Tumpel fordert konsequente Umsetzung des Jugendbeschäftigungspaket

AK: 14.000 Lehrstellen zu wenig - Lücke muss sofort geschlossen werden

Wien (OTS) - "Damit alle Jugendlichen die Chance auf eine gute Ausbildung mit Zukunft haben, muss das von den Sozialpartnern mit der Regierung vereinbarte Jugendbeschäftigungspaket sofort umgesetzt werden", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Die Zahlen sind alarmierend: Für 18.000 Jugendliche ohne Lehrstelle im Betrieb sind nur 4.000 offene Lehrstellen gemeldet. Im Rahmen des Jugendbeschäftigungspaketes der Sozialpartner wurde vereinbart, dass es bereits ab Herbst 15.000 zusätzliche Ausbildungslätze - und zwar bis zum Lehrabschluss etwa in überbetrieblichen Lehrwerkstätten oder in Facharbeiterintensivausbildungen geben soll. "Jetzt kommt es darauf an, dass die Zusagen halten und die vereinbarten Plätze so rasch wie möglich geschaffen werden. Damit die Jungen eine Chance auf einen guten Ausbildungsplatz haben, brauchen wir jeden einzelnen der zugesagten Plätze", so Tumpel.
Ende Juni hatten österreichweit 17.999 Jugendliche keine Lehrstelle im Betrieb - die Hälfte von ihnen ist als sofort Lehrstellen suchend gemeldet, die andere Hälfte ist in kurzfristigen Arbeitsmarktservice-Kursen oder in alten 10-monatigen Ausbildungslehrgängen. Allen zusammen bieten die Unternehmen 3.944 Lehrstellen an. Das ergibt einen Mangel von 14.055 Lehrstellen. "Wir dürfen jetzt nicht zögern und die Zeit der jungen Menschen vergeuden. Die nächste Regierung muss rasch handeln und das bereits vereinbarte Jugendbeschäftigungspaket umsetzen", fordert AK Präsident Tumpel. Für Jugendliche, die keine Lehrstelle im Betrieb finden, sollen demnach insgesamt rund 15.000 Plätze angeboten werden. Diese "Ausbildungsgarantie" ist teil des Pakets, das AK, Gewerkschaft, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer mit der Regierung bereits im Juni vereinbart haben. "Nötig ist auch, dass wir für mehr Lehrstellen mit Qualität sorgen, die den Lehrlingen nach dem Lehrabschluss gute Chancen im Beruf bringen" so Tumpel. Dazu ist im Jugendbeschäftigungspaket eine Lehrstellenförderung enthalten. Tumpel appelliert an die Unternehmen, diese jetzt auch zu nutzen. "Mehr und bessere Lehrstellen - das ist das wichtigste für unsere Jungen", sagt Tumpel.

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