• 19.08.2008, 12:24:16
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  • OTS0135 OTW0135

BZÖ-Strutz: Frisierte Kriminalstatistik löst keine Probleme

5.000 zusätzliche Polizisten gefordert

Wien (OTS) - Die neue Kriminalstatistik kommentierte
BZÖ-Generalsekretär Dr. Martin Strutz heute, Dienstag, bei einer
Pressekonferenz mit den Worten: "Wir sind der Meinung, dass sie
frisiert ist." Die Österreicher hätten ein ganz anderes
Sicherheitsempfinden. "Es ist geradezu ein Hohn, wenn kurz vor der
Wahl eine geschönte Statistik veröffentlicht wird." Deshalb forderte
Strutz mindestens 5.000 zusätzliche Polizisten für das gesamte
Bundesgebiet, denn "die Bevölkerung hat ein ganz anderes
Sicherheitsempfinden." Die Finanzierung sei durch die Einsparung bei
der Verwaltungsreform möglich.

Besonders krass ist laut Strutz die Verfälschung der Statistik bei
den Einbrüchen, weil die Erfassung der Delikte anders erfolgt.
Beispielsweise zehn Einbrüche in einer Nacht würden als ein
Seriendelikt erfasst, wie hochrangige Exekutivbeamte Strutz gegenüber
bestätigen. So manches "kleinere" Delikt würde nicht einmal mehr
erfasst.

Besonders kritisch ist die Situation in Wien. In der
Bundeshauptstadt liegt die Aufklärungsquote bei nur 28,8 Prozent - im
internationalen Vergleich ein beschämender Wert. Gerade in Wien ortet
Strutz aber eine enorme Aufblähung im Verwaltungsbereich der
Exekutive. "Gespart wird aber bei den Polizisten auf der Straße."

Rückfragehinweis:
BZÖ

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