrstellen an. Das ergibt einen Mangel von 14.055 Lehrstellen. "Wir
dürfen jetzt nicht zögern und die Zeit der jungen Menschen vergeuden.
Die nächste Regierung muss rasch handeln und das bereits vereinbarte
Jugendbeschäftigungspaket umsetzen", fordert AK Präsident Tumpel.
Für Jugendliche, die keine Lehrstelle im Betrieb finden, sollen
demnach insgesamt rund 15.000 Plätze angeboten werden. Diese
"Ausbildungsgarantie" ist teil des Pakets, das AK, Gewerkschaft,
Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer mit der Regierung bereits im
Juni vereinbart haben. "Nötig ist auch, dass wir für mehr Lehrstellen
mit Qualität sorgen, die den Lehrlingen nach dem Lehrabschluss gute
Chancen im Beruf bringen" so Tumpel. Dazu ist im
Jugendbeschäftigungspaket eine Lehrstellenförderung enthalten. Tumpel
appelliert an die Unternehmen, diese jetzt auch zu nutzen. "Mehr und
bessere Lehrstellen - das ist das wichtigste für unsere Jungen", sagt
Tumpel.

Rückfragehinweis:
Sylvia Kuba
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2331
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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